Posts by dl5ybz

    Wie in den letzten 10 Jahren fragte Carlo Schäper DD7OI, ob man aus der Vorbesprechung
    kurze Twitter Nachrichten versenden darf.

    Na so was...das liest sich jetzt aber wie ne Anfrage und nicht wie ein Antrag zur GO...


    Nach kurzer Diskussion entschied die gesamte Versammlung - also alle nichtstimmberechtigten anwesenden Mitglieder UND die stimmberechtigten Amateurräte mit überwältigender Mehrheit ein Twittern aufgrund der Art der Anträge nicht zuzulassen.

    Mhm...vom Verfahren her sieht das aber auch nicht nach einer Abstimmung im Sinne der Satzung aus sondern allenfalls nach dem Erfassen eines Meinungsbildes...

    Daraufhin machte der Versammlungsleiter nach Befragung der gesamten Versammlung von seinem Hausrecht Gebrauch und verwies Martin Henz, DL5NAH für die Dauer der Vorbesprechung des Saals.

    Na nu... der Versammlungsleiter hat offenbar auch keinen Antrag zur GO gestellt... (wobei ein Versammlungsleiter dieses auf Grund seiner neutralen Position eh besser lassen sollte...) und DL7ATE wohl auch nicht?

    O-Ton eines DV, der übrigens für das Twittern gestimmt hat....

    Interessant... genau wie die Aussage 'mit überwältigender Mehrheit' .... Jemand, der auch anwesend war, beschrieb diesen Vorgang mit den Worten:

    Quote

    Alle Anwesenden bis auf Martin Henz widersprachen einer Veröffentlichung während der Beratung in sozialen Netzwerken.

    Für mich decken sich diese beiden Berichte in einem wesentlichen Punkt nicht.

    All diese Punkten sollten wirklich jedem zeigen, wie sinnvoll eine öffentlich zugängliche Aufzeichnung in Bild und Ton von solchen Versammlungen ist... damit umgeht man wenigsten die selektive Wahrnehmung von 'Zeitzeugen' und jeder kann sich selbst ein objektives Bild machen.

    Immerhin geht es hier nicht um einen Baunataler Altherrenstammtisch sondern um die Mitgliederversammlung eines Vereins mit über 10 000 Mitgliedern und Anspruch auf nationale und internationaler Vertretung aller Deutschen Funkamateure ... und die passen nun mal wirklich nicht alle in den Saal (nur für den Fall, dasss gleich wieder einer schreibt: Es kann ja jeder die MV besuchen...)

    73 de Olaf

    ach Peter, der einzige, der hier eine Neidhammeldiskussion vom Zaun bricht, bist doch Du... hier geht es viel mehr um die Belastbarkeit der Begründung und den offensichtlichen taktischen Hintergrund dieser Aktion.

    Deine Idee, dass man in der Begründung einer Ehrung nicht die wirklichen Bewegründe öffentlich nennt, finde ich übrigens sehr spannend, verschenkt es doch den Motivatitionansatz für andere und reduziert das ganze auf einen Freundschaftsdienst unter wissenden.

    Wie das nach außen wirkt, kann ich als Außenstehender durchaus bewerten. Wie das nach innen wirkt, mag jedes DARC Mitglied für sich beantworten.

    73 de Olaf

    Thomas, Ich finde Punkt 2.3 noch viel deutlicher:

    Quote

    2.3. Es muss bei Funktionsträgern klar erkennbar sein, dass sie weit über den üblichen,
    erforderlichen Rahmen für die ordnungsgemäße Funktionsausübung deutlich hinaus tätig waren
    und dass dieses Wirken außergewöhnlich und herausragend war.
    (siehe auch Text der Urkunde: "Für besondere Verdienste um das deutsche Amateurfunkwesen..).

    Quelle: https://www.darc.de/fileadmin/file…_Ehrennadel.pdf

    Die Zusammensetzung des Ehrennadelausschusses ist in diesem Zusammenhang natürlich auch nicht ganz aus den Augen zu verlieren.. Dem Ehrennadelausschuss gehören derzeit an: Hartmut Schäffner als Sprecher, DF3UX, Felicitas Wolff, DL9XBB, und Béatrice Hébert, DL3SFK.

    Auch da fällt es schwer, eine deeskalieren Wirkung hinter dem Antrag ( wer hat den eigentlich gestellt? ) zu vermuten...

    73 de Olaf

    konsequent, schade für die UKW-Kontester

    In der Tat ... sehr bedauerlich, Referenten, die exzellente Arbeit leisten, offene Ohren für Probleme haben und mehrheitsfähige Lösungen erarbeiten und zudem im öffentlichen Auftreten / Internet durch sachliche Äußerungen auffallen, gehören leider im Biotop DARC zu einer vom Aussterben bedrohten Art.

    Schaun wir mal, was nach dem Verbot, seine Gedanken per Twitter zu teilen, als nächstes auf die Mitglieder zukommt...

    73 de Olaf

    @DL1ESK Man könnte auch sagen: Der DARC hat es in jahrelanger mühseeeliger Kleinarbeit eine Stimmung geschaffen, in der man ihm alles üble zutraut.... und erst diese latente Grundstimmung erklärt, warum relativ simple Fragestellungen sich zu einem solchem Treibsatz entwickeln können.. und wer darauf mit einer Ehrennadel reagiert, zündet damit zweifellos die 2. Stufe dieses Treibsatzes ..

    räumte seine Unkenntnis zu wesentlichen Zusammenhängen zwischen Jahresabschluss und Haushalt ein.", so Peter Messthaler, DG4NBI, Sprecher des Haushaltsausschusses.

    Ja.. und das vor einem Verein, der sich abfeiert, weil die eigene Buchführung zwei Jahre hintereinander nicht vom Finanzamt Kassel beanstandet wurde... und man - so sagen Mitglieder, die sich auskennen - in Sachen Gemeinnützigkeit noch immer auf der Kippe steht...

    Wenn nun alles so einfach zu klären gewesen ist, dann ist doch alles gut.. ändert aber eben auch nix daran, dass das ganze Theater so hochgeschaukelt hat.. und da gehören nun mal wie immer im Leben zwei zu.

    Und den Wunsch, verstehen zu wollen, wo das Geld bleibt, ist durchaus nicht auf eine Person beschränkt..... und auch das war ja Teil der Anträge: Buchhaltung verständlich darstellen...

    Wenn ein Laie etwas nicht versteht, ist das nicht so schlimm als wenn ein Fachmann es nicht erklären kann.. oder schlimmer.. erklären will. Aber natürlich kann man nicht alles allen erklären... immerhin ist die Buchhaltung ja so komplex, dass es als herausragend gilt, wenn ein Profi wie ein aus der Buchhaltung kommender GF sie halbwegs fehlerfrei beherrscht.

    Schade, dass nun wieder viele gut und ehrlich arbeitende OVs unter der peinlichen Vorstellung eines komplett überforderten Vorstandes leiden müssen..

    73 de Olaf

    Quote

    In der allgemeinen Aussprache wurde von den Mitgliedern mehrfach betont, dass die Auseinandersetzung über vereinsinterne Themen in der Öffentlichkeit dem Amateurfunk in Deutschland und der Interessenvertretung großen Schaden zufüge. „Dies hat unseren intensiven ehrenamtlichen Einsatz möglicherweise zunichte gemacht“, so Vorstandsmitglied Christian Entsfellner, DL3MBG, und verweist auf den momentanen Kampf um den Schutz unserer Frequenzen.
    Quelle: DARC Webseite


    Also... jetzt machen wir mal den Thread hier dicht, sonst bekommen wir 60 m gestrichen.. und 70 MHz nicht wieder erlaubt...

    So langsam dreht der DARC vollkommen durch...

    73 de Olaf

    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, die Nadel verdankt Herr Hergert nicht seinen sondern DB2TUs Aktivitäten.. ;) Und das es mit der Buchführung jedes Jahr besser wird, ist ja ne gute Nachricht, die aber auch damit zu tun haben könnte, dass die Arbeitslast der Geschäfststelle z.B. bei der Verbuchung von Mitgliederbeiträgen jedes Jahr ab nimmt... und bei diesem Projekt arbeiten ja VO und GF Hand in Hand eng zusammen.

    Bin mal gespannt, was andere Ehrennadelträger zum neuen Träger sagen.. vermutlich werden es aber auch Ovationen im Stehen sein.. jedenfalls vom Großteil...

    73 de Olaf

    Lesen können hilft in der Tat oft weiter.. . das gleiche gilt für's Denken.

    DL5NAH == Mitglied ... im für Mitglieder öffentlichen Teil der MV

    Es erfolgte eine Abstimmung darüber und die war : Keine Infos "live" aus der MV!

    Wurde da den vorhanden Mitgliedern Ohren und Augen verbunden? ... Wurde - wie es ja möglich wäre - d er Teil der MV für nicht öffentlich erklärt? Nein?

    Auf welcher Grundlage sollte man da beschließen können, dass regulär anwesende Mitglieder nicht von ihren Eindrücken berichten dürfen? Hier geht es doch gar nicht darum, welche Infos Nichtmitglieder bekommen sondern darum, was sich der DARC anmaßt seinen Mitgliedern 'befehlen' zu können.

    Und ganz nebenbei... auch Mitgliedern, die nicht persönlich anwesend sein können / wollen werden diese Infos vorenthalten... als Nichtmitglied kann ich damit leben.. als Mitglied würde ich mir das allerdings nicht länger bieten lassen..

    73 de Olaf

    Unter dem Hashtarg #darc_mv gibt es ein paar erste Infos von der Mitgiederversammlung auf Twitter zu erhaschen... ( https://twitter.com/hashtag/DARC_MV?src=hash )

    Besonders spannend sind die, in denen berichtet wird, dass twittern nicht erwünscht ist.. darüber scheint man sogar abgestimmt zu haben...

    Schön, dass man in Baunatal das mit der Transparenz und den sozialen Medien so verinnerlicht hat... und ich hab mal gedacht, irgendwann gibt es mal im Hamnet einen Livestream von einer MV...

    73 de Olaf

    ABER:
    In
    diesem Forum machen sich EX-, Fast-EXMITGLIEDER und Nichtmitglieder
    mehr Sorgen um einen Verein, als die Mirglieder in diesem
    Verein!#

    Nun, da derweil wohl mehr Funkamateure Nichtmitglied als Mitglied sind, scheint das mathematisch herleitbar zu sein..

    Die
    Zwangsmitgliedschaft für Funkamateure hat der DARC einfach historisch
    verpasst... bzw. geglaubt, das mit dem QSL Monopol schon sicher
    realisiert zu haben.

    Man könnte aber auch auf die schräge
    Idee kommen, dass die, die eine Organisation kritisch sehen genau aus
    diesem Grund nicht Mitglied sein möchten. Nur so kann man z.B.
    vermeiden, am Runden Tisch Amateurfunk seine eigene Stimme zu
    neutralisieren, sollte man z.B. in Sachen K-Liz oder Bandplanänderung
    einem Verein angehören, der eine andere Sicht als der DARC vertritt.

    Weil
    - und hier kommen wir dann gaaaanz langsam wieder zum Thema dieses
    Threads zurück - eine möglichen Minderheitenmeinung innerhalb des
    DARC überhaupt entstehen zu lassen, ist auf Grund
    Entscheidungspyramide nahezu ausgeschlossen..

    Solange ein
    DV über das, was er ggf. selbst ausgehandelt hat, selbst frei
    abstimmen kann und dabei nicht einmal seine vorhanden Stimmen im AR
    splitten kann, um so ggf. ein Meinungsbild im Distriklt besser abbilden
    zu können, endet jeder nicht sofort mehrheitsfähige Vorstoß mit einer
    Klatsche, die oft sehr viel deutlicher ausfällt, als es dem
    Meinungsbild in der Mitgliedschaft entspricht.

    Das ist besonders
    Fatal bei Themen, die vielleicht erst durch die Abstimmung in der MV
    das Interesse vieler Mitglieder finden und die eigentlichen Diskussion
    erst im Nachgang stattfindet, zumal sich der Inhalt mancher Anträge ja
    erst im Laufe der MV in Luft auflösen ( == zurück gezogen werden) oder
    durch Änderungsanträge modifiziert werden.

    Hier liegt ja das
    Hauptargument gegen ein Imperatives Mandat: Dann müsste man komplett
    auf eine Evolution der Anträge im Rahmen der MV verzichten.

    Aber
    vielleicht müsste man auch nur auf eine finale Abstimmung der durch die
    MV beschlußfähig formulierten Anträge in der MV durch den AR verzichten?

    Denn genau dieses 'fertigen' Anträge könnte man dann sogar bis
    auf OV runter durch die Mitglieder abstimmen lassen.. was früher
    logistischer Wahnsinn gewesen wäre, ist heute umsetzbar... die
    Verteilung der abstimmfähigen Anträge ist zumindest bis auf die OV
    Ebene eine Sache von Minuten.. dazu eine begründete Wahlempfehlung ..
    und wen DVs sich weiter meinungsbildend einbringen möchte, können die
    das auch noch zeitnah tun.. Diskussion + Abstimmung dann innerhalb
    der nächsten 6 Wochen ..jedes Mitglied eine Stimme.. und schon
    ist der DV die schwere Bürde seines Gewissens los und die Mitglieder
    das Gefühl, bei der Abstimmung nicht vertreten worden zu sein. Das
    meint allerdings auch, dass Anträge einfache Mitglieder gewinnen müssen
    und nicht nur die Mehrheit der DVs .. Kommunikation mit den
    Mitgliedern auf Augenhöhe ist da gefragt.

    Das rasante
    Schrumpfen des DARCs und der sich daraus ergeben Zwang, vorhandene DV
    und OV Strukturen zu überarbeiten, bietet auch die Möglichkeit, die
    Pyradmide mit einer Feedbackschleife mit kurzer Regelzeitkontante zu
    ergänzen.. erst dann kann sich der Verein von unten nach oben erneuern..
    bislang geht das nur von oben nach unten.. was aber natürlich nur
    die stört, die mit dem aktuellen nach außen hin vom DARC vertretenden
    Kurs nicht ein einverstanden sind.

    Und dieser Kurs betrifft
    dann eben auch wieder alle Funkamateure .. und nicht nur die Mitglieder
    des DARC. Und darum wundert es mich auch nicht, dass Kritik am DARC
    nicht nur von Mitgliedern sondern auch von Nichtmitgliedern vorgetragen
    wird.

    Beide Gruppen haben ein gemeinsames Interesse: Den
    Amateurfunk als experimentellen Funkdienst zu erhalten und dieses
    kollidiert nun mal heftig mit der Vision, den DARC als starken
    Dienstleister für Hobbyfunker auf zu stellen, um so als Clubstruktur
    finanziell zu überleben.

    Kritik von außen unterstützt auch
    Kritik von innen .. und das es die reichlich gibt wird aktuell wohl
    niemand ernsthaft bezweifeln..aber vielleicht ist das genau der Grund,
    warum die Kritik von außen so gerne mit einem Argument aus den Zeiten
    der Prohibition : 'Wer nicht Mitglied der Mafia ist, hat auch kein
    Recht, sie zu kritisieren' beantwortet wird statt auf die Kritik
    selbst ein zu gehen.

    73 de Olaf

    @ Karsten Nun ja.. ein Arzt ist ja schon unterwegs ;) ...

    Die Visionen wurden doch sehr schön vom Vorstand 2014 beschrieben und zusammengefasst: https://www.darc.de/fileadmin/_mig…g_DARC_2025.pdf

    Und wenn man sich da mal die Mittelfristigen Ziele Anguckt: ( Zielplanung 2025 Seite 8 ff:)

    Muss man zugeben, nicht alles, was man wollte, hat man bis jetzt
    geschafft.. eigentlich hat man nur das Thema EMV Siegel abgearbeitet
    und ... verworfen. Aber woanders ist man auf dem Weg.. die
    Geldbestände sind wieder erhöht, die Leistungsfähigkeit aber noch
    nicht... man nagt halt noch an Altlasten.. und die Ankopplung vom
    Beitrag an die wirklichen Kosten hat man ja auch schon sehr erfolgreich
    mit großem Einsatz abgewehrt..

    Ehrlich gesagt macht mir durchaus
    auch Sorgen, was Herr Schöppe umsetzt oder umsetzen möchte...
    weil.. wirklich untätig ist der nicht....

    73 de Olaf

    Ich frage mich nur, wie der (personelle) Neuanfang aussehen soll. Wer soll es denn besser machen und vor allem wie ??

    Puh... das liest sich ja jetzt schon fast wie der Vorwurf, der aktuelle Vorstand habe es versäumt, in der 2. Reihe entsprechenden Nachwuchs an größere Aufgaben heran zu führen. Hier zeigt es sich dann wieder einmal, dass der Wunsch sich unersetzlich zu machen und möglichst viel in der Vereinsspitze zu konzentrieren zwar schnelle und kurze Entscheidungswege garantiert, aber spätestens bei einem Wechsel erhebliche Probleme mit sich bringt.

    Dieses Problem erkennt der Vorstand ja selbst.. allerdings nur bei der Geschäfstführung .. und da wird eine nicht optimale Lösung in Form einer längeren Kündigungsfrist ( also Übergangszeit) als Lösung vorgeschlagen statt das Problem der 'systemtragenden' Einzelperson an zu gehen.

    Und wie es weiter gehen könnte.... nun, dazu gibt es doch wirklich einiges, was geschrieben, diskutiert, für gut befunden und dann in der ganz tiefen Schublade versenkt wurde...

    Das hat DL6HBT schon 1999 mit dem AK Zukunft erkannt und nicht von ungefähr die Amtszeitbegrenzung gefordert (siehe Timm-Bericht). Wer in 8 Jahren seine Ideen nicht umsetzen konnte oder bereits umgesetzt hat, hatte entweder keine guten Ideen oder "hat fertig". Dann wird es Zeit, dass es mit neuen progressiven Ideen weiter geht

    Nach diversen Erfahrungen mit fixen Amtszeiten bin ich kein Freund von starren Lösungen... zumal man ja sagen kann: Befristet ist ja schon durch Dauer der Amtsperiode... Wer am Amt klebt, finde einen Weg, seinen Einfluss zu sichern und als Graue Eminentes im Hintergrund die Strippen zu ziehen und wer es nicht tut könnte mit Blick auf der Ende seiner Amtszeit frühzeitig als 'lame duck' enden, einfach weil absehbar die Zeit nicht reicht, einen Weg zu Ende zu gehen. Was aber auch klar ist: Wer einmal sein Ziel erreicht hat, läuft auch immer Gefahr, dieses Ergebnis dann auch dauerhaft fixieren zu wollen... vielleicht ist das das stärkste Argument, zu lange Amtszeiten zu vermeiden.

    Wäre alles einfacher, wenn es gelingen würde, gute Ideen von einzelnen Personen ab zu koppeln...

    73 de Olaf

    Auch im Distrikt E hat man wohl schon ein wenig diskutiert:

    Quote


    [...]
    HH: Bericht von der Versammlung des DARC-Distriktes Hamburg (E)
    [..]
    Des Weiteren wurde über die Anträge der kommenden DARC-Mitgliederversammlung beraten, bei denen zumindest kurz die Anträge aus dem Distrikt P (Württemberg) und deren mögliche Folgen angesprochen wurden.
    [..]

    Quelle: Nord-Ostsee Rundspruch Nr. 128 ( http://www.ostseerundspruch.de/category/rundspruch-ausgabe/ )

    Leider erfährt man im Rundspruch nichts zu dem Ergebnis der Beratung .. aber vielleicht kann das hier jemand ergänzen?

    Damit ist meiner Meinung nach der Weg für Chinesische Oberwellenschleudern wieder frei.

    Mhm.. sehr preiswerte Geräte aus China werden doch als Fertiggerät angeboten... und da brauchen die Dinger ne CE ... auch wenn der Kunde am Ende Funkamateur ist. Hier ist die (leider sehr theoretische) Hürde, die technisch nicht dem Anforderungen entsprechende Geräte vom Markt fern halten soll... weil CE gibt es nun mal nur, wenn das Gerät diese Anforderung entspricht. Blöd nur, dass der Aussteller der Bescheinigung identisch mit dem Hersteller oder dem Importeur sein kann und man annimmt, dass dieser alle notwendige Sorgfalt zur Anwendung bringt... also niemals mal fix einen CE Zettel unterschreibt und ein CE Zeichen aufs Gerät pappt nur weil er das Zeug massenhaft in den Markt pumpen möchte.. das geht dann so lange gut, wie jemand mit dem Schrott unangenehm auffällt... dann muss nachbessert werden...vielleicht sogar ein Rückruf veranlasst werden... und Auskunft gegeben werden.. also darüber kann dann schon mal ein nachfolge Modell auf den Markt kommen... genau so mies.. aber vielleicht über einen anderen Kanal..

    Klar könnte man nun auf die Idee kommen, den gleichen Schrott als 'Bausatz' an zu bieten.. einfach mal nicht alles zusammen schrauben und gut isses... aber genau dann greift ja das höchste Gut des Amateurfunks: Das Selbstbauprivileg .. Du wirst selbst zum Hersteller und spätestens mit Inbetriebnahme bis zu auch dafür verantwortlich, dass deine Zauberkiste sich im Rahmen der Vorgaben in Sachen aktiver Störsicherheit bewegt. Du musst aber z.B. dir keine Gedanken um die passive Störsicherheit machen.. und auch auch keine Selbstzertifizierung nach Vorschrift 'Hast du nicht gesehen' vornehmen.

    Gäbe es das Schlupfloch 'Bausatz' nicht, wäre es praktisch unmöglich, überhaupt noch irgendwelche Bausätze am Markt an zu bieten... und das kann nun wirklich nicht im Sinne des Amateurfunkdienstes sein.

    Und immer dran denken: Unser Problem ist aktuell schon lange nicht mehr, dass Funkamateure Nachbarn stören oder gar andere Funkamateure.. derweil sind es die Nachbarn, die den Funkamateur den Empfang unmöglich machen..

    In Fällen, wo der Störer schlicht nicht den geltenden Vorschriften entspricht, ist alles noch relativ einfach, sofern das mal amtlich festgestellt wurde... blöd wird es da, wo Störer und Gestörter sich beide im Rahmen der als aktuellen Stand definierten Grenzwerte bewegen... Zum einen sind diese Grenzwerte aus Afu Sicht zu sehr an wirtschaftlichen Interessen statt an technisch machbarem oder gar physikalisch sinnvollem orientiert, zum anderen erlebt man immer häufiger, das der Betrieb trivialer und einfachster Alltagstechnik beim Nachbarn höher bewertet wird als die ungestörte Teilnahme am Afu Dienst.

    Das wirklich üble dabei ist: Eigentlich sind sowohl Nachbar als auf Funkamateur Opfer ... Gewinner dabei ist der berühmte 'Markt' ..auch wenn der damit rechnen muss, über eine Rückkopplungsschleife ' Grenzwert XYZ macht in der Praxis jede Menge Ärger.. da sollten wir noch mal bei...' nicht ganz aus der Nummer raus ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass am Ende nur der Mindespegel für empfangswürdige Signale angepasst wird...

    73 de Olaf