Gleichwellenfunk mit SvxLink

  • Hallo zusammen,

    hat eigentlich schon jemand von euch Erfahrungen mit Gleichwellensystemen - gegebenenfalls auch mit SvxLink? Denn das wäre eigentlich ein absolut tolles Projekt - bestimmt nicht nur für unseren eigenen, lokalen Relaisverbund. Man hätte dann nur eine Frequenz und bräuchte mobil/portabel nicht immer umzuschalten.

    Dadurch ist das Ganze sehr frequenzökunomisch, im Gegensatz zu manchen anderen Systemen, die an ein und dem selben Relaisstandort gleich eine ganze Reihe von verschiedenen Frequenzen - teilweise mit ein und dem selben QSO belegen - nur um möglichst alle verfügbaren Standards gleichzeitig anbieten zu können.

    Meine derzeitige Referenz für ein solches System, weches ich auch schon selbst testen konnte, ist dieses hier: http://www.hobbyscoop.nl/pi2nos-live

    Es gibt wohl drei via GPS synchronisierte Sender und eine Reihe von Empfängern, welche per Voter (hier wird SvxLink eingesetzt) auf die Sender geschaltet werden. Das Audio der Empfänger wird mit einer selbst entwickelten Software über das PPS-Signal der GPS-Empfänger an den Senderstandorten synchronisiert.

    Ich bin nun an entsprechenden Erfahrungen, dem Erfahrungsaustauch und eventuell weiteren Infos zum Thema interessiert. Vielleicht besteht ja auch woanders entsprechendes Interesse und wir können gemeinsam etwas auf die Beine stellen und ein nachbaufähiges Konzept entwicken ...

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Hallo Frank

    Das Thema kommt mir recht gelegen, da auch ich gerne mal damit experimentieren würde.

    Und wenn es auch nur darum geht, Versorgungslücken zu beseitigen, ohne signifikant die Reichweite zu erhöhen.

    Dass es funktioniert, wissen wir ja durch die 4m Gleichwelle der BOS.

    Ich würde allerdings gerne auch tatsächlich den Einzugsbereich unseres Relais dadurch vergrößern.

    Mich würde auch interessieren, wie man SvxLink dazu bringt, die Audiosignale synchron auszugeben.

    73
    Sandy DO7CT

  • Hallo alle,

    ich hatte mich vor einiger Zeit damit beschäftigt, so ganz einfach ist das nicht.
    Zunächst benötigt Ihr Geräte, die sich trägerseitig per externer Referenz synchronisieren lassen, also z.B. per externer 10MHz-Einspeisung. Damit fallen so ziemlich alle bekannten Geräte wie GM1xxx, KFxxx, FTxx, TSxx,... raus oder sie müssen aufwändig erweitert werden.
    Ich hatte mir GPS-Synchronisierte 10MHz-Oszillatoren besorgt, diese liefern hochstabile 10MHz und einen PPS-Ausgang mit dem man die Rechnerzeit über die RS232 synchronisieren kann. Die 10MHz dienten dann einer Motorola-Quantar als externe Referenz. Man muß dann aber noch beachten, dass sich die 10MHz der einzelnen Sender um einige Hertz unterscheiden müssen, damit keine Nullstellen entstehen.

    Wichtig: Die Zeiten auf den einzelnen Stationen sollten um nicht mehr als 10ms differieren(!)
    Dann gilt es die ständig wechselnden Netzwerklatenzen auszugleichen. Mein Ansatz war alle paar 10ms die Latenz zu messen und die jeweils schlechteste bis zu einer maximalen Obergrenze als Basis zu nehmen. Der empfangene Audiostream der einzelnen Stationen muß natürlich gevotet werden und danach gepuffert um o.g. Latenzen auszugleichen. Ein Puffer mit z.B. 2048 Samples wird dann mit einem Zeitstempel (Beginn der Aussendung in der Zukunft) versehen an alle TX'e geschickt. Die einzelnen TX'e berechnen selbstständig den auszusendenden Zeitpunkt anhand der lokalen Zeit und der Zeit des Zeitstempels. Es gibt auch nur einige wenige Soundkarten die geringe Latenzen aufweisen und für diesen Fall nutzbar sind.
    Momentan habe ich keine zwei genehmigten Frequenzen in einer Region, bei der ich die Versuche fortsetzen kann und meine Programmierkenntnisse sind im Bereich dieses Audiostreamings auch eher begrenzt. Auf meinem Github habe ich erste Ansätze im Simulcast-Branch rumliegen.

    Unsere Niederländischen Nachbarn sind da schon richtig weit. Sie nutzen SvxLink allerdings nur als Relasisteuerung und verarbeiten die Audiostreams mit einer eigenen Applikation (in C geschrieben).

    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Hallo Adi,

    ja, Sender die sich extern synchronisieren lassen (z.B. mit 10MHz GPSDO-Referenzsignal) gibt es leider nicht allzu viele. In den Niederlanden werden wohl kommerzielle Repeater (Spectra MX800) eingesetzt. Es gibt auch ähnliche Geräte anderer Hersteller, allerdings ebenfalls leider nicht gerade billig.

    Ich möchte erst einmal mit der Senderseite experimentieren und habe dafür zunächst folgenden Ansatz:

    - Als (Steuer)-Sender dienen vorhandene FT817ND. Der interne Oszillator ist steckbar und kann daher recht einfach ersetzt/modifiziert werden.
    - Oszillatorbaustein für den FT817 mit 10MHz-Referenzeingang: XRef-FT. Leider im Moment nicht lieferbar. Soll aber wieder aufgelegt werden.
    - Alternativ das Oszillatorsignal für den FT817 (22.625 MHz) mit externen Referenzoszillator selbst erzeugen: VFO/Signal Generator + GPS-Baustein

    Zur Vermeidung von Nullstellen werden die Sendefrequenzen um ein paar Hz verstimmt.

    Auf der Empfängerseite müssen später noch die Audiostreams synchronisiert werden. Hier hat Rob, PE1CHL eine eigene Software als "Addon" für SvxLink geschrieben. Diese wird auch in den Niederlanden eingesetzt: co-channel.c

    Die Systeme müssen dafür natürlich alle eine exakte Uhrzeit haben. Dies wird via NTP und dem zusätzlichen PPS-Signal der GPS-Empfänger erreicht.

    Ich hoffe, ich habe nichts übersehen oder einen Denkfehler eingebaut ...

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

    Edited once, last by DL3DCW (October 20, 2016 at 5:49 PM).

  • Quote


    Ich hoffe, ich habe nichts übersehen oder einen Denkfehler eingebaut ...

    Noch was: Die Audiopegel der TXe müssen nahezu gleich sein (Kalibrieren(Messen).

    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Hallo zusammen,

    da neben einer hohen Frequenzgenauigkeit der Sender auch das Audiosignal an den verschiedenen TX-Standorten absolut identisch sein muss, habe ich mich schon mal ganz grob mit dem Co-Channel-Addon von Rob, PE1CHL beschäftigt (co-channel.c). Das Kompilieren und auch Einrichten war kein sehr großes Problem. Zum Betrieb musste ich noch eine fehlende Bibliothek (libsamplerate-dev) sowie ein Audio-Loopback-Device einrichten (modprobe snd-aloop). Das Co-Channel-Addon sorgt dafür, dass die Audiosignale an den einzelnen TX-Standorten absolut zur gleichen Zeit ausgesendet werden.

    Grundsätzlich besteht ein solches Gleichwellensystem zunächst aus einer zentralen SvxLink-Instanz (Master). Die abgesetzten Standorte sind via RemoteTRX (Slave) angebunden. Die einzelnen RX-Signale werden ganz normal via SvxLink übertragen und einem Voter auf dem Master zugeführt. Die Übertragung des TX-Signals vom Master zu den einzelnen Slaves erfolgt dabei jedoch nicht über SvxLink sondern separat über das Co-Channel-Addon.

    Das Audiosignal des Masters wird nicht wie gewohnt direkt auf eine Soundkarte gegeben sondern via Loopback-Device (AUDIO_DEV=alsa:hw:Loopback,0,7) dem Co-Channel-Addon (als Master konfiguriert) zugeführt. Dieses verteilt dann die Audiosignale separat und unabhängig von SvxLink an die einzelnen TX-Standorte. Über die RemoteTRX-Anbindung (CODEC=NULL) wird lediglich die PTT-Information und nicht das Audiosignal übertragen.

    Code
    ./co-channel master hw:0,0 {slave1 slave2 ...}


    Auf den Slaves läuft dann jeweils ein RemoteTRX und das Co-Channel-Addon (als Slave konfiguriert). Das TX-Audiosignal wird direkt vom Co-Channel-Addon an die Soundkarte weitergegeben. Die RemoteTRX-Software sorgt hier lediglich für die PTT-Ansteuerung des Senders (AUDIO_DEV=alsa:null).

    Code
    ./co-channel slave hw:0,0


    In den oben stehenden Code-Beispielen ist als TX-Soundkarte das Device "hw:0,0" angegeben. Dies kann auf anderen Systemen natürlich abweichend sein. Grundsätzlich funktioniert die Software erst einmal auf meinen Systemen; Details wie das Timing etc. habe ich allerdings noch nicht testen können. Das folgt erst zu einem späteren Zeitpunkt wenn die Synchronisation der Sendefrequenzen und die GPS-Anbindung für das NTP fertig sind.

    Ich hoffe, damit das Zusammenspiel von SvxLink und dem Co-Channel-Addon etwas transparenter gemacht zu haben. Ich selbst habe lange gebraucht, um die Zusammenhänge zu verstehen und wäre ohne die Hilfe von Rob, PE1CHL wohl noch nicht so weit ...

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

    Edited once, last by DL3DCW (October 20, 2016 at 5:49 PM).

  • Hallo zusammen,

    inzwischen konnte ich mit der Co-Channel Software von Rob ein paar weitere Erfahrungen sammeln. Erkenntnis: Wichtig für einen Erfolg ist vor allem die verwendete Hardware.

    Bei meinen ersten Versuchen habe ich zwei Raspberrys (RepeaterBox) verwendet. Das Zuführen des PPS-Signals aus dem GPS war kein großes Problem, dazu finden sich ausreichend Anleitungen im Netz. Schnell waren die Uhren der Raspberrys via GPS synchronisiert. Die Co-Channel Software funktionierte zunächst grundsätzlich, aber das Audio (sowohl auf dem Master als auch auf dem Slave) hörte sich dabei zweitweise unschön an. Es gab immer wieder kurze Unterbrechungen bzw. Knackgeräusche. Da die RepeaterBox über einen eigenen, via USB angebundenen Audiochip verfügt, habe ich alternativ dann auch einmal den Onboard-Audioausgang verwendet. Aber auch hier keine Besserung. Die Systemlast war mit 20-25% nicht allzu hoch, daran konnte es also eigentlich nicht liegen.

    Nach Rücksprache mit Rob war die Ursache recht schnell klar: Wichtig bei der ganzen Sache ist wohl, dass der Audiochip möglichst direkt am Prozessor angebunden ist und nicht noch irgendein zusätzliches Protokoll wie USB, I2C, I2S etc. dazwischen liegt. Rob selbst hat das Ganze wohl auch schon einmal auf einem Cubiebord 2 getestet, damit gab es genau die gleichen Probleme. Bevorzugen sollte man daher Systeme mit Soundkarten, welche direkt (z.B. via PCI/PCIe) am Prozessor angebunden sind.

    Mit dieser Erkenntnis habe ich das Ganze dann noch mal auf zwei Intel NUC i3 getestet. Hier habe ich ebenfalls den Onboard-Sound genutzt. Dieser scheint wohl direkt angebunden zu sein. Und siehe da: Das Audio ist nun perfekt. Sowohl auf dem Master als auch auf dem Slave. Da die NUC's relativ teuer sind, bin ich nun auf der Suche nach einer Alternative. Vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee? Für die GPS-Anbindung muss das System jedoch über mindestens einen GPIO-Pin oder eine serielle Schnittstelle verfügen. Denn ein Anschluss via USB-Wandler dürfte auch hier wieder kontraproduktiv sein ...

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Hallo zusammen,

    ein erster Versuchsaufbau ist nun fast fertig; ein zweiter befindet sich in Vorbereitung. Damit können dann zwei (oder mehrere) Sender betrieben sowie beliebig viele Empfänger direkt oder aber auch per RemoteRx angeschlossen und via Voter zusammengeschaltet werden. Sowohl die HF-Signale als auch die Audiosignale an den einzelnen Senderstandorten werden soweit wie möglich synchron gehalten.


    Auf dem Rechner läuft SvxLink und die Co-Channel Software von Rob, PE1CHL. Die Uhr ist dabei via GPS (PPS-Signal) synchronisiert. Damit werden die Audiosignale an den einzelnen TX-Standorten exakt zur gleichen Zeit ausgesendet. Der Si5351A VFO (QRP-Labs) wird ebenfalls mit dem PPS-Signal des GPS-Empfängers versorgt und hält so seine Ausgangsfrequenz (hier 22,625 MHz) konstant. Später soll der VFO noch einen OXCO (Quarzofen, ebenfalls von QRP-Labs) bekommen. Der eingebaute Oszillatorbaustein des FT-817 wird entfernt (ist steckbar), seine Aufgabe übernimmt dann der externe VFO. Damit sollte die TX-Frequenz an den einzelnen Senderstandorten ebenfalls absolut synchron sein. Soweit zumindest die Theorie ...

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Hallo zusammen,

    inzwischen habe ich einen weiteren Rechner aufgebaut und SvxLink/RemoteTRX, die Co-Channel Software von Rob sowie die Tools zur GPS-Synchronisation installiert. Beide Rechner sind via Netzwerkverbindung gekoppelt. Auf dem Master läuft das zentrale SvxLink, der Slave ist via RemoteTRX angebunden.

    Beiden Rechnern habe ich als RX sogar jeweils noch einen DVB-T-Stick spendiert. Diese sind über einen Voter an den Master und somit an das zentrale SvxLink angebunden. Damit ist fast ein komplettes Gleichwellensystem mit zwei Empfängern und zwei Sendern betriebsbereit. Lediglich die HF-Synchronisation fehlt noch.

    Die Co-Channel Software von Rob ermöglicht nun das absolut synchrone Aussenden der Audiosignale. Auch die Amplitude des Signals lässt sich über das Tool recht exakt aus der Ferne einstellen. Dies ist neben der zeitgleichen Aussendung der Audiosignale ja genauso wichtig.

    Die ersten Tests waren sehr vielversprechend. Sobald die Uhren der Rechner absolut synchron laufen, sind auch die Audiosignale am Oszilloskop fast deckungsgleich. Klaut man nun einem Rechner das PPS-Signal, laufen die Uhren und somit auch die Audiosignale irgendwann wieder auseinander. Die reine Synchronisation über einen NTP-Server (ohne PPS-Signal) ist also scheinbar nicht ausreichend.

    Selbst bei höheren oder auch schwankenden Latenzzeiten der Netzwerkverbindung versucht das System immer, die Audiosignale möglichst deckungsgleich zu bekommen. Kleine Abweichungen (weniger als 1us) gibt es zwar zeitweise immer noch, dass könnte aber auch daran liegen, dass meine beiden GPS-Empfänger derzeit nur "Indoor" auf dem Labortisch betrieben werden.

    [Blocked Image: http://www.ruhrlink.org/daten/bilder/cochannel.jpg]

    Es wäre natürlich schön, wenn man diese Funktion in SvxLink integrieren könnte. Dann hätte man alles aus einem Guss und nicht zwei unterschiedliche Tools. Die Quelltexte der Software von Rob liegen ja vor, ich denke, das er dies bestimmt begrüßen würde. Allerdings bedeutet das natürlich auch eine Menge Arbeit. Und vielleicht ist der Bedarf ja auch gar nicht so groß.

    Ich selbst komme mit den getrennten Tools jedoch recht gut klar. Wenn man es einmal verstanden hat, ist es relativ einfach. Es wird ja nur ein getrennter Audiokanal von SvxLink hin zum RemoteTX aufgemacht. Der TX-Audiokanal von SvxLink wird in diesem Fall dann nicht benutzt.

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Hi Frank,

    Interesse ist auf jeden Falle vorhanden und ich hatte ja vor längerer Zeit schon mal angesetzt, siehe simulcast Branch. Die GPS-gesteuerten 10MHz-Referenzen habe ich da und auch entsprechende kommerzielle Tecchnik
    So ganz trivial ist es allerdings nicht es in SvxLink einzubauen. Momentan habe ich leider keine zwei identischen Frequenzzuteilungen so dass ich das nicht testen kann, maximal auf dem Labortisch.
    Sehr schön, dass Du es zum Laufen bekommen hast. Eventuell hole ich es noch mal vor, ich denke ich darf Dich mal fragen wenn ich aufbauen sollte? ;)

    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Quote from dl1hrc

    Eventuell hole ich es noch mal vor, ich denke ich darf Dich mal fragen wenn ich aufbauen sollte? ;)


    Natürlich, wir können dabei ja nur voneinander lernen. Zudem macht es auch viel mehr Spaß, wenn man nicht ganz alleine damit ist, hi ...

  • Hi Frank,

    sehr Schön! Ich habe mal die ganzen Sachen vom Rob wieder herausgeholt und bin dabei was aufzubauen. Er geht relativ "weit unten" auf das Alsa-Device drauf (muß er auch), da muß ich mal sehen wo ich da im SvxLink ansetze. Meine bisherigen Überlegungen führen da, so wie ich momentan darüber nachdenke, nicht zum Erfolg.

    Wichtig wäre noch der folgende Hinweis: Auch wenn alle TXe von einer zentralen Instanz gesteuert werden, muß jeder einzelne TX seine eigene Kennung aussenden, da dieser Sender ja eine eigene Zuteilung durch die BNetzA bekommen hat. Damit wird es erst mal mit einem Remote-TRX zumindest zum jetzigen Stand nichts werden. Ich werde also erst mal nach einer Variante suchen, die es erlaubt überall SvxLink als Steuerung einzusetzen und nur durch einen Parameter einen Node als Master zu definieren.
    Außerdem ist das auch der bessere Fallback im Falle eines Netzwerkausfalls.

    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Hallo Adi,

    kannst Du nicht einfach die Routinen von Rob irgendwie integrieren und die Konfiguration dann z.B. über die svxlink.conf/remotetrx.conf machen? So das es reicht, wenn SvxLink bzw. der RemoteTRX gestartet wird und nicht zwei verschiedene Programme laufen müssen. Es würde ja schon vollkommen ok sein, wenn die Konfiguration/Bedienung etwas einfacher wäre. Eventuell muss man ja gar nicht etwas völlig neues erfinden, hi.

    Unterschiedliche Kennungen und damit unterschiedliches Audio sind bei Gleichwelle ja kontraproduktiv (auch wenn es nur bei der Kennung ist). Und wenn dann noch die Ansagen hinzukommen wird es ganz unschön. Genehmigungstechnisch ist das vermutlich eh ein Sonderfall. Ich meine aber von ähnlichen Projekten gelesen zu haben, da wurden die Sender an mehreren Standorten auch genehmigungsmäßig zusammengefasst. Unter einem Rufzeichen. Bei unseren Nachbarn (PI2NOS) läuft es scheinbar genauso.

    Nachtrag: Auch bei DB0PM gab es damals ein gemeinsames Rufzeichen für zwei Standorte: http://www.sircar.de/hobbies/afu/db0pm/db0pmg6.html

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Hi Frank,

    Quote

    kannst Du nicht einfach die Routinen von Rob irgendwie integrieren und die Konfiguration dann z.B. über die svxlink.conf machen? So das es reicht, wenn SvxLink bzw. der RemoteTRX getartet wird und nicht zwei verschiedene Programme laufen müssen. Es würde ja schon vollkommen ok sein, wenn die Konfiguration/Bedienung etwas einfacher wäre. Man muss ja nicht gleich etwas völlig neues erfinden, hi.

    na ja, so einfach per Copy+Paste geht das nun mal nicht, er greift direkt auf das Alsa-Device zu das wird in SvxLink etwas anders gehandhabt - denke bitte auch an die verschiedenen Codecs zwischen den Nodes. Das muß ja alles immer noch funktionieren und so angepasst werden, dass die Ausgaben trotz En/Decoding synchron erfolgen. SvxLink basiert auf einem async-Framework und ich kann nicht das gesamte System umbauen nur weil zwei Leute mal mit Gleichwelle spielen wollen :lol:

    Quote


    Unterschiedliche Kennungen und damit unterschiedliches Audio sind bei Gleichwelle ja kontraproduktiv (auch wenn es nur bei der Kennung ist). Und wenn dann noch die Ansagen hinzukommen wird es ganz unschön. Genehmigungstechnisch ist das vermutlich eh ein Sonderfall. Ich meine aber von ähnlichen Projekten gelesen zu haben, da wurden die Sender an mehreren Standorten auch genehmigungsmäßig zusammengefasst. Unter einem Rufzeichen. Bei unseren Nachbarn (PI2NOS) läuft es scheinbar genauso.

    Aber eben nicht in DL. Ich hatte mit Herrn H. von der BNetzA gesprochen und hier ist es nun mal anders. Das wird von dieser Institution so gefordert. Abgesehen davon werden solche Konstellationen nur noch genehmigt, wenn alle Sender exakt _einem_ Lizenzinhaber unterstehen. Da gab es wohl mal vor längerer Zeit (Hörensagen...Halbwissen) ein richtig großes Problem weil sich zwei Leute, die so was mal vor vielen Jahren aufgebaut haben, plötzlich nicht mehr lieb hatten.

    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Hi Adi,

    die Frage ist, ob sich der ganze Aufwand lohnt das mehr oder weniger komplett in SvxLink zu integrieren. Denn so wie es jetzt ist, läuft es ja. Ist halt nur etwas umständlicher. Vielleicht also wirklich dabei bleiben und das Audio weiterhin an SvxLink "vorbeischleusen". Eventuell kann man ja die Konfiguration etwas vereinfachen. Also die entsprechenden Parameter gleich mit in die svxlink.conf bzw. remotetrx.conf einbauen bzw. dieser entnehmen.

    Ja, genehmigungstechnisch muss man das dann noch mal ganz genau abklopfen. Falls ein solches Projekt später wirklich einmal irgendwo Anwendung finden sollte. Im Moment interessiert mich eher die technische Komponente. Oder man macht es flexibel, so dass beides möglich ist. Also sowohl mit gemeinsamen als auch mit getrennten Rufzeichen ...

    Oder man lässt sich noch irgendeinen Trick einfallen. Also sowas wie z.B. Rufzeichen im Subaudio als Datentelegramm o.ä. ausgeben, hi.

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Quote from dl1hrc

    ... denke bitte auch an die verschiedenen Codecs zwischen den Nodes. Das muß ja alles immer noch funktionieren und so angepasst werden, dass die Ausgaben trotz En/Decoding synchron erfolgen ...


    Selbst wenn man es damit völlig synchron hinbekommen würde wäre das vermutlich nur die halbe Miete. Denn auch der Frequenzgang muss ja absolut identisch sein. Ich könnte mir vorstellen, das bei der Verwendung unterschiedlicher Codecs auch unterschiedliche Signale rauskommen. Und damit das Audio dann wohlmöglich wieder kaputt gemacht wird ...

    Edited once, last by DL3DCW (November 9, 2016 at 7:40 AM).

  • Hi Adi,

    noch mal ein paar Gedanken zur Genehmigungssituation: Das benachbarte Sender mit überlappenden Versorgungsbereichen auf gleicher Frequenz nicht verschiedenen Genehmigungsinhabern zugeordnet werden können, macht ja auch eigentlich Sinn. Daher finde ich das nicht weiter tragisch. Es wird in der Praxis wohl so sein, dass ein vorhandener Repeater um weitere TX-Standorte ergänzt werden soll. Also im Prinzip nur "Füllsender" dazukommen.

    Wenn diese Füllsender zwingend mit eigenen Rufzeichen betrieben werden müssen, gibt es vielleicht eine ganz simple Lösung: Man schafft einfach definierte Zeitfenster, in denen die unterschiedlichen Kennungen nacheinander ausgesendet werden. Alle anderen Sender werden in dieser Zeit kurz abgeschaltet. Ist auch ganz praktisch, da man so gut feststellen kann, ob wirklich alle Sender ordnungsgemäß arbeiten. Denn das ist ja sonst nicht ganz so einfach feststellbar.

    Es sollte dabei nur verhindert werden, das dies während eines Durchgangs passiert. Aber selbst wenn das doch mal zufällig vorkommt, ist es auch nicht ganz so tragisch. Sind dann halt systembedingte Besonderheiten ...

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

  • Hi Frank,

    ich sehe das auch nicht ganz so kritisch. Ist ein Sender deutlich stärker ist die Kennung aufnehmbar, in anderen Fall gibt es dabei eben Verzerrungen. Beim Funk hat man ohnehin keine Gerantie auf absolute Störungsfreiheit :)

    vy 73s de Adi / DL1HRC