Frage zu Preemphasis und Deemphasis (on/off oder "dB" ?)

  • Hallo !

    Eine Frage zur Preemphasis/Deemphasis- Einstellung in der "svxlink.conf "

    Ich würde gerne die Höhen der RX1-Eingabe absenken (klingt dünn und hell)

    Ich finde in verschiedenen, im Internet kursierenden "SVX-Link-Manuals" entweder keine, oder widersprüchliche Angaben über die erlaubten Argumente für "Deemphasis" und "Premphasis". (Ebenso ist mir nicht klar, welchen SVX-Link-Softwarestand die verschiedenen Anleitungen beschreiben)

    In einer englischen Anleitung auf Sourceforge fand ich " 0","1" für off/on ( "on" = 6dB/Oktave?)
    In einer deutschsprachigen Anleitung (SVXlink.de ?) stand, das Argument spezifiziert die Anhebung/Absenkung "in dB" (das wäre schön, weil flexibler)

    Beim Herumprobieren (ob die Angabe in "dB" ist ,oder "on/off"), habe ich nun festgestellt, daß sich an der Modulation subjektiv garnichts verändert, egal was ich einstelle (z.B. 0...1...6..12 , gefolgt von reboot).

    Ich werwende z.Z einen Futro-A250 mit SW Version: v0.13.99.15 (Sep 2 2012) Copyright (C) 2011 Tobias Blomberg / SM0SVX
    (Image kopiert von einem anderen Relaisbetreiber, der Preemphasis/Deemphasis =0 eingestellt hatte, eigene Linux-Kenntnisse= Anfänger)

    In einem Forum fand ich den Hinweis, daß Preemphasis/Deemphasis nur mit 8k sample-rate funktionieren.
    Main aktuelles Image benötigt 8k-WAVE dateien. Ist das gleichbedeutend mit der Sample-Rate der DSP Algortihmen ?

    73 + Danke an das SVX-Link team für die grossartige Software !!

    Volker (DL1EGF)

  • Moin Mathias,

    Danke für die Antwort.

    Nachdem ich nun sicher war ,das "1" richtig sein muß, habe ich weiter Ursachenforschung betrieben und beim Herumspielen mit "Alsamixer" festgestellt, daß offenbar der AD-Wandler des Futro übersteuert wurde .
    Mein Empfänger lieferte 0,3V rms (ca 1Vpp) bei 3,5kHz Hub, bei Rauschempfang sogar bis zu 3 Vpp.

    Laut meinen Versuchen darf der Eingangspegel offenbar nicht größer als ca 0,8Vpp sein (inklusive Rauschspitzen bei verrauschten Signalen !), sonst übersteuert der Eingang.
    Ich habe jetzt den Eingangspegel bei Rauschempfang auf 0,5Vpp runtergedreht, dafür den Alsamixer Eingang rauf und nun ist das Audio besser und es gehen auch die CTCSS und DTMF Erkennung spürbar zuverlässiger.

    Ein Problem habe ich jetzt noch beim DTMF:
    Wenn man zwei gleiche Ziffern hintereinander eingibt (z.B. 5775), wird die Doppelziffer unterschlagen (es wird nur 575 erkannt) .
    Man muß unanständig lange Pausen lassen (>0,5...0,7 Sekunden) , damit doppelte Ziffern erkannt werden. Das finde ich lästig und für die Nutzer unzumutbar.
    Ist das normal, bzw gibt es da eine Lösung ?

    73
    Volker

  • Moin,

    wie hast du die 0,5Vpp eingemessen?
    Da muss ich auch noch bei.
    Zum DTMF:
    DTMF_HANGTIME
    This configuration variable can be used if the DTMF decoder is too quick to indicate digit idle. That does not matter at high signal strengths but for weaker signals and mobile flutter it's not good at all. Each DTMF digit will be detected multiple times. Using this configuration variable, the time (ms) a tone must be missing to be indicated as off can be extended. Setting this value too high will cause the decoder to be a bit sluggish and it might consider two digits as one. The hang time only affect consecutive digits of the same value (e.g. 1 1). If a detected digit differs from the previously detected digit (e.g 1 2), the hang time is immediately canceled and the detected digit is considered as a new one. A good default value is 50-100ms.

    73 Mathias

  • Danke für den Hinweis auf die DTMF Hangtime.
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil :oops:

    Die 0,5Vpp habe ich mit meinem Oszi gemessen, direkt am Stecker der NF Eingangsbuchse.
    Den Begrenzungspunkt habe ich folgendermassen festgestellt:

    Alsa Mixer Eingang auf 30%, dann Alsa-Mixer-Ausgang runter auf <100mV Ausgangspegel, so dass mit Sicherheit nichts in der digitalen Signalverarbeitung klippen kann.

    Dann Sinus (400Hz..800Hz) in den Eingang speisen.
    Bei höheren Frequenzen besteht die Gefahr, daß der TX Tiefpass die 3. Harmonische bereits kappt, dann kann man einepotentielle Begrenzung durch den AD-Wandler nicht erkennen.
    Bei tieferen Frequenzen könnte bereits der Subton-Hochpass zuschlagen.

    Dann NF Eingangspegel mit Poti verstellen, bis das Signal sinusförmig ist und keine apgeplatteten Spitzen zeigt.
    Bei meinem Image war das bei 0,8Vpp der Fall.
    Etwas Sicherheitsabstand .... ich habe den Worst case Fall angenommen => kein Einganssignal, offene Rauschsperre, Rauschspitzen sollten >0,5Vpp nicht übersteigen.
    Danach dann Alsamixer Ausgangspegel mit Echolink Eingangssignal oder Sprach-Files "kalibrieren"
    Dann Alsmixer Eingang so einstellen, daß auch der eigene RX ohne wesentliche Verstärkung an der Ausgabe rauskommt.

    Übrigens habe ich noch eine Unschönheit am Futro Ausgang festgestellt.
    Wenn man 1nF oder mehr kapazitive Last an den Ausgang legt, fängt dieser an bei einigen hundert kHz zu schwingen, und zwar mit mehreren Volt Amplitude. Dagegen ist das Nutzsingal geradezu "winzig".
    Bei mir war ein 3,3nF DUKO am NF-Eingang der Sende-Baugruppe schuld.
    Abhilfe bringt ein Serienwiderstand in der Ausgangsleitung von >220 Ohm ..

    73
    Volker