Vorgen. Meldung auf https://www.darc.de/home/
enthalten. Originalteilzitat der Meldung:
Eine besondere Beziehung zum Medium Funk ergibt sich daraus, dass der Innenminister auch für die Behörenkommunikation und den BOS-Funk zuständig ist.
Daß der DARC dieses Grußwort OHNE Anmerkungen zum gelinde gesagt mängel-und risikenbehafteten BOS-Digitalfunk veröffentlicht, spricht nicht wirklich für z.B. Aufrichtigkeit, Courage usw. ggü. der Öffentlichkeit bzw. seinen Mitgliedern. Es wäre SEHR erstaunlich, wenn dem DARC die seit Jahren existierenden BOS-Digitalfunkmängel-und Risiken NICHT BEKANNT wären.
Deshalb offenbart sich m.E. vielmehr die wohl mehr gegebene Lobbyistenhörigkeit des Vereins bzw. Verbandes in Verbindung der Unterwürfigkeit ggü. der Politik.
Um u.a. Sachsen-Anhalts Innenminister Stahlknecht "gedanklich auf die Sprünge zu helfen" nachfolgende Punkte
1. Während des Hochwassers Juni 2013 schrammte Sachsen-Anhalt nur um Haaresbreite an Digitalfunk-Totalausfall vorbei. Es drohte u.a. in Magdeburg-Rothensee ein wichtiger Vermittlungsknotenpunkt für den BOS-Digitalfunk buchstäblich abzusaufen und somit langfristig auszufallen. Es hätte mind. 3 Stunden gedauert, ersatzweise nach Niedersachsen auszuweichen um die Funkvermittlung wieder zu aktivieren sagte Sachsen-Anhalts Innenminister Stahlknecht. Solange wären Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, THW, etc..von jeglicher Digitalfunk-Kommunikation abgeschnitten gewesen. Minister Stahlknecht äusserte sich u.a. im MDR mehr als entsetzt darüber.
2. Auch die vom Minister Stahlknecht gelobte grenzüberschreitende Kommunikationsmöglichkeit beläuft sich fernab jeglicher Realität.
U.a. die Schweiz, Frankreich, Tschechien und weitere Länder funken mit TETRA-POL...Deutschland jedoch mit TETRA. Beide Systeme sind untereinander z.B. wegen unterschiedlicher Kanalzugriffsysteme zum Verbindungsaufbau inkompatibel.
Leider erlaubt das FT-Forum nur max. 10.000 Worte je Posting. Deshalb bedauerlicherweise keine Möglichkeit für die Nennung bzw. Belegung innerhalb eines Postings mir div. vorliegender BOS-Digitalfunkmängel und Risiken für Einsatzkräfte und Bevölkerung gleichermaßen.
Hier auszugsweise die jüngsten Beispiele für einen letztendlich unbrauchbaren BOS-Digitalfunk:
Im DMO-Betrieb (ohne Relaisfunkstellen/Umsetzer) sind max. nur wenige Hundert Meter Reichweite bei freiem Gelände erzielbar. Diese seien z.B. lt. eines mir vorliegenden Schreibens vom 17.06.2011 des Landtages Brandenburg/Petitionsausschuss ausreichend.
Jedes analoge Kinderhandfunkgerät (z.B. PMR 446 Mhz) hat "aus dem Stand" mehr Reichweite als ein mit Steuergeldern finanziertes sehr kostenintensives BOS-Digitalfunkhandgerät.
Brüssel/Belgien: Kurz nach 2 Bombenanschlägen im März 2016 brach der ASTRID-Digitalfunk (techn. identisch mit dem dt. Tetra-System) wegen Überlastung für Stunden zusammen. U.a. die Polizisten mussten deswegen über Whatsapp kommunizieren - was wohl mehr als für sich spricht. Nachzulesen u.a. im österr. "Standard" vom 27.03.2016 " Nach Terroranschlägen: Belgische Polizei musste zu WhatsApp greifen.
derstandard.at/2000033713463/Nach-Terroranschlaegen-Belgische-Polizei-musste-zu-WhatsApp-greifen
Es ist befürchtungsweise nur noch eine Zeitfrage wann GENAU WEGEN der techn. irreparablen BOS-Digitalfunkmängel und Risiken die ersten Todesopfer bei Einsatzkräften und Bevölkerung in Deutschland zu beklagen sind. Sofern das nicht bereits passierte und dieses durch Politik und Wirtschaft ggü. der Öffentlichkeit "unter Verschluß" gehalten wird.
Nachbemerkung:
"DARC-Schönschreiber" welche die vorgenannten Punkte versuchen in Abrede zu stellen, kämen nicht unerwartet. Nur ändert dies nichts an den bestehenden funktechn. und physikalischen Fakten.