Europäischen Registrierungsserver

  • Hallo zusammen,

    ich habe da eine Idee, weil die Leute über dem großen Teich ein wenig am Rad drehen. Wäre es nicht eine gute Sache, wenn ein Europäisches System entstehen würde?
    Der Grund ist folgender:

    Vor einem Jahr habe ich eine Anfrage bei Echolink.org gestellt wegen der Registrierung einer Konferenz. Die Antwort war, daß die Kapazität erreicht wäre und keine anderen Konferenzen mehr registriert werden. Ich sollte mir ein Rufzeichen registrieren und damit die Konferenzsoftware nutzen. Tolle Aussage dachte ich mir, kein Problem, Mein Bekannter ist auch Amateurfunker und von dem bekomme ich sowieso meinen Webspaceund alles was ich brauche, also richten wir in einem Rechenzentrum, mit schneller Anbindung einen Konferenzserver ein. Das lief auch seit einem Jahrund plötzlich letzte Woche geht nichts mehr. Erst nach vielem suchen, ich dachte der Server ist defekt, aber dem war nicht so, stellte ich fest, daß die einfach die Registrierung gelöscht haben, ohne vorher was anzukündigen. Als ich dann nachgefragt habe, wurde mir mitgeteilt, daß ich eine Konferenz betrieben hätte ohne Ihre Genehmigung, komisch oder? Jetzt hab ich versucht mit den Leuten Kontakt aufzunehmen und bekomme einfach keine Antworten mehr. Es ist ja nicht nur meine Konferenz die gelöscht wurde, sondern auch die Intermar, die das ja schon seit Jahren macht und einie andere. So sollte man eigentlich nicht unter Amateurfunkern miteinander umgehen.

    Jetzt zu meinem Vorschlag:

    Ich bin zwar nicht der große Computerguru, aber es wäre doch bestimmt machbar, daß man einen eigenen, Europaweiten Registrierungsserver aufbaut, wenn die sich so anstellen. So weit ich das überblicke, ist es doch nur ein Tool was auf deren Rechner läuft, was die Rufzeichen abgleicht, ob die berechtigt sind, Echolink zu machen. Die Svxlink - Software hat ja im Grunde mit deren Rechner nichts zu schaffen, ausser abzufragen welche Staionen online sind und hinzumelden daß der Link oder Repeater online ist. Die Frage geht halt an die Computerfreaks, wäre so etwas machbar und was braucht man dazu?

    73 Manfred

    PS.: die Konferenz steht zwar hier noch, ist aber im Moment nicht aktiv.

  • Hi Manfred,

    vielen Dank für Deinen Beitrag, ich denke es ist ein wichtges Thema, das Du hier anspricht. Ich habe auch schon von einem derartigen Verhalten (nicht nur einmal) gehört. Im Prinzip sind wir SvxLink-User ja auch nur geduldet, wer weiß wie lange das noch geht. Was wohl nicht sehr lange Bestand haben wird ist die Anmeldedaten auszulesen und für einen eigenen Dienst zu nutzen, das werden sie ganz schnell beenden.
    Auch ist das klassische EL-Protokoll schon ziemlich in die Jahre gekommen, z.B. sollten Mehrfachanmeldungen (ein Call für 2m, 70cm, 23cm-Relais unabhängig voneinander) möglich sein.
    Das läßt sich zwar Dank OpenSource in SvxLink integrieren, schließt aber dann die anderen Windows-Echolink-User aus.

    Ich habe leider keine Lösung für das Problem, nur ein paar Ideen.
    Auch bin ich nicht so der Typ, der eine zentrale Administration von 1-2 Leuten für mehrere 50 oder 100 Relais befürwortet. So was kann ganz schnell mal nach hinten losgehen wenn die Admins sich selbst als für zu wichtig erachten und per Mausklick vollendete Tatsachen schaffen. Deshalb wollte ich von Anfang an bei meinen kleinen unbedeutenden Basteleien, dass die Leute selbst entscheiden können ob Sie einen bereitgestellten Dienst nutzen oder sich selbst etwas aufbauen wollen (svxserver).
    Wenn man dann noch einen Connector schafft und diese miteinander zu verbinden könnte es mal ein ganz anderer Ansatz sein.
    Aber so weit ist es noch nicht und ich bin auch nicht der große RTP-Experte und es wird definitiv 'ne ganze Weile dauern bis da was stabil läuft.

    vy 73's de Adi, DL1HRC

  • Hallo Adi,

    was ich mitlerweile festgestellt hab und auch aus Übersee bestätigt bekommen habe, ist, daß die Betreiber sogar wissen welche Software man für seinen Echolink benutzt. Ich habe nämlich direkt geschrieben bekommen, daß ich die Software Cqinet für den Server laufen hatte. Also lesen die alles aus und werten das auch aus. Da ja der Jonathan die Software entwickelt hat und selbst eine Echolinksoftware vertreibt, könnte es wirklich irgendwann zu dem großen Knall kommen, daß alle, die keie Software von ihm benutzen einfach deregistriert werden. Das wäre das gleiche was schon bei D-Star passiert ist, da hat man sich dann auch daran gemacht ein eigenes freies und unabhängiges System aufzubauen und anschliessend angeboten das mitteinander zu verbinden.
    Aber vielleicht gibt es ja noch andere, die eine Idee hätten wie man das auf die Reihe bringen könnte, denn es kann nicht angehen, daß man mit allem von denen abhängig ist. Ausserdem haben viele noch gar nicht gemerkt, daß ihre Konferenzen nicht mehr laufen, sondern denken noch, daß es ein technischer Defekt ist und in den nächsten Tagen das wieder läuft, daß sind meine Erfahrungen nach ein paar Telefonaten.

    73 Manfred

  • Hallo...

    Ja die gleiche Idee habe ich auch schon gehabt weg vom Echolink....

    Wir haben hier folgende Idee:

    SvxServer mit mehrern Verbindungen aufbauen so eine art (Raume)
    dann währe es möglich gewisse Relais miteinander zu verbinden und wieder zu trennen.(Zur Zeit im Aufbau)

    Nur weis ich nicht wann die Grenze des Rechners und der DSL-Leitung erricht ist.

    Andere Möglichkeit währe einen eigenen Echolink Server aufstellen für DL die Protokolle sind ja vorhanden leider nur veraltet.

    Wir haben hier auch festgestellt das Relais die über SvxServer verbunden sind eine viel bessere Audio Qualität haben als über Echolink, man merkt nicht das die Relais übers Internet verbunden sind.

    73 DO7SK-Sven
    http://www.DM0MAX.de

  • Hallo,

    na ja, OPUS ist da nicht so bandbreitehungrig. Allerdigs wäre ein Anmedeserver mit "dicker" Anbindung sicher besser. Kommt einfach auf die Anzahl der Nutzer an. Eventuell macht ein Streamingserver ab einer gewissen Anzahl mehr Sinn.

    Quote

    SvxServer mit mehrern Verbindungen aufbauen so eine art (Raume)

    Das will ich auch einbauen, momentan bin ich aber noch auf der Suche nach dem blöden Segfault. Das hat erst einmal Priorität.

    Quote

    Wir haben hier auch festgestellt das Relais die über SvxServer verbunden sind eine viel bessere Audio Qualität haben als über Echolink, man merkt nicht das die Relais übers Internet verbunden sind.

    Das liegt an dem verwendeten Codec (OPUS), der einfach im Vergleich zum EchoLink-Codec (GSM) um Welten besser ist. Prinzipiell kannst Du auch RAW oder S16 nutzen (bei höherer Bandbreite) und die Qualität wird noch mal besser.
    Das sind auch solche Sachen, die ich bei OpenSource Projekten gut finde, man ist ncht an die Vorgaben der Entwickler gebunden, sondern kann nach Herzenslust experimentieren. Bei extrem "dünnen" Anbindungen wäre auch eine Codec2-Implementierung in SvxLink denkbar, ist alles keine Hexerei.

    vy 73's de Adi, DL1HRC

  • Hi....

    Und wie währe das Wenn man SvxLink einen eigenen Dienst verschafft.

    So das sich jedes SvxLink mit jedem SvxLink verbinden kann und die Verbindungen Direcklaufen dann brauchte man nur einen Server der auf den AliasNamen die ip und Port rausgibt und die dan SvxLink in eine variabel schreibt in eine Neu Logic.

    und dan ähnlich dem Linking.

    73 DO7SK -Sven
    http://www.DM0MAX.de

  • Hm, ich denke nicht, dass es günstig ist, dass sich jedes SvxLink mit jedem verbinden kann. Gerade bei der präferierten Hardware wie Raspi und der begrenzten Bandbeite an einem DSL-Anschluß wird das sicher nicht gut funktionieren.
    Ich würde schon irgendwie auf einer verteilten Serverarchitektur aufsetzen an denen sich die Nodes anmelden können. Diese einzelnen SvxServer tauschen untereinander die Anmeldedaten aus, so dass alle up-to-date sind. Des weiteren werden den anmeldenden Stationen gleichzeitig die IP-Daten von wenigstens zwei weiteren Stationen übergeben, so dass die SvxLink-Nodes im Problemfall sofort zu anderen Servern Verbindung aufnehmen können.
    Für den einzelnen SvxLink-Node hätte das den Vorteil, jeweils nur mit einem Server verbunden sein zu müssen, erst wenn dieser wegbricht, erfolgt die Umschaltung. Eventuell kann man ja über ein kleines Redundanzkonzept nachdenken, bei dem der Audiostream sofort auf den standby-Server umgeleitet wird.
    Du siehst, ich habe mir schon ein paar Gedanken gemacht ;) Allerdings wollte ich erst mal eine Lösung auf einfache Art und Weise, bei der die Kompatibilität noch gewährleistet ist. Es macht momentan keinen Unterschied ob sich über den SvxServer zwei SvxLink-Nodes verbinden oder ob noch ein RemoteTrx angeschlossen ist. Alles weitere wird dann sicherlich eine Erweiterung sein, die dann nicht mehr mit Standard-Installationen gehen wird.

    vy 73's de Adi, DL1HRC

  • Hallo zusammen,

    ich folge Eurer Diskussion schon seit einiger Zeit und möchte auch meine Gedanken dazu zum Besten geben:

    Das Echolink-System ist etabliert, bezieht sich aber schon seit langer Zeit nicht mehr nur auf Windows. Es gibt APPS für IOS und Android, mit allen Fußangeln. Sollte man Seitens Echolink als anfangen, SvxLink auszugrenzen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann auf die mobilen Apps verschwinden.

    Wir sollten aber einen wichtigen Faktor nicht aus den Augen lassen: Obwohl Echolink etabliert ist, so wurde in den letzten Jahren überhaupt nichts mehr in Punkto Entwicklung seitens Echolink gemacht. Look-and-Feel gleichen eher Windows 97 als einem modernen System, andere Betriebssysteme bleiben seitens der Entwickler außen vor. Klar dass sich andere kluge Köpfe auch Gedanken zum System machen.

    Eine reine SvxLink-Entwicklung für ein neues System sehe ich leider genauso als Sackgasse an, wie alle neuen digitalen Betriebsarten á la MotoBro, Hytera-DMR, etc.
    Es wird einfach eine Insel-Lösung entwickelt, die nicht die breite Masse begeistern wird. Dies ist zwar Echolink gelungen, allerdings auf einem technischen Stand, der leider schon wieder veraltet ist.

    Daher mal eine fast kätzerische Frage:

    Gibt es nirgendwo im Code von SvxLink eine Stelle, in der ich Echolink einfach vorgaukle, dass ich Windows verwende? Wenn die Betreiber von Echolink keinen Überblick mehr haben, welches System verwendet wird, dann ist der Ausschluss umso schwieriger ...

    Meine 2 Cent zum Thema.

    vy73 de Wilm,
    DL4OCH

  • Hi Wilm,

    danke für Deinen Beitrag. Gleich vorweg, es liegt mir fern irgendwas zu bauen, was andere ausschließt (im Gegensatz zu manch anderen Entwicklungen im Amateurfunk). Das EchoLink-Modul kann doch weiterhin betrieben werden, so lange es halt geht und das von anderen toleriert wird.
    Ich frage mich aber auch warum man krampfhaft an einem veralteten Stand festhalten sollte und damit die Entwicklung anzuhalten ohne mal nach links, rechts oder vor allen nach vorne zu schauen. Was steht dagegen so etwas wie den svxserver weiter zu entwickeln um die Vernetzung etwas dynamischer und flexibler zu machen? Es kann doch beides parallel laufen, möglicherweise auch mit Schnittstellen zu anderen Systemen.

    Quote

    Gibt es nirgendwo im Code von SvxLink eine Stelle, in der ich Echolink einfach vorgaukle, dass ich Windows verwende? Wenn die Betreiber von Echolink keinen Überblick mehr haben, welches System verwendet wird, dann ist der Ausschluss umso schwieriger ...

    Das wird so einfach nicht gehen, das Protokoll wurde durch reverse engineering analysiert, leider unterscheidet sich die Implementierung in SvxLink ein wenig vom Original weil offensichtlich nicht alle Parameter und deren Verhalten ermittelt werden konnten. So lange es keine gute _offene_ API dafür gibt wird sich das leider auch nicht ändern.
    Auch weiß ich nicht recht, warum ich nicht dazu stehen sollte ein meiner Meinung nach besseres System einzusetzen und das beispielsweise durch den Hinweis im comment "[svx]" kenntlich zu machen. Leider führt das häufig nicht dazu, dass Entwickler und Admins mal ein bisschen Selbstreflexion betreiben und darüber nachdenken, wie man die eigene Variante verbessern kann sondern dazu, dass diese einschnappen. So ein kleines bisschen Toleranz und von anderen Lernen hat eigentlich noch nie geschadet, oder?
    Aber grundsätzlich glaube ich nicht daran, dass sich da grundsätzlich was ändern wird, siehe solche Entwicklungen wie z.B. WIRES....ist alles ziemlich traurig.

    vy 73s de Adi, DL1HRC

  • Hallo Adi,

    Du sprichst mir aus der Seele, aber eigentlich drehen wir uns doch jeden Tag aufs neue im Kreis ...

    Echolink ist aufgrund der verwendeten Codecs eigentlich total veraltet. Wir können, da wir Echolink eigentlich nur als Registrar-Server verwenden und die Verbindung P2P ist, auf andere Codecs umschalten. Das bringt uns zwischen den Relais einen wesentlichen Vorteil.
    Wie Echolink entwickelt wurde, ist mir umbekannt. Nur scheint mit dem Abschluss der Entwicklung auch das Projekt beendet worden sein. Es gibt keine Weiterentwicklung mehr.

    Natürlich kann ich auf der einen Seite die Entwickler verstehen, die ihr "Baby" weiter am Leben halten wollen, auf der anderen Seite verstehe ich es auch nicht, warum Echolink nicht endlich offen gelegt wird. Wir hätten heute sicherlich eine Vielzahl von Anwendungen, die Echolink weiter entwickelt hätten. SvxLink geht zumindest in Punkto Codec diesen Weg.

    Ich sehe, analog zu WIRES, einfach das Problem, dass egal was man auch entwickelt, es heute keine echte Chance mehr hat, den "Mainstream" zu erreichen. Da werden wir wohl, gerade im Amateurfunk, weiter auf Veraltetes, aber bewährtes zurückgreifen müssen. Gefallen wird uns das nicht, aber wir werden wohl nie den "Nerv" des Funkamateurs treffen. Denn dafür sind wir wohl alle zu alt, zu altbacken und manchmal, wenn schon Technik-Affin, nicht weitsichtig genug.

    Dein Ansatz mit einem eigenen "VoIP" / "Registrar" - Server ist schon der richtige Weg. Vielleicht bringt das SvxLink mehr nach vorne, als wir uns alle das vorstellen. Wer hätte denn vor 5 Jahren geglaubt, dass man mit einem 30 Euro Computer ein komplettes Relais komplex steuern kann? Wohl keiner...

    Das war mein Wort zum Samstag...

    Liebe Grüße es vy73 de Wilm,
    DL4OCH

  • Hallo,

    jetzt muss ich meinen Senf auch noch dazugeben ;)
    Ich hatte gar nicht die Vermutung, daß es doch auf so viel Interesse stösst das ganze mal anzusprechen. Was mir an dem jetzigen Registrierungsserver aufstösst und weshalb ich den Beitrag angefangen hab ist ja doch folgendes Problem:
    Das Echolink - System wurde von Jonathan K1FRD geschrieben und als kommerzielle Lizenz aufgebaut. Es gibt aber keine Möglichkeit an die Software zu kommen, da der Ersteller der Software und die Firma eigentlich eins sind. Für D-Star gab es ja das gleiche Problem, daß die Codes nicht öffetlich waren und erst, als man anfing das ganze auf eine andere Basis zu stellen wurden die Spezies hellhöhrig und sahen ihre Felle davonschwimmen. Bei Echolink ist es ja, obwohl schon etwas älter, das gleiche, daß man sich einfach diktieren lässt und abhängig von einzelnen Entwicklern, was da passiert. Ich habe auch mit dem DARC und einigen anderen Telefonate geführt und festgestellt, daß selbst User aus dem näheren Umfeld des Entwicklers überrascht waren über die Handhabung von den Registrierungs und Deregistrierungsmethoden. Meine letzte Info von Jonathan war, daß in der nächsten Zeit die Provacie Policie geändert werden soll, so daß man erst mal abwarten muss was dann mit den Links, Repeatern und Konferenzen passiert. Da ja von Jonathan selbst eine Software auf Windows basierend kommerziell vertrieben wird, wäre es schon denkbar, daß da in der nächsten Zeit noch mehr passiert. Es wäre natürlich fatal, wenn dann einfach die Links und Repeater mit Svx oder auch Echoproducer, oder die anderen die noch frei verfügbar sind, ausgeschlossen würden. Ich will hier keine Schwarzmalerei betreiben aber es sieht ganz so aus als wenn da irgendwas in die Richtung geht um mehr Geld zu verdienen.
    Was ich eigentlich bezwecken wollte, ist halt mal so etwas wie den Registrierungsserver der In USA steht und auch von Jonathan vermutlich betrieben wird, einfach für den Europaweiten Raum einzurichten und dann mal den Vorschlag machen, daß man das mit dem anderen Server zusammenführt. Also nicht ein komplett neues System, dafür gibt es zu viele digitale Systeme, sondern nur daß man nicht einfach mal abgeschaltet wird, weil die Software nicht die richtige ist. Ausserdem ist es eigentlich nicht im Sinne von Amateurfunk, wenn die Systeme nicht offen sind und die Software nicht frei zugänglich wie der Registrierungsserver z.B.

    Das war mein kleiner Beitrag noch zu Freiheit im Amateurfunk

    73 Manfred

  • Hi alle,

    ACK in (fast) allen Punkten. Mal schauen wohin das führt, ein gutes Gefühl habe ich jedenfalls nicht. Prinzipiell wäre es möglich anhand der Clients und des bisher bekannten Protokolls eine Serverapp zu bauen....wer soll das aber machen?
    Aber vielleicht sollten wir uns wirklich langsam mal auf eigene Stärken konzentrieren und nicht alles vollkommen kritiklos akzeptieren was da so über'n großen Teich herüberschwappt....

    vy 73's de Adi, DL1HRC

  • Hallo zusammen,

    schön wäre es, wenn es ein offenes und möglichst dezentrales System geben würde. Offen, damit jeder Entwickler selbst eine Anwendung dafür schreiben kann. Und dezentral, damit das System möglichst nicht vom Wohlwollen eines einzigen Sysops bzw. einer Betreibergruppe abhängig ist.

    Vielleicht kann man das damit erreichen, indem man mehrere Registrierungsserver miteinander vernetzt (so wie es weiter oben ja auch schon beschrieben wurde). Und jeder der mag, kann dann im Prinzip einen eigenen Registrierungsserver aufsetzen und betreiben. Hat ein Sysop keine Lust mehr und schaltet daraufhin seinen Server ab, trägt man - falls es keine Automatik gibt - einfach einen anderen Server ein und es geht weiter ...

    Wenn man den Zugriff auf die Registrierungsserver z.B. "nur" über das HAMNET zugänglich macht, könnte man vielleicht sogar den lästigen und aufwändigen Validierungsvorgang (also die manuelle Prüfung, ob man wirklich Funkamateur ist) einsparen. Denn jeder Teilnehmer, der Zugang zum HAMNET hat, ist lizensiert (oder Schwarzfunker, hi).

    Man könnte sogar die zentrale Vergabe/Verwaltung von Node-Nummern einsparen, wenn man ein System ähnlich wie beim VoIP-Netzwerk im HAMNET verwendet. Dort werden die Rufnummern direkt vom jeweiligen Rufzeichen abgeleitet (siehe hier). Ich meine mich zu erinnern, dass es dies bei EchoLink so oder so ähnlich auch gab oder sogar noch gibt.

    Die Bedienung könnte man an EchoLink anlehnen, damit sich die User nicht allzu sehr umgewöhnen müssen. Ein Nachteil der ganzen Sache wird aber wohl sein, dass man nicht so ohne weiteres Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Systemen aufbauen kann. Aber das ist bei EchoLink und IRLP ja ähnlich. Es sei denn, man geht über einen SvxLink-Knoten, der dann vielleicht alle Systeme bedienen kann ...

    Dies sind aber nur ein paar ganz grobe, völlig unausgegorene und vielleicht auch recht wirre Ideen ;-). Es muss sich vor allem erst einmal jemand finden, der das auch umsetzen kann und möchte. Und genau das wird wohl nicht ganz einfach werden. Zudem kostet es sehr viel Engagement, Zeit und Mühe.

    Trotzdem denke ich, dass gerade SvxLink dafür eine Menge Potenzial bietet. Und die Minirechner wie Raspberry und Co. werden SvxLink bestimmt noch einen kräftigen Schub nach vorn geben. Denn nie war es so einfach und auch preiswert, einen Link, Repeater oder einen lokalen HotSpot zu realisieren.

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Hallo zusammen,

    das ganze Problem zum besseren Verständnis - auch für mich ;) - noch einmal kurz zusammengefasst:

    - EchoLink ist ein privat betriebenes System
    - Alle EchoLink Benutzer sind Gast auf diesem System
    - Die Server dürfen nur mit der EchoLink-Software benutzt werden
    - Die Verwendung "fremder" Software bedarf einer besonderen Erlaubnis

    Diese Punkte habe ich den "Access Policies" des EchoLink-Systems entnommen (siehe hier).

    Wenn also der Hausherr "fremde" Software wie SvxLink, CQiNet, EchoMac usw. nicht oder nicht mehr mag, kann er diese ausschließen. Dies ist teilweise auch schon geschehen (zumindest bei einigen Konferenzservern, warum auch immer).

    Daher der Gedanke an ein modernes, offenes und dezentrales System als Ergänzung oder notfalls auch als Alternative ...

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Hallo,

    genau das ist es was Amateurfunk sein sollte, nämlich frei und offen. Bei D-Star gab es so weit ich informiert bin das gleiche Problem. Es sollte nicht davon abhängig sein, ob einem die software passt oder nicht. Ausserdem hatte ich vor der Einrichtung eines Konferenzservers angefragt wegen einer Registrierung und mir wurde empfohlen, daß ganze über ein rufzeichen zu machen, da die Kapazität bei Echolink erschöpft wäre. Das ist genau das, was ich aus mehreren Telefonaten mit anderen Konferenz - Betreibern immer wieder gehöhrt hab und dann schalten die einen ab. Das war schon vor ein paar Jahren so, hab ich durch Recherche herausgefunden und dann bekommt man keine Antwort mehr. Ich warte jetzt seit einer Woche auf Antwort, warum man mein Call deregistriert hat. Ich hoffe natürlich, daß sich noch viele finden werden, damit man da was unternehmen kann. Die Software in USA ist so weit mir bekannt ist eine kommerzielle, die auch von K1FRD geschrieben wurde, nur wird die nicht angeboten, wer böses dabei denkt hat vielleicht nicht so ganz unrecht.
    Also wehrt Euch und lasst Euch icht alles aufzwingen, kan ich nur jedem empfehlen.

    73 Manfred

  • Quote from manfred

    ... Ich warte jetzt seit einer Woche auf Antwort, warum man mein Call deregistriert hat. ... 73 Manfred


    Hallo Manfred,

    vermutlich weil Du mit dem Einsatz einer "fremden" Software (CQiNet) gegen die oben genannten "Access Policies" verstoßen hast ;-).

    Auch wenn das manche vielleicht nicht so gerne hören, der Hausherr hat in diesem Fall nun einmal das Sagen. Denn er bezahlt ja z.B. auch den Betrieb der Server-Infrastruktur und stellt zudem die Echolink-Software für uns Funkamateure kostenlos zur Verfügung. Man kann eine gegenteilige Meinung in vielen Fällen vermutlich noch nicht einmal mit dem "freien und offenen Amateurfunk" begründen, da es sich ja zum sehr großen Teil um Internetverbindungen und nicht um Infrastuktur des Amateurfunkdienstes handelt, wie z.B. bei Relaisfunkstellen. Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, ist EchoLink eigentlich hauptsächlich ein Internetdienst, der von uns Funkamateuren genutzt wird.

    Man wird also in diesem Fall vermutlich nichts unternehmen können. Es würde wohl auch keinen großen Sinn machen. Der Hausherr macht nur von seinem guten Recht, dem Hausrecht Gebrauch. Andererseits wird uns doch auch nichts aufgezwungen. Wir nutzen EchoLink ja freiwillig.

    Wenn wir damit nicht einverstanden sind, kann nur die Schaffung eines alternativen Systems eine Lösung sein. Und das wird wohl leider nicht sehr einfach werden ...

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Hallo Frank,

    ich sehe, daß Du ein großer verfechter der Windows - Software bist. Das hat nur einige Nachteile, ausser man kann einen Repeater an einem Standort betreiben wo Stromkosten für Windowsrecher keine Rolle spielen. Das ist nämlich der große Vorteil von Svxlink, daß man das auf sehr kleinen Rechnern betreiben kann und somit nicht in Erklärungsnöte kommt warum die Amateurfunker so viel Strom verbrauchen. Wir haben an einem Standort 4 Repeater und alles zusammen ist vom Stromverbrauch begrenzt. Ich habe für meinen eigenen Link schon einige Versuche mit allen möglichen Versionen gemacht und bin zu der Überzeugung gekommen, daß ich auch meinen Link auf Svxlink betreibe. Dazu muss ich aber auch sagen, daß ich kein Linuxfreak bin und somit auch zu kämpfen hab, das ganze zum laufen zu bringen. Bin aber auch nicht so verbohrt, daß es nur ein Betriebssystem oder eine Softwarevariante geben darf. Zu der Policies kann ich nur sagen, was soll so etwas und vor allen Dingen wo wird eine Version für einen Konferenzserver angeboten der von den Verfassern zugelassen wird. Wenn Du mir dazu eine zulässige Angabe machen kannst, dann könnte ich unsere Konferenz auch wieder onlne bringen. Die Software, die für Windows kostenlos zur Verfügung gestellt wird ist wohl nicht das richtige. Die anderen Softwaren, ich hab fast alles ausprobiert, Echoproducer, Echolink 100 und was es so alles gibt, ist keine reine Konferenzserver - Software wie Cqinet. Also falls Du was vergleichbares anzubieten hast, was den Betreibern angenehm wäre, bin gerne bereit das auszuprobieren.
    Wegen der Bezahlung kann ich nur sagen, daß ich auch angefragt hab, gegen Bezahlung eine Konferenz eingerichtet zu bekommen. Was aber gar nicht geht, ist das man keine Antwort erhält und auch einfach Rufzeichen deregistriert werden ohne Ankündigung und ohne irgendeinen Hinweis. (ich hab tagelang gesucht was los ist, da ich mit so etwas nicht gerechnet hab)

    73 Manfred

    Achja, fast hätte ich ja vergessen, Du warst ja wahrscheinlich selbst von der Abschaltung betroffen, denn DL0IMA war ja auch tot, sowie einige andere Konferenzen. Ich vermute mal, daß jetzt DL0IMA mit der Windowsversion jetzt läuft und sich alle von Hand connecten müssen.

  • Quote from manfred

    ... ich sehe, daß Du ein großer verfechter der Windows - Software bist ...


    Hallo Manfred,

    nein, das bin ich wirklich nicht. Im Gegenteil, ich bin ein großer Fan von SvxLink. Ich denke, das Projekt http://www.hamserverpi.de mit der in Vorbereitung befindlichen SvxLink-Hardware spricht für sich ;-).

    Ich wollte nur verdeutlichen, dass wir keine andere Wahl haben, solange es nicht ein freies, offenes und dezentrales Alternativsystem gibt. Wenn ein System wie EchoLink von einem einzigen Betreiber bzw. einer Betreibergruppe abhängig ist, dann können diese auch entscheiden, wer es wann, wie und wo benutzt. Wer die Musik bezahlt, der darf halt bestimmen, was gespielt wird. Und das kann man den Betreibern noch nicht einmal übel nehmen, auch wenn wir es uns anders wünschen würden. Zumal es sich, wie oben schon beschrieben, hauptsächlich um einen Internetdienst handelt, der von uns Funkamateuren freiwillig benutzt wird.

    Beim amerikanischen IRLP-System ist man sogar auf die Verwendung einer bestimmten Hardware (IRLP-Board) festgelegt. Dort werden zudem nur HF-Benutzer (also Links oder Repeater) zugelassen. Der Betrieb als reiner Internet-PC-User ist dort gar nicht vorgesehen bzw. auch nicht erwünscht ...

    Einizge Lösung ist halt, es selber besser (und amateurfunkfreundlicher) zu machen.

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

    P.S. Ich habe mit DL0IMA rein gar nichts zu tun, habe noch die darüber gearbeitet und auch noch nie selbst einen Konferenzserver betrieben. Ich nutze den SvxServer von Adi, um unsere lokalen Relais per HF über das HAMNET mit der oben beschriebenen Hardware zu einem Relaisverbund zusammenzuschalten.

  • Hallo Frank,
    war auch nicht böse gemeint. Es gibt halt nur ein paar User die sind von der Windows - Software so überzeugt daß alles andere nicht zählt. Ich dachte mit der Intermar - Konferenz wärst Du auch betroffen, weil im Netz ja was steht, daß Du auch ein Bootfahrer bist. ;)

    In der Policie steht aber auch drin, daß man Echolink nicht mit einem PC betreiben dürfte, also auch nicht, wenn man im Ausland ist und keine andere Möglichkeit hat sich auf einen heimischen Repeater zu connecten. Das war bei mir nämlich schon so, weil ich in Japan war und da dauert eine Gastlizenz ja elend lange, da bleibt einem keine andere Möglichkeit als Laptop zu nutzen. Für dieses Jahr hab ich schon jetzt angefangen eine Gastlizenz zu bekommen, mal sehen wie lange das dauert und wie das dann beim Zoll funktioniert.
    Meine Anregung geht halt in ein offenes System, damit man nicht einfach abgeschaltet werden kann. Aber die reagieren ja nicht mal wenn man was bezahlen will und antworten auch nicht was Konferenzen betrifft. Letztes Jahr hatte ich nämlich angefragt wegen der Konferenz und da wurde mir ausdrücklich mitgeteilt, daß ich ein normales Rufzeichen dafür verwenden sollte und auch nichts über eine bestimmte Software, deshalb hat mich das so geärgert. Wenn man solche Aussagen macht sollte man auch so tolerant sein und die Konferenz zulassen. Wie Du ja sehen kannst habe ich einen eigenen Link und betreue den Repeater und hatte eine Konferenz die sogar in einem Rechenzentrum lief, wo natürlich eine optimale Anbindung bestand, also noch nicht einmal eine Belastung für Ihre Server.

    73 Manfred

  • Hallo Manfred,

    Quote from manfred

    ... war auch nicht böse gemeint. ...


    Habe ich auch nicht so aufgefasst. Von mir auch nicht ;)

    Quote from manfred

    ... weil im Netz ja was steht, daß Du auch ein Bootfahrer bist ...


    Da habe ich dann aber meistens kein Amateurfunk dabei. Man muss ja auch mal entspannen, hi

    Quote from manfred

    ... Meine Anregung geht halt in ein offenes System, damit man nicht einfach abgeschaltet werden kann ...


    Genau das würde ich mir auch wünschen. Ich gehe sogar noch weiter: Es sollte möglichst wieder ein Stück mehr Amateurfunk und weniger "Internetfunk" sein. Denn das ist ja auch einer der größten Kritikpunkte von EchoLink ...

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW