DTMF - Töne

  • Hallo,

    wie kann man die Empfindlichkeit und die Frequenztoleranz bei DTMF - Tönen zu ändern.
    Folgendes Problem:

    Wenn auf dem Repeater ein QSO läuft, werden manche Stimmen auch als DTMF - Töne erkannt. Ist zwar nur bei manchen OM's aber es kommt dann immer eine Ansage: .. Befehl nicht gefunden. Dazu muss ich sagen, daß wir auf dem Repeater die Eingabe von DTMF ohne # zum Abschluss eingestellt haben.

    Das zweite Problem ist, daß die Funkgeräte, unter anderem mein eigenes Yaesu (also kein China - Gerät), keine suberen DTMF - Töne erzeugt. Ich hab bei meinem Simplex - Link die Toleranzschwelle in der Windows - Software auf 5% eingestellt, dann werden die Töner erkannt, egal welches Gerät ich benutze. In Svxlink habe ich keine Einstellung gefunden oder wo man so etwas einstellen kann.

    Danke erst mal

    73 Manfred

  • Es wäre vielleicht ganz gut, deine SVX-Link-Hardware-Plattform zu nennen (Raspberry, Alix, Futro, etc)

    Probleme mit der DTMF-Dekodierung können auftreten, wenn der AD-Wandler übersteuert oder der Frequenzgang des Empängers nicht glatt ist, was zu einem "Twist" (Pegelunterschied) zwischen der unteren und oberen Tongruppe führt.
    Das kann z.B. passieren, wenn man einen Packet-Empfänger ohne Demphasis verwendet und dann die Deemphasis in der SVX-Link Software nicht aktiviert ist.
    Der AD-Wandler kann bereits übersteuern, obwohl die NF noch gut klingt. Eine Übersteuerung führt zu intermodulationen zwischen der unteren und oberen DTMF Tongruppe, was die Dekodierung beeinträchtigt.
    Im Zweifelsfall mal den Eingangs-NF-Pegel in der Hardware halbieren und mit dem AlsaMixer ausgleichen. Wenn der Alsmixer-Aufnahmeregler kleiner 25 steht ist das bereits ein Indiz für zu hohe Eingangspegel an der Soundkarte.

    Das weiteren habe ich gelesen, das manche Soundkarten Probleme mit bestimmten Sampleraten haben, so dass man sie umkonfigurieren muss.

    Meines Wissens nach gibt es nicht viele Einstellmöglichkeiten für den DTMF-Dekoder in den Config-Skripten, sondern man muß bei Sonderwünschen den C-Code anpassen.
    Die wenigen verfügbaren Einstellungen sind in der SVXLINK.CONF ,wo man den akzeptierten "Twist" einstellen kann, sowie die "Hangtime", welche die notwendigen Pausen beim Empfang zweier gleicher Zeichen spezifiziert..

    siehe auch den Beitrag on SM0SVX hier => http://svxlink.996268.n3.nabble.com/simulate-DTMF-…mon-td2906.html

    Von einem anderen Relaisverantwortlichen wurde mir gesagt, der integrierte Dekoder sei generell nicht so gut, wie ein externer Hardware-Dekoder, z.B. von einem Echolink-Controller,der über die Serielle Schnittstelle angeschlossen werden kann.

    73
    Volker

  • Hallo,

    erst mal schönen Dank für Deine Informationen. Das mit den DTMF - Tönen hat sich anscheinend erledigt, weil wir noch ein Problem mit Packet hatten was auch über das Hamnet läuft. Seit der Fehler behoben wurde, funktioniert das.
    Zu der Hardware ist folgendes zu sagen, es ist ein Alix mit einer externen Schnittstelle für RS232, weil die interne ja nicht richtig funktioniert, sowie ein Schnittstellenmodul von Landolt und als Funkgeräte sind das 2 Motorola Betriebsfunkgeräte die umprogrammiert sind.

    Trotzdem Danke

    73 Manfred

  • Hallo,

    Quote

    Von einem anderen Relaisverantwortlichen wurde mir gesagt, der integrierte Dekoder sei generell nicht so gut, wie ein externer Hardware-Dekoder, z.B. von einem Echolink-Controller,der über die Serielle Schnittstelle angeschlossen werden kann.

    Das kann ich so nicht bestätigen, ich habe bei einem Hardware-DTMF-Dekoder (München) auch Fehlerkennungen. Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach die extrem unterschiedlichen Funkgeräte (teilweise >35Jahre alt) mit unterschiedlichen Hubeinstellungen von 25kHz breiten Signalen bis hin zu NFM und Anpassungen des DTMF-Gebers an den TX. Teilweise kann man schon beim bloßen Hören einiger DTMF-Töne erkennen, dass es nicht zu dekodieren ist weil übersteuert. Das Problem kann man auch mit der besten Software nicht ohne weiteres lösen.

    73's de Adi, DL1HRC