ABER:
In
diesem Forum machen sich EX-, Fast-EXMITGLIEDER und Nichtmitglieder
mehr Sorgen um einen Verein, als die Mirglieder in diesem
Verein!#
Nun, da derweil wohl mehr Funkamateure Nichtmitglied als Mitglied sind, scheint das mathematisch herleitbar zu sein..
Die
Zwangsmitgliedschaft für Funkamateure hat der DARC einfach historisch
verpasst... bzw. geglaubt, das mit dem QSL Monopol schon sicher
realisiert zu haben.
Man könnte aber auch auf die schräge
Idee kommen, dass die, die eine Organisation kritisch sehen genau aus
diesem Grund nicht Mitglied sein möchten. Nur so kann man z.B.
vermeiden, am Runden Tisch Amateurfunk seine eigene Stimme zu
neutralisieren, sollte man z.B. in Sachen K-Liz oder Bandplanänderung
einem Verein angehören, der eine andere Sicht als der DARC vertritt.
Weil
- und hier kommen wir dann gaaaanz langsam wieder zum Thema dieses
Threads zurück - eine möglichen Minderheitenmeinung innerhalb des
DARC überhaupt entstehen zu lassen, ist auf Grund
Entscheidungspyramide nahezu ausgeschlossen..
Solange ein
DV über das, was er ggf. selbst ausgehandelt hat, selbst frei
abstimmen kann und dabei nicht einmal seine vorhanden Stimmen im AR
splitten kann, um so ggf. ein Meinungsbild im Distriklt besser abbilden
zu können, endet jeder nicht sofort mehrheitsfähige Vorstoß mit einer
Klatsche, die oft sehr viel deutlicher ausfällt, als es dem
Meinungsbild in der Mitgliedschaft entspricht.
Das ist besonders
Fatal bei Themen, die vielleicht erst durch die Abstimmung in der MV
das Interesse vieler Mitglieder finden und die eigentlichen Diskussion
erst im Nachgang stattfindet, zumal sich der Inhalt mancher Anträge ja
erst im Laufe der MV in Luft auflösen ( == zurück gezogen werden) oder
durch Änderungsanträge modifiziert werden.
Hier liegt ja das
Hauptargument gegen ein Imperatives Mandat: Dann müsste man komplett
auf eine Evolution der Anträge im Rahmen der MV verzichten.
Aber
vielleicht müsste man auch nur auf eine finale Abstimmung der durch die
MV beschlußfähig formulierten Anträge in der MV durch den AR verzichten?
Denn genau dieses 'fertigen' Anträge könnte man dann sogar bis
auf OV runter durch die Mitglieder abstimmen lassen.. was früher
logistischer Wahnsinn gewesen wäre, ist heute umsetzbar... die
Verteilung der abstimmfähigen Anträge ist zumindest bis auf die OV
Ebene eine Sache von Minuten.. dazu eine begründete Wahlempfehlung ..
und wen DVs sich weiter meinungsbildend einbringen möchte, können die
das auch noch zeitnah tun.. Diskussion + Abstimmung dann innerhalb
der nächsten 6 Wochen ..jedes Mitglied eine Stimme.. und schon
ist der DV die schwere Bürde seines Gewissens los und die Mitglieder
das Gefühl, bei der Abstimmung nicht vertreten worden zu sein. Das
meint allerdings auch, dass Anträge einfache Mitglieder gewinnen müssen
und nicht nur die Mehrheit der DVs .. Kommunikation mit den
Mitgliedern auf Augenhöhe ist da gefragt.
Das rasante
Schrumpfen des DARCs und der sich daraus ergeben Zwang, vorhandene DV
und OV Strukturen zu überarbeiten, bietet auch die Möglichkeit, die
Pyradmide mit einer Feedbackschleife mit kurzer Regelzeitkontante zu
ergänzen.. erst dann kann sich der Verein von unten nach oben erneuern..
bislang geht das nur von oben nach unten.. was aber natürlich nur
die stört, die mit dem aktuellen nach außen hin vom DARC vertretenden
Kurs nicht ein einverstanden sind.
Und dieser Kurs betrifft
dann eben auch wieder alle Funkamateure .. und nicht nur die Mitglieder
des DARC. Und darum wundert es mich auch nicht, dass Kritik am DARC
nicht nur von Mitgliedern sondern auch von Nichtmitgliedern vorgetragen
wird.
Beide Gruppen haben ein gemeinsames Interesse: Den
Amateurfunk als experimentellen Funkdienst zu erhalten und dieses
kollidiert nun mal heftig mit der Vision, den DARC als starken
Dienstleister für Hobbyfunker auf zu stellen, um so als Clubstruktur
finanziell zu überleben.
Kritik von außen unterstützt auch
Kritik von innen .. und das es die reichlich gibt wird aktuell wohl
niemand ernsthaft bezweifeln..aber vielleicht ist das genau der Grund,
warum die Kritik von außen so gerne mit einem Argument aus den Zeiten
der Prohibition : 'Wer nicht Mitglied der Mafia ist, hat auch kein
Recht, sie zu kritisieren' beantwortet wird statt auf die Kritik
selbst ein zu gehen.
73 de Olaf