Posts by dl5ybz

    Das hat sich ja nun im Interview völlig anders angehört. Es wurde eine breite qualifizierte Mobilisierung von Funkamateuren aktiviert. Mit "medienwirksam" ist es ein zweischneidiges Schwert: Damit holen wir wieder "Elektrosensible" und Zeitlofs-Genossen aus dem Keller, die dann den Amateurfunk gleich mit beschießen. Darüber berichtet Bild-Zeitung & Co wesentlich lieber und die Öffentlichkeit hat ihren Spaß daran, wenn im Pantoffelkino zwei Parteien zusammen rumpeln.

    Das Interview war reiner Nebelwurf mit der einzigen Zielsetzung, die doch sehr zurückhaltende Vorgehensweise als ausreichend zu verkaufen. Es wurde mit Fleiß so getan, als seihen Horden von Experten losgeschickt worden und diverse Funkamateure mit Petitionen aufgetreten. Das es sehr gute fachlich sehr hochwertige Einzelbeiträge gab, ist völlig unbestritten, allerdings zeigen die nicht die geringste Wirkung, wenn sie auf fachfremde Volksverterter treffen.

    Es können 100 Hochshullehrer an ihre Abgeordneten schreiben.. oder 100 Hochschullehrer einen offen Brief in Form einer halbseitigen Anzeige in der FAZ platzieren... ein paar Mitglieder können Briefe schreiben, man kann aber auch eine passend adressierte Postkarte der CQ/DL beilegen und im Unterschriebe Einsendung durch die Mitglieder bitten..

    Klar ist es eine gute Idee, die Afu Händler und Hersteller zu aktivieren.. es ist aber auch eine noch bessere Idee, wenn diese z.B. auf ihren Webseiten diese Problematik per Logo / Banner kommunizieren würden.

    Und wenn in der Bild steht 'Musste Herbert F. (+67) sterben, weil Halogenlampen wichtiger als Notfunk sind?' wäre auch das eine Sache, die ich aushalten könnte...

    Und ganz nebenbei.. die Elekroniksensiblen sind hier durchaus unfreiwillige Verbündete, denn sollten diesen klar werden, dass viel zu hohe Grenzwerte für Alltagselektronik ein riesen Problem sind, sehe ich hier keinen Nachteil für uns.. und im Rahmen dieser gemeinsamen Erkenntnis und ggf. Zusammenarbeit lassen sich auch andere Problem besser lösen. Denn eines ist klar.. QRP geht eben auch nur, wenn der Empfang ungestört ist.

    Sich einfach auf die Position: Die anderen sind böse ( ja, sogar der Vorwuf, es ginge nicht demokratisch zu war zu hören..was schon mehr als billig und grenzwertig ist...) weil sie nicht auf den lieben DARC gehört haben, der alles richtig gemacht hat, ist zwar typisch DARC aber in der Sache EMVG alles andere als zielführend.

    Man kann es aber auch anders sehen: Wenn der DARC selbst sagt, dass er nichts erreicht, weil ihm niemand zuhört, dann macht es auch keinen Sinn, diese fruchtlose Lobbyarbeit zu fördern.

    Nebenbei.. ich erinnere mich nicht mehr... was hat der DARC eigentlich bei der Einführung des jetzt noch gültigen alten Gesetzes dazu gesagt?

    73 de Olaf

    Radio DARC könnte wirklich spannend werten.. die Readaktion hat ja mächtig Gas gegeben in Sachen EMVG und hat sich ja selbst als Speerspitze in Sachen 'Rundfunkstörmeldungen erzeugen' gesehen..

    Wird also spannend, ob man sich am Nebelwurf um das eigentliche Problem 'Grenzwerte' weiter beteiligt und sich mit den der VO Info schon klar umrissene Strategie der 'Prüfung von Maßnahmen' /(auch bekannt als Aufchieben und Aussitzen..)

    Warum man nun erst prüfen muss, wäre spannend.. weil das meint es gab keinen Plan B ... oder -was gerade beim Thema Verfassungsbeschwerde mehr als deutlich wird - es war eigentlich gleich klar, dass man keine Chance mit diesen Ansätzen hat..

    Um so unfassbares ist es, dass in dieser Sache vollständig auf eine breite medienwirksame (!) Mobilisierung der Funkamateure verzichtet hat.. hier rächt sich einmal mehr die auf wenige Personen ausgelegte Struktur des DARC. Auch ein sehr guter Vorstand wäre damit überfordert, würde das aber vielleicht selbst erkennen und sich daran erinnern, dass ein Verein auch Mitglieder hat, die man aktivieren kann.

    Auf der anderen Seite.. wenn ich nun lese, dass es ja nur noch darum geht, dass irgendwann mal eine Störmeldung abgearbeitet werden muss statt ggf. gar nicht... (was in der Praxis jetzt nicht so den Unterschied macht...) scheint hier einiges mehr schief gegangen zu sein.

    Vielleicht gibt es ja heute ein paar wirklich interessante Infos im DARC Radio. Der heute Interviewte hatte ja in den ersten Sendungen versprochen, auch kritische Themen und Platz zu geben und Transparenz zu fördern... und das würde nicht bedeuten, fertige Fragen und Antworten peinlich hörbar vom Zettel ab zu lesen..


    73 de Olaf

    Ich finde es wirklich interessant, dass ganz offenbar die Einnahmen eines OVs nur solange für Clubräume reichen, wie diese kostenlos oder zu einer symbolischen Miete überlassen werden.
    Beim Schmökern auf Peters OV Seite findet man ja unter http://c22.db0xf.de/home-%C3%BCber-uns/club-station/ die gleiche Thematik wieder, die offenbar so traumatisierend ist, dass sie es sogar in die Chronik einer sehr sehenswerten Clubstation geschafft hat.

    Obwohl viele Funkfreunde vor Ort durchaus beachtliche Summe als Clubbeitrag bereit sind zu zahlen, langt das Geld nicht, um sich genau von diesen Clubbeiträgen einen Ort zu schaffen, an dem die Gruppe als Gruppe regalmässig dem Hobby nachgehen kann... AUTSCH! Da passt doch einfach was nicht... vor allem dann, wenn man der festen Ansicht ist, dass Amateurfunk von den lokalen Aktivitäten der OVs lebt und hier die wichtigen Weichen für Nachwuchs und Image gestellt werden.

    Aus meiner Sicht wäre es viel einfacher, einen eigenen Verein mit Zielsetzung: Betrieb einer Clubstation vor Ort zu gründen, in den Verein können dann alle eintreten, die sich für dieses Ziel begeistern können und gut isses.

    Dann ist es auch jedem frei gestellt, ob er auf die gleichzeitige Mitgliedschaft im DARC verzichten möchte und lieber sein knappes Geld in die lokale Vereinsarbeit investiert. Und wem der DARC wichtig ist, der macht eben beides.. aber das man beides machen MUSS finde ich nicht sinnig.

    Es gibt eben auch viele, die sehen keinen Nutzen in gemeinsamen Räumen und Stationen.. daheim hat man ja alles und dazu noch besseres. Für andere (dazu gehöre ich) ist eine Clubstation und die damit verbunden Aktivitäten der Grund, warum man in einen Funkverein eintritt... beide Gruppen in eine Solidaritäsgemeinschaft fest miteinander zu verketten geht auf Dauer gnadenlos schief.. denn was beim Geld noch mit Mühe klappen mag, scheitert spätestens beim Arbeitseinsatz.. vor allem dann, wenn nach getaner Arbeit dann die 'nur Zahler' überraschend aktiv werden.

    Drücke die Daumen, dass es entweder nie 'ROT' wird oder doch irgendwann wieder 'GRÜN' .. denn es ist schade um jeden Clubraum, der verloren geht.

    73 de Olaf

    Hallo Torsten,

    ich habe nicht die geringste Ahnung von der DMR Welt, kann also rein gar nichts zu Deinen fachlichen Frage beitragen, würde Dir aber raten, einfach Dein Ding durch zu ziehen, bis es von der Funktion her Deinen eigenen Anforderungen entspricht und dann damit in die 'breite Öffentlichkeit' zu gehen.

    Wenn es für Dich ist, ist es niemals für die Tonne.. und wenn Du dann Deine Arbeit anderen als Quelloffenes Projekt zur Verfügung stellst, ist es dann auch so weit gediehen, dass die Grundrichtung klar ist und Du Dir jede Art von oft destrucktiver Grundsatzdiskussion ersparen kannst..

    Wer etwas macht, kann nichts falsch machen... und wenn Du Bock auf das Projekt hast, mach es. Und wenn man es schon 'anfassen' kann, finden sich auch weitere Mitstreiter .. und sei es nur, um mal ne Anleitung zu schreiben etc. pp.

    73 de Olaf

    Peter, in gewisser Weise hat ja Dein OV schon einige Punkte für sich gelöst:

    • erst ist groß genug um nicht monthematisch zu werden .. man findet also leichter Gleichgesinnte und natürlich ist es immer gut, wenn man auch mal neben seinem Hauptinteresse sieht, was es sonst noch so im Hobby gibt. In lockerer Runde Fleichkäs zu verputzen ist für einen Amteurfunkverein nur dann ein Problem, wenn das der Schwerpunkt aller Aktivitäten ist.. einfach weil man ist dann Hobbyfleischkäse Esser und so sollte der Verein dann auch heissen ;)
    • Er hat per Förderverein einen Weg gefunden, lokale Aktivitäten in die direkt in die lokale Kasse wirken zu lassen und sich so deutlich weniger abhängig vom Beitragsrückfluß aus Baunatal zu machen. Das ist klar mehr Arbeit aber eben der klassische Weg für Vereine, die steuerlich unbedenkliche Einnahmen generieren möchten / müssen. Gerade bei Mietverträgen von Vereinsräumen oder Überlassung von Material etc. ist es wichtig, als lokaler Verein erkannt zu werden.

    Somit hat Dein OV schon wichtige Schritte unternommen und natürlich kann man damit klar kommen... richtig heikel wird es aber wohl dann, wenn der OV auf die Idee kommen sollte, sein 'Geschäftsfeld' auf andere Artverwandte Hobbies zu erweitern, die nicht direkt Amateurfunk heißen.

    Zur Zeit angesagt sind ja z.B. die Geocacher und die Maker ... und natürlich die Computer Fans... da, wo es noch genug Funkamateure gibt, stellt sich die Frage ja ehe nicht.. aber da, wo der Haufen sehr überschaubar ist und ein Verein überaltert, ist vielleicht der Weg Richtung 'Technik Club' ein gangbarer.. aber ich glaube nicht, dass das die Satzung des DARC her gibt. Ein unabhängiger Verein kann hier selbst anpassen und so flexibel überleben. Ironie dabei ist ja, dass der DARC diese Gruppen schon bedient.. allerdings nur in seinem Shop Angebot... aber in dem Moment, wo ein Maker in einen OV will, weil der eben vor Ort ein Klasse Angebot aufgebaut hat, bekommt der gleich QSL Service, Antenneversicherung und die CQDL mit verkauft... ok, er kann sich ja immer noch vom OVV adoptieren lassen und als Familienmitglied ohne CQDL Zwa... aeh Bezug eintreten ;)

    Das über diese Punkte nicht viel diskutiert wird, ist leider wahr... weil solange es irgendwie im alten Trott noch weiter geht, wird auch so weiter gemacht.. langfristige Planungen werden gerne aufgeschrieben und dann wieder vergessen.. aber das muss ich Dir wirklich nicht erzählen.

    73 de Olaf

    Das schöne an UHF Contesten wie an diesem Weekend ist:Es gibt Tageszeiten, da kann man in Ruhe nochmal über Pressemitteilungen des DARC nachsinnen ;)

    Und wenn man das tut, stößt man spannende Punkte:

    Wir haben im Vorfeld auf vielen Ebenen dafür gekämpft

    WIR steht da... sieh an... die Niederlage hat also auch im DARC viele Väter.. wäre natürlich spannend, wer den erfolglosen Kampf im Vorfeld koordiniert hat .. vielleicht ist hier aber auch die simple Antwort: Niemand...

    „Das werden wir nicht hinnehmen“, so Entsfellner weiter „Wir werden bei der EU-Kommission Beschwerde einreichen und unserer Sorge um den Funkschutz in Deutschland weiterhin Gehör verschaffen“.

    Aha.. das plant man also... sich WEITER Gehör verschaffen.... das klingt nun nicht eben nach einem Schritt vor ein Gericht sind nur nach lautem Jammer in der Lobby.. was -wie man nun gelernt haben könnte - vergleichbar mit dem Geheul des Wolfes Richtung Mond ist... der Wolf hat was gemacht, das Rudel hat es gehört und den Mond kümmert es nicht...

    Wer hier hofft, dass es mehr geben wird, darf ruhig weiter hoffen..

    Richtig fett wird es dann beim Herrn Kootz:

    Wir werden auch prüfen, ob ein nicht mehr sichergestellter Schutz des Kurzwellenempfangs auch eine Einschränkung der nach Artikel 5 GG zugesicherten Informationsfreiheit von der Quelle darstellt. Dann wäre darauf mit einer Verfassungsbeschwerde zu reagieren“, so Kootz.

    Da liest man dann nix mehr von der EU sondern landet im Grundgesetz... bekanntlich die Allzwegwaffe, wenn man nicht mehr weiter weiss.. aber halt, man will erst mal prüfen, ob überhaupt... wobei es dann wirklich spannend wird, ob ein Computer mit störendem PLC Modem nicht genau deswegen weiter beteiben darf, weil es eben die Infomationsfreiheit des Eigentümers durch Zugang ins Internet sichert.. zudem kann der SWL ja auch auf entferne Empangssysteme per Internet zugreifen und so lokalen Kollisionen entgehen... wie hieß noch gleich der Club, der abgesetzte Emfänger per Pro Mitgliedschaft fördert? ...

    Liest sich alles sehr nach heißer Luft und scheint zudem nicht mal abgesprochen zu sein..

    Die QRM Erzeuger sind schon viel zu weit verbreitet, als dass man sie jemals wieder einfangen könnte... und entsprechend werden die Weichen gestellt, um diesen Zustand als 'normal' zu Erklären. Oder glaubt hier jemand wirklich, dass es auf einmal wieder Glühbirnen gibt, nur weil die LED Dinger gerne mal im Äther vor sich rauschen?

    Denn selbst wenn sich jemand um die Störmeldungen kümmern müsste... bei zu hohen Grenzwerten nutzt das rein gar nix...

    Der Zug ist schon lange abgefahren.. thank you for travelling with DARC...

    73 de Olaf

    @pfiffikus

    Deinen Hinweis, bei Bedarf den OV nach den eigenen Interessen zu wählen und ggf. auch zu wechseln, kann ich nur unterstützen... wenn ich es recht erinnere, braucht es beim OV Wechsel nur die 'Freigabe' durch den alten OVV sofern der OV Wechsel nicht Umzugsbedingt erfolgt... aber das sollte in der Praxis eine reine Formsache sein, auch wenn es schon ein wenig aus der Zeit zu sein scheint... aber immerhin gehen da ja nicht Manpower sondern auch Einnahmen verloren...

    Das ein Schnitzel OV durchaus genau das sein kann, was einige OMs suchen, kann ich auch nur bestätigen.. sehe das wie Du, da muss niemand mitmachen, wenn es ihm nicht gefällt und wenn es ihm gefällt ist alles gut.

    Was mich stört: Ein Schnitzel OV könnte ohne weiteres von deutlich geringeren Beiträgen leben ohne auch nur im geringsten darunter zu leiden. Wer sich da wohl fühlt, wird aber mit Standard DARC Beitrag abgeschreckt... obwohl er vielleicht im Sinne des Schnitzel OVs eine echte Ergänzung wäre.

    Die hochradioaktiven OVs bieten oft genug eine teure Infrastruktur, müssen aber mit dem gleichen Geld auskommen obwohl das nicht reicht und oft genug durch Spenden ergänzt werden muss. Wenn man vor Ort sieht, für welches Angebot man Beiträge entrichtet, kann man sich ggf. auch mit höheren Beiträgen anfreunden.

    Peter sprach ja durchaus begründet das Problem an, Gelder von oben nach unten gerecht und zur Zufriedenheit aller fair zu verteilen... die Gießkanne ist da die einfachste aber auch schlechteste Form einer Lösung..

    Noch einfache wäre es allerdings, wenn jeder OV für sich Beiträge festsetzen könnte... was dann auch automatisch die Mitglieder fordert, sich über die eigenen Wünsche an den OV klar zu werden.

    Vieles wäre auch einfacher, wenn OVs mit aktivem Kern deutlich > 10 vorhanden wären... in einem großen OV ist es deutlich einfacher, mehrere Hobbyschwerpunkte zu bedienen.. dann müsste man nicht den OV wechseln sondern nur die Gruppe innerhalb eines OVs wobei hier dann die sonst scharfen Grenzen verwischen... Schnitzel Essen + Hardcore basteln können dann beide bedient werden.. aber das funktioniert bei der Breite unseres Hobbies nur in wirklich großen OVs.

    Wobei wir dann beim beliebten Thema 'Zusammenlegen' von OVs wären, um ggf. wieder eine 'zündfähige' kritsiche Masse an Mitgliedern zu erreichen.

    Je kleiner ein OV ist, desto größer ist die Gefahr einer 'Monokultur' im OV.. wenn 8 von 10 Leute auf dem OV Abend nur KW DX Infos tauschen und kein Interesse an Digital Funk haben oder an SHF wie die beiden restlichen, ist absehbar, dass bald nur noch 8 Leute am OV Abend auftauchen. Das hat nichts mit bewußtem Ausgrenzen oder böser Absicht zu tun, da ist einfach der ungleichmäßigen Verteilung von Interessen geschuldet, die in kleinen OVs keine klenen Grupen erzeugen sondern eben nur Einzelpersonen, die dann keinen gefühlten Vorteil aus einer Mitgliedschaft haben.

    OVs waren ja nie nach Interessen sortiert sondern einfach nur nach lokalem Einzugsgebiet... dieses System war früher auch durchaus Sinnvoll, man half sich vor Ort, hatte direkten Kontakt mit einander und man war deutlich mehr :) Aber die Zeiten haben sich geändert.. die OVs aber nicht.

    Was sehr zu begrüßen ist, sind die Ansätze, OV übergreifend Veranstaltungen und Treffen an zu bieten .. eben themenorientiert ..wobei dann der Schritt, auch Gäste mit einzubeziehen, nur noch ein kleiner ist.

    Aber oh Schreck, welcher OV bekommt dann die Punkte gutgeschrieben, wenn man eine OV übergreifende Konteststation betreibt? Und was steht auf der QSL Karte... und zählt die zum DLD ...

    Vieles ist ebnen viel einfacher, wenn jeder OV einfach nur ein selbstständiger Verein wäre ... der kann dann mit seinem Nachbarverein einfach was machen und beschließen, ohne dafür historische Mauern einreissen zu müssen.

    Am Ende bestimmt das Mitglied, was im OV läuft... aber man tut sich eben deutlich leichter, wenn man als Team mit gleichen Interessen schaffen kann..weil, dafür ist man ja in einem Verein.

    73 de Olaf

    Hölle... eine Beschwerde bei der EU Kommission...

    Schaun wir mal, was das Netz dazu sagt:

    Quelle:http://www.eu-info.de/europa-punkt/r…rde-kommission/

    Beschwerden sind einfach nur ein Kummerkasten, wo jeder was reinwerfen darf... raus kommt da in der Regel wenn überhaupt nur nach vielen Jahren etwas.. und wenn, dann eine Ermahung an das betreffende Land, doch noch mal über die Umsetzung nach zu denken.... und wenn das das immer noch nicht passiert, gibt es im sehr seltenen Fall sogar noch die Option von Strafgeld.... was dann aber meist immer noch nichts bewirkt... siehe Feinstaubproblematik in diversen Großstädten.. und hier handelt es sich völlig unstrittig um glasklare Verstöße..

    Somit hat da jemand wieder laut gebrüllt und macht einfach nur das, was jeder EU Bürger machen kann...( es muss nicht mal betroffen sein...)

    Spannend wäre, ob man das Gesetz auch national auf dem Klageweg angeht.. weil, das ist dann die Arena für echte Helden..

    73 de Olaf

    Georges Ansatz, den DARC zu verlassen und dafür gezielt die Projekte und Gruppen zu unterstützen, die im Rahmen des eigenen Wertesystems diese Unterstützung vierdienen, ist durchaus ein gangbarer Weg.

    Umdenken in großen und trägen Vereinigungen wird regelmäßig durch wirtschaftliche Zwänge wesentlich mehr beflügelt, als durch innere Anstöße... Solange die Wahl heißt: Etwas ändern oder alles so machen, wie man es immer gemacht hat, sind Reformen allenfalls in homöopathischen Dosen zu erwarten. Der Puls der Zeit schlägt im DARC mit mindestens 30 Jahren Verzögerung und wenn man auf etwas reagiert, dann doch nur auf die fehlenden Finanzmittel für ein weiter so ohne Änderung.

    Wenn also etwas Reformen befördert und den DARC durchlässiger für zeitgemässen Umgang mit Mitgliedern macht, dann ist es der Entzug von finanziellen Mitteln.

    Und das die, die noch weiter Einzahlen doch sehr gerne im Detail erfahren möchten, was mit Ihren Beiträgen aktuell geschieht und geschehen soll und in weit sich Planung und Wirklichkeit decken, kann ich sehr gut verstehen. Aussagen wie 'Der Tennisclub wird teurer, also auch der DARC' sind nun mal kein Ersatz für eine ordentliche und transparente Darstellung des Haushaltes.

    Das Argument: Rechnungsprüfer und Finanzamt haben nichts zu beanstanden, also ist alles gut, geht doch am eigentlichen Problem der für das interessierte Mitglied nicht ohne weiteres mehr nachvollziehbare Finanzplanung komplett vorbei. Wie weit 'legal' und 'richtig' auseinander liegen bekommen wir ja täglich von z.B. Steuervermeidungskünstlern vorgeführt..

    Es besteht Einigkeit darin, dass der OV die Basis allen Amateurfunks ist.. hier werden wichtige Weichen für Image, Nachwuchsgewinnung und Ausbildungsstand gestellt, hier entsteht das WIR Gefühl und die so wichige lokale Netzwerkbildung die den Amateurfunk zu einem Teil des Vereinslebens vor Ort werden lässt.

    Ob es da wirklich effektiv ist, dass sehr aktive OVs gebremst und völlig inaktive Konstrukte künstlich am Leben erhalten werden, wage ich zu bezweifeln. Ein Funkverein vor Ort, der ein Clubheim und eine Clubstation biete, Relais betreibt und Workshops anbietet biete nun mal einen deutlich besseren Gegenwert für Beiträge, als ein Schnitzel OV.. aber beide erheben die gleichen Beiträge.... (weil natürlich alle das gleich 'große alles Drin Paket des DARC bieten....was aber viele gar nicht haben wollen)

    Und darum ist der Ansatz: Nicht die Fresse halten und sinnvolles zu unterstützen, langfristig erfolgreich.

    Bleibt nur zu hoffen, dass es den Amateurfunk bis dahin noch gibt...

    73 de Olaf / DL5YBZ

    Entschieden [Anmerkung dl5ybz: über einen Mitgliedsantrag im DARC] wird nicht in Baunatal oder einer Pyramidenspitze, sondern von 24 Distriktvorsitzenden (inklusive P), die noch sehr direkten Draht zu ihren OVV haben (sollten).

    Lieber Peter,

    in Sachen Aufnahme von Mitglieder in den DARC is sowohl Satzung als auch Geschäftsordnung eindeutig:

    Satzung:
    § 5 Aufnahme der ordentlichen Mitglieder
    Die ordentliche Mitgliedschaft ist schriftlich oder online zu beantragen; bei Minderjährigen muss der Antrag
    von dem gesetzlichen Vertreter unterzeichnet sein. Die Aufnahme wird durch den Vorstand beschlossen.

    GO: 1.1.4. Aufnahme
    Die Aufnahme kann zu jedem 1. eines Kalendermonats erfolgen. Über die Aufnahme entscheidet nach
    § 5 der Satzung der Vorstand.

    Der AR hat somit allenfalls sehr indirekten Einfluss durch die Wahl des Vorstandes und sehr konstruiert durch die Kontrollfunktion des Vorstandes. (wobei ja neuerdings der Vorstand lieber die Beschlüsse des AR kassiert)

    Formal kann man sogar einem OV gegen dessen Willen per Onlineantrag an die Geschäftsstelle zugeteilt werden... (das man das nicht machen wird, ergibt sich durch Anwendung des gesunden Menschenverstandes...möchte man nicht riskieren, dass der OV dann gleich einen Rauswurfantrag fassen muss... weil DAS geht dann wohl wieder auf OV Ebene)

    Das Lobbyarbeit Geld kostet wird niemand ernsthafte bestreiten, der jemals Lobbyarbeit gegen andere Interessenverbände hat betreiben müssen... gleiches gilt für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit.. der ja nicht sooo weit weg von der Lobbyarbeit angesiedelt ist. Für die einen ist es rausgeworfen Geld, für die anderen eine notwendige Investition in den Erhalt des Amateurfunks.

    Und damit sind wir dann bei dem vom Peter so forsch angegriffene Image des Amateurfunks in der Öffentlichkeit als Freizeitfunker... da könnte man nun auch Fragen: Wer hat's erfunden?

    Aber das wäre jetzt einen ganz neuen Thread wert.

    Ich teile deine Sicht, dass der Notfunkbereich allenfalls ein kleiner Teilaspekt unserer gesellschaftlich wertvollen Tätigkeit ist...

    73 de Olaf / DL5YBZ

    Hier sollte man vielleicht doch etwas genauer hinschauen und deutlich zwischen OV Ebene und der Nationalen Ebene unterscheiden... im DARC nutzt es gar nix, wenn man bestens mit dem OV klar kommt ...entschieden wird an der Spitze der Pyramide, ob jemand in den Verein eintreten darf oder nicht.... und da kann man dann doch mal kurz in Grübeln kommen, ob das alles so richtig ist.

    Wenn ein OV sagt, jemand passe nicht in den OV, kann ich da durchaus nachvollziehen... ist ja auch nicht ungewöhnlich, dass man sich - sofern die regionale OV Dichte es zulässt - man sich den OV ausguckt, der einem am besten zusagt.

    Das man hier allerdings von ganz oben meint, sich per Veto einbringen zu müssen, wenn der OV kein Problem mit dem neuen / alten Mitglied hat, erschließt sich mir nicht.... wenn es eine 'Gefahr' geben sollte, so wird sie im OV erkannt werden und nur hier kann man auch ein faires 'Kosten / Nutzen' Verhältnis bei 'unbequemen' Mitgliedern erstellen. Wobei..es soll ja auch schon unbequeme OVs und sogar Distrikte geben..

    Wenn jemand ein Veto Recht hat, dann doch der OV vor Ort.. aber auch hier lernt man schnell, das ein OV eben kein eigenständiger Verein ist.

    Wg eines lahmen OVs muss man nicht aus dem DARC austreten, da kann man auch erst mal den OV wechseln... weil.. sich dem Amateurfunk verbundene fühlende OVs findet man - wie Hermann passend schildert - durchaus noch ... das Elend schlägt da zu, wo man sich eine nationale Vertretung seiner eigenen Interessen wünscht, diese aber in Baunatal nicht findet...

    Es stimmt: gefunkt wird im OV .. aber das das noch weiter möglich ist, dafür sollte ein effektiver Dachverband sorgen.. und wenn der schwächelt, oder deutlich andere als meine Interessen vertritt, dann wird es schwer... weil gute OV Arbeit weiter zu unterstützen ohne schlechte Verbandsarbeit zu finanzieren ist ein nahezu unlösbares Problem.

    73 de Olaf / DL5YBZ

    Na ja.. also das beim letzten Treffen vom RTA eingebrachte Argument, dass es eigentlich so gut wie überhaupt keine Probleme mit Bearbeitung von Störmeldungen seitens der Netzagentur gäbe, wurde doch sehr dankbar aufgenommen....

    Wirklich klasse fand ich ja das Argument des Grünen Redners, der sehr genau über den Halogenlampen Fall informiert schien.... und daraus messerscharf schloss, dass das Ansinnen von Funkamateuren auch vor Gericht kein Bestand habe.

    Da kann man dann nur sagen.. DANKE DARC für diese wirklich gelungene Lobbyarbeit, die durchaus Wirkung gezeigt hat.. allerdings nicht im Sinne der meisten Funkamateure.

    Das Argument: Es gibt da ja gar kein Problem, weil es gibt nur wenige Störmeldungen, war so absehbar...das man dem auch noch vom RTA aus zustimmt, ohne auf die eben in der aktuellen Rechtslage begründeten Aussichtslosigkeit einer Meldung hin zu weisen, ist schon heftig.

    Kann natürlich sein, dass die Redner, von denen jeder auf die Funkamateure einging, einfach nur alles in ihrem Sinne verdreht haben... aber genau das zu vermeiden ist Maßstab für eine erfolgreiche Lobbyarbeit.

    In dem Sinne Glückwunsch nach Baunatal... und wenn man da zugehört hat, nimmt man hoffentlich die Anregung eines Redners nun endlich auf und steigt den Politikern mal so 'richtig auf's Dach'.. immerhin sind bald Wahlen.. die beste Zeit, um ein paar Wähler mehr in die Waagschale der Interessen zu werfen statt weiter Kuschelkurs zu fahren.

    73 de Olaf / DL5YBZ