DTMF Code an Serielle Schnittstelle ausgeben

  • Hallo,

    ich hätte gerne folgende Konfiguration realisiert:

    DTMF Ton oder Tonfolge soll decodiert und dann als ASCII an eine Serielle Schnittstelle geben werden (z.B. über USB/Com-Wandler oder GPIO RX/TX).
    Noch besser, aber nicht unbedingt notwendig, wäre eine zusätzliche Sprachausgabe für die von der Schnittstelle zurückgesendeten Zeichen.
    z.B. DTMF-Ton "1" --> 1 --> Seriell; Seriell Antwort --> 11 --> Sprachausgabe oder DTMF-Ton (2 x "1")

    Nun habe ich gelesen, dass man soetwas anscheinend mit Makros/TCL-Dateien machen kann, nur bin ich nicht der "Linux-Kenner".
    Kann mir dazu jemand auf die "Sprünge" helfen?

    Danke,
    DL3OP

  • Hallo,

    ich würde da in der Prozedur Logic::dtmf_digit_received {digit duration} ansetzen. Hier mal eine Idee - mehr ist es erst einmal nicht:

    Code
    proc dtmf_digit_received {digit duration} {
      #puts "DTMF digit \"$digit\" detected with duration $duration ms";
      set serial [open "/dev/ttyS0" "w"];
      fconfigure $serial -mode "9600,n,8,1";
      puts $serial $digit;
      close $serial;
      return 0;
    }

    Ob das so geht kann ich momentan nicht sagen, muß ich mal bei Gelegenheit probieren. Wichtig ist, das der User, unter dem svxlink läuft auch Schreibrechte auf den seriellen Port besitzt.

    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Hallo Adi,

    vielen Dank für Deinen Tip, das funktioniert.
    Ich habe diesen Code versuchsweise in die Logic.tcl eingefügt und entsprechend meinem USB-Serial Adapter angepasst.

    Quote


    proc dtmf_cmd_received {cmd} {

    set serial [open "/dev/ttyUSB3" "w"];
    fconfigure $serial -mode "115200,n,8,1";
    puts $serial $cmd;
    close $serial;

    return 0
    }

    Habe das aber bisher nur in der Konsole getestet, das über die Tastatur eingegebene Kommando z.B. 123# wird angesagt und auf dem seriellen Port, mit CRLF abgeschlossen, ausgegeben.
    Wenn der Code in die Prozedur proc dtmf_digit_received {digit duration} eingefügt wird, erfolgt die sofortige Ansage und Ausgabe jedes einzelnen Zeichen, ebenfalls mit CRLF abgeschlossen.

    Jetzt wäre natürlich Super, wenn die Antwort vom SerPort auch angesagt werden könnte. Ich hab allerdings keine Ahnung wie man hier das Empfangsereignis abfängt oder in welcher Prozedur es verarbeitet werden kann.

    Siehst Du da noch eine Möglichkeit?

    73, Raimund

  • Hallo Raimund,

    das geht damit leider gar nicht. Im Beispiel wird die Schnittstelle für jedes Zeichen erst geöffnet, das Zeichen gesendet und dann wirder geschlossen. Auch wenn Du es an anderer Stelle implementierst und die Schnittstelle beim Starten von SvxLink öffnest brauchst Du eine ereignisgesteuerte Behandlung, d.h. beim Eintreffen eines Zeichens wird eine bestimmte Prozedur ausgeführt. Das ist im TCL soweit ich das überschauen kann leider nicht möglich. Pollen geht in dieser Umgebung auch nicht, da die TCL-Prozeduren vom SvxLink-core aus aufgerufen werden und nur für diesen Moment aktiv sind.
    Im Prinzip läßt sich das aber über die relativ neue PTY-Schnittstelle einbauen, welche dafür vorgesehen ist, eine Logik analog zu den DTMF-Tönen steuern zu können. z.B. könntest Du Zeichen an /tmp/dtmf senden ("*5#") und diese werden so behandelt als hätte diese Logic die DTMF-Zeichn *5# empfangen, also beispielsweise mit * das Relais öffnen und dann das Modul 5 aktivieren. Allerdings werden darüber noch nicht die empfangenen DTMF-Folgen ausgegeben, läßt sich aber machen.
    Weiß jetzt nicht ob Dir das weiterhilft. Ich kann momentan noch nicht so ganz einordnen wie und wofür man das einsetzen könnte.

    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Hallo Adi,

    danke für die schnelle Antwort.

    Hintergrund meiner Gedanken ist:
    1. der Pi soll in Zukunft mit svxlink für APRS eingesetzt werden
    2. wir haben bereits eine Relaissteuerung im Einsatz die ich ungern wieder erneuern möchte
    Diese Steuerung kann seriell parametriert werden und es werden dazu nur DTMF Taugliche Komandos benötigt (0-9,*,#, A-D).
    Da es keine Netzwerkverbindung gibt würde ich gern den Pi und svxlink eben dazu "zweckentfremden".
    Wenn das ganze über ein In/Out-File funktionieren würde ist es mir auch egal, es sind ja keine zeitkritischen aktionen, lediglich die Schnittstelle muss mit 115200,8,n,1 laufen.

    Als Alternative (oder zusätzlich) soll ein Pi mit UMTS-Stick als Remote-PC benutzt werden, dann könnte ich problemlos seriell arbeiten.
    Einen ersten Testaufbau hatte ich schon, die Einwahl ins Mobilnetz gelang mit wvdial ohne Fehlermeldung (alles nur per Konsole getestet).
    Die Schwierigkeiten liegen momentan erst einmal darin, von Außen über das Mobilfunknetz auf den Pi zugriff zu erlangen. Habe dazu eine Anleitung gefunden, wobei
    erst eine VPN-Verbindung zu einem weiteren Pi (oder was auch immer) aufgebaut werden muss um über den heimischen Router dann darauf zu gelangen.
    Eine weitere Frage ist, ob mit dieser Konstellation auch zeitlich begrenzt Echolink möglich ist.

    Nach Informationen zur PTY-Schnittstelle habe ich noch nicht explizit gesucht, kannst Du etwas empfehlen?

    73,
    Raimund

  • Hallo Raimund,

    warum nimmst Du nicht einfach einen Raspberry und installierst darauf SvxLink sowie Dein APRS? Dann hast Du eigentlich alles, was Du brauchst. Es gibt sowas sogar schon fast fertig vorbereitet (siehe z.B. http://www.hamserverpi.de).

    SvxLink kannst Du natürlich auch via DTMF steuern. Es ist also nicht zwangsläufig eine Netzwerkverbindung erforderlich. Mit Anbindung ist es natürlich deutlich flexibler. Diese kannst Du über LAN, WLAN, HAMNET, UMTS, LTE usw. herstellen. Kommt eigentlich nur auf die Gegebenheiten vor Ort an.

    Falls "nur" UMTS/LTE verfügbar sein sollte geht das natürlich auch. Entweder den Stick direkt an den Raspberry hängen (die Konfiguration ist allerdings manchmal nicht ganz so einfach) oder besser einen kleinen UMTS/LTE-Router benutzen. Beides wird dann einfach über ein RJ45-Kabel miteinander verbunden.

    Da UMTS/LTE nicht von außen erreichbar ist kann man den Trick mit der VPN-Verbindung anwenden. Am einfachsten ist es, wenn sich der Rasberry dazu irgendwo ins HAMNET einwählt. Auf dem oben angesprochenen HAMServerPi ist der erforderliche Client dafür sogar schon 'drauf. Und er ist sogar ganz einfach einzurichten. Zusätzliche Hardware oder besondere Konfigurationsschritte sind nicht erforderlich.

    Schließlich musst Du Dich dann selbst noch irgendwo mit dem HAMNET verbinden und kannst anschließend auf den Raspberry zugreifen. Einfacher und unkomplizierter geht es eigentlich fast nicht. Und Du kannst - wenn Du magst - dann natürlich auch EchoLink machen oder Dein Relais per SvxLink vernetzen.

    Wir machen das übrigens bei einem unserer Standorte derzeit genauso. Dieser ist im Moment leider nur per UMTS erreichbar. Klappt eigentlich ganz gut und recht stabil. Lediglich zu Spitzenzeiten (wenn alle mobil mit Smartphone, Tablet und Laptop surfen) gibt es schon mal ganz leichte Audioaussetzer. Das kann man aber verschmerzen und ist natürlich auch ein wenig von den lokalen Gegebenheiten abhängig.

    Schönen Gruß
    Frank, DL3DCW

    P.S. Adi war eine Minute zu langsam, hi ;)

    Edited 3 times, last by DL3DCW (February 18, 2017 at 3:34 PM).

  • Hi Raimund,

    hm, na ja....was ist an der seriell steuerbaren Repeatersteuerung so gut, als das es nicht ein Pi besser machen könnte? Wenn der ohnehin als APRS-Digi läuft, kann er doch nebenbei noch SvxLink bedienen. Das Parametrieren mit den offenen DTMF-Kommandos ist so ne Sache, ich denke es gibt leider zu viele Id...., die das auch mal ausprobieren wollen.
    Das UMTS-Problem besteht auch bei mir bei DM0KWD. Ich hab dort einen kleinen UMTS-Router mit Stick und auf dem SvxLink-Recher ssh laufen, welches sich mit einem Linux-Rechner im Netz verbindet und dort einen Reverse-Port zum Relaisrechner bereitstellt. Das klingt kompliziert, sind aber nur ein paar Zeilen Bash-Skript. Dann kommst Du von dem Linux-Rechner (z.B. bei Dir zu Hause) per z.B. ssh localhost -p 3329 auf den Relais-Pi und kannst das Ganze konfigurieren. VPN geht natürlich auch, damit hatte ich aber Probleme mit dem Routing vom Relais-Rechner aus ins Internet.
    Das mit den PTYs ist svxlink-bezogen schnell gesagt, siehe Manual https://github.com/sm0svx/svxlink…/svxlink.conf.5
    Allerdings wird es so wie Du es beschrieben hast nicht Deinen Vorstellungen gerecht, weil es für einen anderen Zweck entwickelt wurde. Die eingehenden DTMF-Zeichen werden hier als Kommandos gewertet und ausgeführt.

    vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Hallo Frank und Adi,

    Quote


    Da UMTS/LTE nicht von außen erreichbar ist kann man den Trick mit der VPN-Verbindung anwenden. Am einfachsten ist es, wenn sich der Rasberry dazu irgendwo ins HAMNET einwählt. Auf dem oben angesprochenen HAMServerPi ist der erforderliche Client dafür sogar schon 'drauf. Und er ist sogar ganz einfach einzurichten. Zusätzliche Hardware oder besondere Konfigurationsschritte sind nicht erforderlich.

    Schließlich musst Du Dich dann selbst noch irgendwo mit dem HAMNET verbinden und kannst anschließend auf den Raspberry zugreifen. Einfacher und unkomplizierter geht es eigentlich fast nicht. Und Du kannst - wenn Du magst - dann natürlich auch EchoLink machen oder Dein Relais per SvxLink vernetzen.


    Das würde mich schon mal interessieren, vorerst genügt es wenn der Pi sich nach dem einschalten automatisch verbindet und ich temporär Zugriff erhalte.
    Da ich bisher keine Ahnung habe welches Datenvolumen so anfällt, soll das testweise zeitlich über die vorhandene Mobilfunk-Schaltbox Ein/Aus geschaltet werden.

    Quote


    hm, na ja....was ist an der seriell steuerbaren Repeatersteuerung so gut, als das es nicht ein Pi besser machen könnte?


    Wir benutzen hier für DB0WIT eine modifizierte Steuerung, wie sie bei DB0BLN verwendet wird, mit Telemetrieaussendung, dynamisch selbstregulierender Rauschsperre, das NF-Signal wird dynamisch bis zu 20 dB (10fach) angehoben, die Sprachqualität ist auch bei "leisen" Stationen sehr gut. Echolink ist vorbereitet, es fehlt lediglich die Netzwerkanbindung. Das Parametrieren per DTMF soll sowieso nur kurzzeitig, nach vorheriger Freischaltung über die Schaltbox möglich sein.

    Ich bin nicht abgeneigt die Steuerung auch mit dem Pi zu testen aber es erfordert einige Einarbeitung und Vorbereitung und für mich zwingend eine funktionierende Fernsteuerung.
    Kannst Du mir die Technik/Konfiguration von DM0KWD genauer beschreiben, geht das auch ohne UMTS-Router?
    Wie bereits beschrieben habe ich einen Huawei E169 am Pi installiert, ssh und svxlink läuft auch, fehlt noch der Verbindungsaufbau zum Reverse-Port/Heimrechner.

    73,
    Raimund

  • Quote from dl3op

    Das würde mich schon mal interessieren, vorerst genügt es wenn der Pi sich nach dem einschalten automatisch verbindet und ich temporär Zugriff erhalte.


    Beim HAMServerPi ist es so das dieser automatisch nach dem Hochfahren eine VPN-Verbindung aufbauen und auch dauerhaft halten kann. Sollte es mal eine Unterbrechung geben wird alle paar Sekunden versucht, die Verbindung wieder neu aufzubauen. Da klappt absolut zuverlässig.

    Die VPN-Verbindung muss natürlich irgendein Ziel haben. Wegen der Einfachheit und Flexibilität benutze ich für solche Zwecke immer das HAMNET. Über den HAMNET-VPN-Einwahlserver bekommen die Raspberrys dann eine feste IP-Adresse und sind von überall aus erreichbar. Zu diesem Zweck musst Du Dich nur von zuhause ebenfalls mit dem HAMNET verbinden. Entweder über Funk oder halt auch per VPN. Und schon hast Du Zugriff. Ohne weitere Hardware und ohne DynDNS und Co.

    Quote from dl3op

    Wie bereits beschrieben habe ich einen Huawei E169 am Pi installiert


    Läuft der Stick direkt am Raspberry wirklich absolut zuverlässig? Wird er nach einem Stromausfall bzw. Reboot auch immer wieder problemlos erkannt? Und wählt er sich dann auch automatisch immer wieder zuverlässig ins UMTS-Netz ein? Ich selbst hatte mit solchen Konfigurationen bisher nämlich immer wieder mal Probleme. Letztendlich hat sich ein externer UMTS-Router als zuverlässiger erwiesen.

    Quote from dl3op

    Da ich bisher keine Ahnung habe welches Datenvolumen so anfällt


    Das kommt darauf an. Zur reinen Steuerung/Parametrierung ist das vernachlässigbar gering. Bei EchoLink oder Relaisvernetzungen ist das dann abhängig von der jeweiligen Frequentierung. Sobald Audio übertragen wird solltest Du ganz grob mit etwa 50kbit/s rechnen. Wir selbst sind bisher mit einem Inclusivvolumen von 5GB im Monat immer hingekommen.

  • Moin alle,

    ich denke ich werde mal diesem Thema eine eigene Seite auf svxlink.de witmen, muss allerdings jetzt gleich los.
    Für die reverse-ssh Sache sind zwei Sachen notwendig:
    1) Zertifikatsaustauasch, so dass auf dem ssh-Server ein Login ohne Passwort akzeptiert wird
    2) auf dem Svx-Rechner ausführen:
    ssh -y -N -R 3329:localhost:22 -i /home/irgendein_login/.ssh/id_rsa login@mein.ssh-server.org

    Es wird also eine Verbindung zum ssh-Server (z.B. root-server oder eigener Rechner zu Hause) aufgebaut. Loggt man sich da ein kann man per ssh localhost -p 3329 eine ssh-Verbindung zum Svx-System herstellen. Natürlich kann man auch mehrere Ports (z.B. 80 usw.) "umleiten".
    openVpn geht natürlich auch, dann ist der Svx-Rechner "komplett" im eigenen virtuellen Netz. Allerdings hatte ich damit Routing-Probleme nach "außen", die man aber sicher mit Metric-Spielereien beheben kann. Da ich aber nur den einen Port brauche, habe ich das bei mir abgewählt.

    So, bin erst mal weg...vy 73s de Adi / DL1HRC

  • Moin,

    Quote from DL3DCW

    Läuft der Stick direkt am Raspberry wirklich absolut zuverlässig? Wird er nach einem Stromausfall bzw. Reboot auch immer wieder problemlos erkannt? Und wählt er sich dann auch automatisch immer wieder zuverlässig ins UMTS-Netz ein?


    Ob das zuverlässig läuft weiß ich nicht, habe ja bisher nur wenige Versuche gemacht um ihn überhaupt zum laufen zu bringen.
    Welchen Router benutzt Du oder ist empfehlenswert?

    Quote from DL3DCW

    Wir selbst sind bisher mit einem Inclusivvolumen von 5GB im Monat immer hingekommen.


    Da hätten wir schon ein kleines Problem. Wir haben nur begrenzte Mittel und die Frequentierung unseres Repeater ist relativ gering, was sich mit dieser Hamnet Anbindung sicherlich ändern könnte.
    Ein günstiger Prepaid Tarif zu Testzwecken ist da sicherlich sinnvoll.
    Für die VPN Einrichtung sind ja auch Zugangsdaten usw erforderlich, da muss ich mich mal schlau machen.

    Quote from dl1hrc

    ich denke ich werde mal diesem Thema eine eigene Seite auf svxlink.de witmen,


    Ich glaube das ist eine gute Idee.

    Quote from dl1hrc

    Für die reverse-ssh Sache sind zwei Sachen notwendig:
    1) Zertifikatsaustauasch, so dass auf dem ssh-Server ein Login ohne Passwort akzeptiert wird
    2) auf dem Svx-Rechner ausführen:
    ssh -y -N -R 3329:localhost:22 -i /home/irgendein_login/.ssh/id_rsa login@mein.ssh-server.org


    Wie wird 1) eingerichtet? Ich habe da noch nicht so die Erfahrung mit VPN, Routing und Metric.

    73,
    Raimund

  • Quote from dl3op

    Wir haben nur begrenzte Mittel und die Frequentierung unseres Repeater ist relativ gering ...


    Bei der reinen Fernwartung ist auch der Traffic vernachlässigbar gering.

    Quote from dl3op

    was sich mit dieser Hamnet Anbindung sicherlich ändern könnte.


    Ist denn später eine HAMNET-Anbindung (per HF) geplant? Das wäre nämlich ideal. Da kostet der Traffic dann gar nichts.

    Quote from dl3op

    Welchen Router benutzt Du oder ist empfehlenswert?


    Da alle unsere Standorte ja später immer auf HAMNET umgerüstet werden verwenden wir gleich "HAMNET-taugliche" Router. Kleinstes Modell mit USB-Anschluss für den UMTS-Stick ist wohl der "MikroTik RB750UPr2 - hEX PoE lite" (siehe hier). Später ziehst Du den USB-Stick einfach raus und steckst die HAMNET-Antenne in einen der Ports.

    Die Router sind übrigens absolut flexibel und können fast alles, hi. Daher ist die Konfiguration auf den ersten Blick auch nicht immer ganz einfach. Das Ganze ist also nicht mit einer FritzBox zu vergleichen. Die Einrichtung sollte daher möglichst jemand vornehmen, der das schon einmal gemacht hat. Dann ist der Start etwas einfacher.

    Ansonsten kannst Du natürlich auch fast jeden anderen UMTS-Router nehmen. Diese sind in der Regel auch etwas preiswerter. Sind jedoch später nicht immer für HAMNET-Zwecke einsetzbar. Da ich selbst immer nur die MikroTiks einsetze kenne ich mich mit den anderen Herstellen und Modellen leider nicht aus.

    Aber bitte nicht verwirren lassen: Eine HAMNET-Anbindung via VPN funktioniert eigentlich mit jedem Router! Denn das macht der Raspberry selbstständig. HAMNET-tauglich muss der Router nur sein wenn später mehrere HAMNET-Antennen angeschlossen werden sollen. Eine einzige HAMNET-Antenne kannst Du auch direkt mit dem Raspberry verbinden. Denn dafür ist überhaupt kein Router erforderlich.

  • Ergänzend zur Beschreibung von Adi versuche ich hier mal kurz die HAMNET-VPN-Variante vorzustellen:

    Voraussetzung am Relaisstandort: Raspberry Pi mit HAMServerPi-Image und funktionierender Internetanbindung (z.B. via UMTS/LTE)

    • SvxLink und VPN-Client auf dem Raspberry einrichten (Anleitung siehe hier)
    • Der Raspberry baut nun selbstständig eine VPN-Verbindung zu einem beliebigen HAMNET-VPN-Server auf
    • Der Raspberry ist anschließend von überall aus im gesamten HAMNET erreichbar


    Voraussetzung beim Sysop: Rechner mit beliebigem Betriebssystem (Windows, Linux, Android, iOS, OSX etc.)

    • VPN-Client auf dem Rechner einrichten (Anleitung für Windows siehe z.B. hier)
    • Vom Rechner aus wird nun eine VPN-Verbindung zu einem beliebigen HAMNET-VPN-Server aufgebaut
    • Anschließend kann vom Rechner aus auf das gesamte HAMNET zugegriffen werden
    • Der Raspberry am Relaisstandort kann nun via SSH (oder auch FTP, WEB usw.) erreicht werden


    Für den Raspberry und auch für den Sysop ist natürlich jeweils ein Account auf einem beliebigen HAMNET-VPN-Server erforderlich. Gerne helfe ich bei der Vermittlung eines solchen Accounts.

    Vorteile dieser Lösung: Sämtliche Fallstricke wie Portfreigaben, DynDNS, NAT usw. sind erst einmal nicht erforderlich. Der Raspberry kann von überall aus erreicht werden. Also nicht nur von zuhause. Eine Fernwartung ist somit auch von unterwegs ganz einfach via Tablet, Smartphone usw. möglich. Ebenso können ein oder mehrere Co-Sysops genauso wie oben beschrieben zugreifen.

    Wenn später EchoLink aktiviert werden soll kann man das recht einfach über einen EchoLink-Proxyserver realisieren. Entweder benutzt man dafür einen bereits vorhandenen Proxyserver oder man macht einem eigenen EchoLink-Proxy auf. Dieser ist übrigens ebenfalls auf dem HAMServerPi installiert.

  • Quote from dl1hrc

    ich denke ich werde mal diesem Thema eine eigene Seite auf svxlink.de witmen ...


    Sehr gute Idee! Denn das erspart auf Dauer doch viel Schreibarbeit, hi. Zudem stellt sich diese Fragr ja immer wieder mal und es gibt auch mehrere Lösungsmöglichkeiten dafür ...

  • Quote from DL3DCW

    Ergänzend zur Beschreibung von Adi versuche ich hier mal kurz die HAMNET-VPN-Variante vorzustellen:


    Vielen Dank für die zusätzlichen Erklärungen, das Image und die Anleitungen habe ich schon heruntergeladen, werde mir das jetzt ansehen, ich denke damit kann ich mich schon anfreunden und werde in diese Richtung planen.

    Quote from DL3DCW

    Gerne helfe ich bei der Vermittlung eines solchen Accounts.


    Das nehme ich gerne in Anspruch.

    HAMNET Anbindung über Antenne ist vorerst noch nicht geplant, aber nicht ausgeschlossen. Da wir an einem Denkmalgeschützten Standort sitzen, ist es nicht ohne weiteres möglich weitere Antennen zu montieren, vielleicht ist aber auch eine versteckte Montage möglich. Zu welchen Knoten dann eine Verbindung möglich wäre ist mir noch nicht bekannt, der naheliegendste Standort ist DB0PER mit etwa 23 km Entfernung.

    Ich habe vorhin noch etwas mit meinem UMTS-Stick experimentiert, er wird nach jedem Reboot wieder erkannt. Probleme gibt es nur, wenn ich den RS232-Adapter abziehe, dann ändern sich die Gerätebezeichnungen ttyUSBx.
    Werde mal sehen ob ich vorerst einen günstigen Router beschaffen kann.

    73,
    Raimund

  • Quote from dl3op

    Das nehme ich gerne in Anspruch.


    Ok, ich melde mich dazu am besten per PN.

    Quote from dl3op

    der naheliegendste Standort ist DB0PER mit etwa 23 km Entfernung.


    Dafür solltest Du etwa einen 40er-Spiegel einplanen. Sichtverbindung vorausgesetzt.

    Quote from dl3op

    er wird nach jedem Reboot wieder erkannt.


    Hört sich schonmal gut an. Auch nach dem Trennen der Stomversorgung? Wird auch die Internetverbindung immer wieder zuverlässig aufgebaut?

    Quote from dl3op

    Werde mal sehen ob ich vorerst einen günstigen Router beschaffen kann.


    Wenn das mit dem UMTS-Stick zuverlässig funktioniert brauchst Du eigentlich keinen zusätzlichen Router. Das wäre natürlich sehr schön.

    Da Du SvxLink einsetzt ist eigentlich auch der USB/RS232-Adapter überflüssig. Denn SvxLink kann auch die GPIOs des Raspberrys benutzen. Beim HAMServerPi ist das sogar standardmäßig so eingestellt.

  • Quote from DL3DCW

    Dafür solltest Du etwa einen 40er-Spiegel einplanen. Sichtverbindung vorausgesetzt.


    Das ist schon ziemlich groß.

    Quote from DL3DCW

    Hört sich schonmal gut an. Auch nach dem Trennen der Stomversorgung? Wird auch die Internetverbindung immer wieder zuverlässig aufgebaut?


    Ja, wird auch nach trennen der Stromversorgung erkannt, allerdings starte ich die Einwahl noch per Hand, siehe Bild.

    73,
    Raimund

  • Ok, dann musst Du die Einwahl noch irgendwie automatisieren. Und die entsprechenden Schritte dann später natürlich auch auf dem HAMServerPi vornehmen. Oder alternativ einen externen UMTS-Router benutzen welcher die Einwahl ins Internet und das Halten der Verbindung automatisch übernimmt