Amateurfunk - Kurzwellen - Einstieg und Funkpraxis im 40m Band von Heinz, DL2DAP (Informationen zusammengestellt von Heinz Plate, DL2DAP, eMail: plate.dl2dap@t-online.de)

  • DL2DAP_Kurzwellen - Einstieg und Funkpraxis im 40m Band


    Der Amateurfunk ist ein faszinierendes Hobby

    Amateurfunk – Kurzwellenbänder / Frequenzen auf der Kurzwelle kann man die ganze Welt mit recht einfachen Mitteln erreichen.

    Es ist angewandte Technik und gelebte Verständigung, wenn Sie mit der selbst aufgebauten Antenne Kontakt zu Funkstationen in aller Welt aufnehmen.  

    Vom einfachen Einstieg bis zu den technischen Hintergründen - “Bei Funkamateuren sind Antennen ein immer währendes Thema“ - sowie Aufbau der eigenen Funkstation.

    Diese Informationen und Hinweise helfen Ihnen bei den ersten Schritten und begleitet in die Amateurfunkpraxis.

    Kurzwellengeräte für weltweite Verbindungen:   

    – Im Bereich von 1,8 MHz bis 50 MHz   

    – Mit Leistungen meist ca.100 Watt oder Betrieb mit Endstufen bis 750 Watt
      

    – Stationär und portabel oder auch mobil aus dem Auto  


    Antennen   

    Jedes Funkgerät benötigt eine Antenne entsprechend dem Frequenzband  

    – für Kurzwelle sind es meist Langdrahtantennen Vertikalantennen oder  

    drehbare Richtantenne 


    Kurzwellenfunkbetrieb   

    – Funkverbindungen innerhalb von Europa (40 und 80m) oder bis zur entgegen-  

    gesetzten Erdhälfte durch Reflektionen an der Ionosphäre zustande.   

    – So sind weltweite Kontakte möglich in Abhängigkeit von Frequenz, Uhrzeit   

    und Ausbreitungsbedingungen. 

    Die Kurzwelle hat einen großen Frequenzbereich.   

    Er ist in einzelne Segmente unterteilet: die sogenannten Meterbänder (kurz Band).  

    In der Anfangszeit des Rundfunks konnte man die Frequenzen am Radio nur   

    unzureichend genau bestimmen.  


    Daher bediente man sich einer ungefähren Anzeige:   

    der Angabe der Wellenlänge in Meter statt der Frequenz in Herz.

    Denn jede Frequenz lässt sich in eine Wellenlänge umrechnen und umgekehrt.   

    Die Formel lautet:
    Lichtgeschwindigkeit: Frequenz = Wellenlänge / Beispiel: 6.075 kHz = 49,383m    

    Und nun kommt ein weiterer Aspekt die Größe des Kurzwellenspektrums.   

    Hier hat man Bereiche bestimmten Funkdiensten reserviert.   

    Da gibt es beispielsweise Bereiche für den Seefunk, jene für den Rundfunk und auch   

    solche, die von Funkamateuren genutzt werden.  

    Insbesondere die Rundfunk- und Funkbereiche hat man bis heute traditionell nach der   

    dort vorherrschenden Wellenlänge benannt.  

    Beispiel das "49-Meter-Europa Band" bzw. das "20-Meter-Band" der Funkamateure.  


    Bandöffnungen:  

    Wenn man auf einem Band viele Sender empfängt, liegt es daran, dass auf diesem   

    Band gerade gute Ausbreitungsbedingungen herrschen.   

    Dann spricht man von einer “sogenannten“ Bandöffnung.   

    Man sagt auch, ein Band sei zu (keine Übertragung möglich, also auch kein Empfang)   

    oder ein Band sei offen.   Antennenrauschen im Kurzwellenbereich: Unter Funkamateuren wird häufig und auch   

    kontrovers über das Thema "Rauschen von Antennen" diskutiert.

    Frequenzabstand:  

    Um sich nicht gegenseitig zu stören, halten die Sender einen gewissen Abstand von einander, der der
    Bandbreite des Sendesignals entspricht.

    Soviel zur Theorie. In der Praxis kann es sogar vorkommen, dass man zwei oder mehr Sender auf ein und

    derselben Frequenz empfängt. Rundfunksender halten meist einen Abstand von 5 kHz zueinander ein.


      

    40-Meter-Band Amateurfunk:  

    Dies ist das wichtigste Amateurfunkband für mittlere und weite Entfernungen.   

    Fast immer gelingen hier Verbindungen über eine Entfernung von 50 km (NVIS) bis   

    hin zu 1.000 km.   

    Bei guten Ausbreitungsbedingen und insbesondere während der Dunkelheit sind auch interkontinentale

    Verbindungen möglich. 


    Unterteilung:   

    Der untere Bereich bis 7.050 kHz wird vor allem für Telegrafie und digitale Betriebsarten   

    bis 7.100 kHz verwendet. Darüber bis 7.200 kHz Sprechfunkverkehr in LSB abgewickelt. 


    Der Funkamateur  

    Um zu Verstehen, was der Amateurfunkdienst ist, müssen wir einen Blick in die Geschichte werfen.

    Klären wir zunächst, was ein Funkamateur ist. Der Begriff Amateurfunk stammt aus der Zeit um 1900.   

    Damals war die Funktechnik noch ganz neu. zu der Zeit beschäftigten sich viele Menschen experimentell mit den Radiowellen.   

    Da gab es jene, die dies wissenschaftlich und kommerziell taten, wie Marconi und Herz –   

    und dem gegenüber standen Privatpersonen, die sich ebenfalls mit der Entwicklung und Erforschung auseinandersetzen.   

    Um Personenkreis von den kommerziellen Gruppen, den "Funkprofessionellen" (Profession = lat. "Beruf") abzugrenzen,

    nannte man sie Funkamateure (amateur = nicht-beruflich).  

    Dieser Begriff hat sich bis heute gehalten.   

    In der Amateurfunkverordnung ist nachzulesen:Funkamateur (ist) der Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses (...) auf Grund der Verfügung 9/1995 des Bundesministeriums

    für Post und Telekommunikation (...), der sich mit dem Amateurfunkdienst aus persölicher Neigung und nicht aus gewerblich-

    wirtschaftlichem Interesse befaßt. (AFuG; §2, 1)

    Eine Person, die am Amateurfunkdienst teilnimmt nennt man Funkamateur und nicht etwa Amateurfunker.

    Der Amateurfunkdienst:  

    Gleichberechtigt neben kommerziellen Funkdiensten steht der Amateurfunkdienst.  

    Der Amateurfunkdienst steht auf der selben Stufe wie die kommerziellen Funkdienste.   

    Eine ganze Reihe Gesetze und Verordnungen regeln dies.   

      

    Zu nennen wären hier z.B.  

    - das Amateurfunkgesetz und die Amateurfunkverordnung,  

    - die Vollzugsverordnung für den Funkdienst VO Funk, Radio Regulations RR),  

    - die Empfehlungen der Internationalen Fernmeldeunion (ITU in Genf),  

    und Verordnungen der Behörde 

    Warum ist das so? Funkamateure genießen große Freiheiten.   

    Zahlreiche Frequenzbereiche von Langwelle bis weit in den Mikrowellenbereich sind den Funkamateuren

    zur Nutzung reserviert - viele Bereiche sogar weltweit.   

    Gelegentlich teilt sich der Amateurfunkdienst auch seine Frequenzen mit kommerziellen   

    und militärischen Stationen.  

    Weitere Informationen in den beigefügten PDF-Anlagen

    Vy 73, Heinz, DL2DAP