Ich bin Jahrgang 1957 und erstmalig Ende der 60er Jahre mit dem Amateurfunk in Berührung gekommen. Die Prüfung habe ich 1989 abgelegt, nach Geburt der Kinder. Meine Frau sagt noch heute, dass ich ihr dieses merkwürdige Hobby vor der Eheschließung bewusst verheimlicht habe.
Ich betreue seit 4 Jahren ehrenamtlich im Auftrag des Amtsgerichtes eine demente 91-jährige ehemalige Nachbarin. Ich bin daher mehrfach in der Woche im Altersheim und in Kontakt zu alten Menschen. Ich profitiere von diesen Kontakten ungemein. Nicht finanziell, für die ehrenamtliche Betreuung gibt es 450 Euro im Jahr, sondern anders. Ich habe in dieser Zeit viel von den alten Menscheng gelernt: Gelassenheit, Zufriedenheit mit dem was man (noch) hat, Dankbarkeit für das was man hatte.
Amateurfunk ist eine Freizeitbeschäftigung. Es gibt aber Wichtigeres, zumindest in meinem Leben.
Hallo Thomas,
nach Deiner Vita und Ehrenamt verstehe ich erst recht nicht, warum Du so auf dem 'alternden Verein' herum reitest. Du bist im Prinzip der Klassiker im DARC und Amateurfunk, wie ich es bereits geschrieben habe. Die wenigsten fangen <30jährig an, aktiv zu werden -- wie bei Dir, wenn Beruf und Familie 'gesettelt' ist. Mit der XYL - auch ein Klassiker: ich war zwar als Schüler/Lehrling aktiv und auch in den DARC eingetreten, aber richtig los ging es dann auch erst gute 30 Jahre später, inklusive des gelegentlichen Spruchs der XYL, heute noch nach 50+ Jahren 'auch in dem Verein'
---- 'ja wenn ich das vorher gewußt hätte'
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Ich habe mit etwa 40 noch die komplette Rettungsdienstausbildung durchgezogen und bin ehrenamtlich hauptsächlich an den Wochenenden auf dem NAW gefahren. Ich kenne durchaus den Unterschied zwischen jung und alt und sehe seitdem auch einiges anders. Deshalb verstehe ich Deine Post erst recht nicht.
Mich stört der Tenor Deiner Posts, nicht die zugrunde liegende Tatsache, daß im Amateurfunk überwiegend 'alte Leute' aktiv sind. Ich habe es bereits vorgerechnet und nehmen wir doch direkt unser beiden aktiven Beginn mit 30+ . Wenn alles gut geht, haben wir danach noch 50 Jahre Amateurfunk, bis zum SK (±. hoffentlich etwas mehr +). Das ergibt einen Altersdurchschnitt von 55. Das war immer so, und das wird auch meiner Einschätzung nach immer so bleiben. Es wird auch selten jemand mit 30 Flugzeugkapitän oder ähnliches. Es gibt nun mal Berufe und Hobbies, die einfach im Lebenslauf von uns allen etwas später beginnen. Im Amateurfunk mangels Zeit und/oder Geld. Auch wenn es viele anders meinen, aber Amateurfunk ist im Prinzip zumindest kein Handy-Funk ab Kindergarten, sondern etwas anspruchsvoller. Auch wenn viele sich die Mühe machen, das zu ändern.
Laß doch einfach mal die kritischen Nebensätze zum Alter. Was willst Du denn daran ändern ?? Alle Alten raus ?? Du kriegst keine 20.000 mit <28 in den Verein. Dazu müßten die 'Mid-ager' den Nachwuchs erst einmal biologisch her bringen, dann kann man auch mehr ausbilden. Wer als Erwachsener mit einer relativ normalen Mischung aus jung und alt nicht umgehen kann, ist im Amateurfunk fehl am Platz und sollte sich ein anderes Hobby suchen oder Kindergärtner werden.
73 Peter