Es ist kaum zu bestreiten, dass die Aktivität auf VHF/UHF in den letzten Jahren dramatisch gesunken ist. Besonders auffällig: Auf Repeater-Frequenzen, auf denen früher munter geplaudert wurde, herrscht heute nur noch monotones Rauschen. Niemand ruft - und falls doch, kommt niemand zurück!
Amateur Radio-Programme wie SOTA oder GMA hätten es in der Hand, diesem Missstand entgegenzuwirken und Repeater wieder zu echten Treffpunkten und gut zugänglichen Aktivitätszentren zu machen. Leider sind die Gestalter dieser Programme aber der Ansicht, dass ausschließlich Direktverbindungen Wertungspunkte verdienen. Diese Haltung zieht freilich die letzten VHF/UHF-Stationen von den Repeaterfrequenzen ab und vereinzelt sie - schwer erreichbar - auf jenen Simplexfrequenzen, die das jeweilige Programm präferiert.
Das muss allerdings nicht sein - und es war auch nicht immer so! Mir liegt eine Ausschreibung des Sächsischen Bergwettbewerbs aus dem Jahr 1982 vor, in der Repeater-QSOs mit Direkt-QSOs absolut gleichgestellt sind. 1982 gab es in der damaligen DDR nicht allzu viele VHF/UHF-Stationen; man tat also gut daran, sich auf Repeatern zu finden!
Was spricht dagegen, es heute - in einer durchaus vergleichbaren Situation - ebenso zu machen?
73, Alfred, OE5AKM, Blog: https://oe5akm.tumblr.com