Problem geringer Reichweite im DMO-Rpt-Modus

  • Es ist leider so, dass die Reichweite über einen DMO-Repeater (MTM5400/5500) unter den Erwartungen zurückbleibt, das wurde auch durch andere OMs, die sich mit diesem Thema beschäftigen bestätigt. Mit sehr viel Glück kann man in einer Entfernung von 20km mit Mühe die Gruppe öffnen und ein QSO fahren. Und das obwohl man Sichtverbindung zum Repeater hat und die Signalstärke extrem hoch ist.
    Bisher konnte mir noch niemand einen Tip geben, vermutlich ist es ein Zeit-Problem bzw. eine Timereinstellung in einer der xxx-tausend Parameter in der CPS.
    Hat sich eventuell jemand darüber Gedanken gemacht und eine Idee wie man hier abhelfen kann?


    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Hallo zusammen,


    nur der Vollständigkeit halber, es ist sicherlich schon allgemein bekannt:


    Die Reichweitenbegrenzung der älteren Endgeräte bei der DMO1A-Repeatererkennung sind der genauen Implementierung der ETSI-Vorgaben geschuldet. Dort steht, dass die Endgeräte eine Verzögerung von maximal zwei Symbollängen ausgleichen können müssen. Rechnet man das bei Lichtgeschwindigkeit auf eine Entfernung um, so kommt man auf die allgemein bekannten 16 - 17 km. Die neueren Geräte (MTP 6000) haben diese Begrenzung nicht. Es gibt keinen CPS-Parameter mit dem man das ändern kann.


    Grüße, Bernd DL1ZP

  • Hallo Bernd,


    ist alles irgendwie komisch. Im TMO gibt es den AGA-Mode mit dem Reichweiten von mehr als 65km (oder waren es sogar 81km) möglich sind bzw. sein sollen. Das geht leider nicht im DMO obwohl da das Timing durch zwei fehlende Slots eigentlich unkritischer sein sollte.
    Und auch so ist diese 17km-Grenze offenbar im TMO nicht vorhanden. Ich kann von meinem QTH aus über 25km entfernte Zellen völlig problemlos arbeiten.


    73s de Adi / DL1HRC

  • Hallo Adi,


    nein, in der Tat für den Einsatz beim Amateurfunk eine der größten Hürden. Aber halt broken by design. Man hat seinerzeit wohl die DMO-Repeater nicht für den großflächigen Einsatz vorgesehen. Der Haupteinsatzzweck bei den kommerziellen Nutzern sind ja Objektfunkanlagen. Da sind die benötigten Reichweiten in der Regel geringer. Und wo das nicht der Fall ist, da macht man dort TMO. Überhaupt war DMO ja nur nachträglich dazu entwickelt worden, um eine Rückfallebene für den netzlosen Betrieb zu haben. Das war wohl Voraussetzung für die ETSI-Zulassung.


    Ansonsten habe ich hier noch diverse Gerätschaften herumliegen, mit denen ich eine Anbindung des örtlichen TETRA-Repeaters (DB0MOT) realisieren möchte. Da werde ich mich aber hier im Forum im passenden Thread auch noch melden. Leider ist DB0MOT, obwohl vom Standort her günstig, natürlich auch von dem Reichweitenthema betroffen. Ein großer Teil des 16,xx km Radius um den Standort ist Taunus und somit Wald. Wir werden also darauf hoffen müssen, dass die Endgeräte mit dem passenden Chipsatz für größere Reichweiten erschwinglicher werden. Hat bei Euch eigentlich schon mal jemand mit Endgeräten von Hytera getestet?


    Soweit von mir.


    73s, Bernd

  • Hi Bernd,


    ich frage mal rum, ich glaube es gibt da einen OM der hat ein Sepura in Betrieb.
    Hier im Amateurfunkbereich wird es dann wohl eher in die Richtung vernetzte DMO-Repeater im Kleinzellenbetrieb gehen. So richtig schön ist das mit der Qualität (Tetra->Analog/Digitalwandlung->Netzanbindung->Digital/Analogwandlung->Tetra) ja leider nicht.
    Ich habe mal gehört, dass es wohl eine Möglichkeit geben soll, über die USB-Schnittstelle der PEI den Tetra-Stream auszugeben. Das würde die Sache etwas vereinfachen, wenn man den Stream in UDP verpackt und zwischen den Stationen verteilt.
    Hattest Du mal probiert die TMO-Ablage von 10MHz auf z.B. 1.6MHz umzustellen, dann könnte man mal mit einer ETBS probieren. Leider geht die ja nur bis 433MHz.


    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Hi Adi,


    ja, für die nächste Zeit sehe ich auch nur die Vernetzung von DMO-Repeatern als realistisches Ziel. Eventuell tut sich ja auch mal was mit TMO-Rückläufern beim großen M. Das Problem mit TMO ist halt immer, dass die TBSen im vernetzten Betrieb eher dumm sind und die Steuerung weitestgehend in der Vermittlung gemacht wird. Was die Ablagen betrifft, die könnte man tatsächlich an die Afu-Verhältnisse anpassen. Ich habe sowas schon mal mit einer stand-alone TBS an einer Dummyload ausprobiert, die Endgeräte folgen den Vorgaben die in der Basis eingestellt sind klaglos. Man muss dann halt die Duplexfilter anpassen, wenn man das dann so in die Luft bringen will. Bei DMO-Repeatern geht das auch (DMO1b), müssen wir dann eventuell irgendwann mal machen wenn die Repeater so dicht stehen, dass sie sich untereinander hören. Bis dahin dauert es aber wohl noch etwas... :).


    Von der Möglichkeit, die Gesprächsdaten als Stream über die PEI zu bekommen ist mir noch nichts untergekommen. Zumindest in der mir vorliegenden Dokumentation steht da nichts dazu drin. Ich habe bei der Anbindung der NF die besten Erfahrungen mit den High-Pegel Ein- und Ausgängen (line-in / 0dbr) gemacht, da sind dann auch keine frequenzgangverändernden Anpassungen für irgendwelche Electretkapseln mehr drin.


    Was meine eigenen Aktivitäten bezüglich Tetra-Anbindung betrifft, so werde ich nachher mal auf das Dach steigen und eine HamNet-Anbindung installieren. Außerdem würde ich gerne von den DM2NT Adaptern für den banana-pi welche aufbauen wollen. Gibt es da noch Platinen und falls ja wo? Gefallen hat mir, dass Du die Sende- Empfangsumschaltung mittlerweile über die PEI machst und das Squelch-Kriterium ebenfalls aus der PEI generiert wird. Überhaupt tut sich da eine nette Spielwiese mit der PEI-Steuerung auf, da diese ja ziemlich mächtig ist.


    Soweit von mir, jetzt geht es auf das Dach, bevor noch irgendwelche Unwetter kommen. :)


    73s, Bernd, DL1ZP

  • Hi Bernd,


    so, mit einiger Verspätung noch ein paar Gedanken von mir - aber wir hatten ja schon anderweitig netten Kontakt.
    Deine Anregungen bzgl. kommerzieller Hardware machen mir ein wenig Mut mal wieder das ETBS-Projekt vorzukramen. In letzter Zeit hatte ich den Boliden nur gestartet wenn ich mal wieder einen Hefeteig zu machen hatte, die ca. 500W Abwärme haben dem natürlichen Gärungsprozeß eine geradezu katalytische Wirkung verschafft :D 
    Es ist mir völlig klar, dass diese Technologie sicher kein FM-Relais ersetzen und nur einer handverlesenen Anzahl von OMs nützlich sein wird. Unabhängig davon begeistern mich natürlich die Möglichkeiten in diesem Bereich.
    Ich werde mal die SvxLink-Adapterplatine umdesignen, so dass die PEI direkt angesprochen werdne kann. Mal schauen was sich noch aus diesen Möglichkeiten ergibt.
    Hattest Du mal mit Damm-Zellen Kontakt? Falls ja, die Dinger sind ja im Verhältnis zum großem "M" geradezu ein Schnäppchen. Was mich abstößt ist das Embedded-Windows das darauf läuft. Konfiguriert man das immer noch mit MS-Netmeeting :twisted: ?


    vy 73s de Adi / DL1HRC