Die Was-Passiert - Wenn-Maschine

  • Diese Fördervereine werden i.d.R. gemeinnützig sein und unterliegen dann den gleichen Zwängen wie der DARC-OV. Außer, daß sie selber buchen, lokales FA bedienen müssen, und nicht Baunatal benutzen.

    Zu Geo-coaching etc. im OV: wir haben Briefmarkensammler, Modellflieger, Musiker, Nasenbohrer usw. im OV, die ebenfalls dann in der Antennenversicherung sind. :) Ich weiß, was Du andeuten willst, aber da sehe ich wirklich kein Problem, wenn der OV groß genug ist und nicht alle ..... (in der Nase ..... hi). Überaltern ist relativ. Den letzten Bastelkurs im OV selbst zum Bau von 80m Peilern initiierte und leitete ein 80+jähriger, leider SK inzwischen. Z.Zt. ist eine jüngere Generation, aber auch leicht gemischt ab jung bis 50++, 14tägig im Clubraum mit Themen quer-Feld-Beet. M.E. kannst Du das Altersthema vergessen. Es gibt "alte Säcke" und "lahme Säcke", und die sind definitiv nicht Personen-identisch. Mit der zweiten Kategorie stirbt der OV, nicht mit der ersten.

    73 Peter

    Dazu kommt noch, daß nun einige OV's nach Hilfe rufen Richtung Baunatal, von wegen Relais-Unterstützung.Finanzielle Unterstützung für den Rückbau...etc...

    Im VFDB kommt dieses Problem ebenfalls hoch.

    Dazu hätte man sich VORHER Gedanken machen müssen!

    Auch in unserem OV haben wir uns Gedanken machen müssen, wenn uns die Stadt unsere Räume "wegnimmt". Die Stadt plante das Gebaüde zu verkaufen.

    Unser OV-Heim (die alte Hausmeisterwohnung in einer alten Volksschule unter dem Dach) UMSONST nutzen können, steht auf der Kippe...

    Umsonst deswegen, weil wir im Stadtjugendring aktiv sind und neben denm Ferienspaß diverse Sachen anbieten, um die Technik den Jugendlichen nahe zu bringen...

    Die Schule sollte eigentlich schon verkauft werden, aber im Moment wieder verschoben, da eine andere Schule die Schulküche für den Unterricht nutzen kann, weil für die Stadt billiger....ABER es wird in naher Zukunft passieren.

    UNABHÄNGIG davon haben wir uns mal sicherheitshalber Gedanken und einen Plan B entwickelt, der von allen getragen wird.

    1. Plan B

    Der Plan B stellt eine Vorsorgemaßnahme dar. Er enthält ein Szenario zur Vorgehensweise bei dem Verlust der aktuellen Konditionen der Clubräume des OV.Der Ortsverbandvorstand wurde in der letzten Mitgliederversammlung beauftragt, diesen Plan B zu erstellen.Der Plan B (Phase rot) wird in dem Moment aktiv gesetzt, wenn fest steht, dass wir unsere aktuellen Konditionen(z.B. die Räume oder die Kostenfreiheit) verlieren.Der Erfolg dieses Plan B ist entscheidend von der Bereitschaft jedes einzelnen Mitgliedes abhängig.Der Ortsverbandvorstand kann lediglich einen Rahmen schaffen. Erst eine Mitgliederversammlung wird das Ergebnis liefern.

    2. Die BasisVon folgenden Grundvoraussetzungen wird ausgegangen:
    Es wird ein Verbleib im DARC favorisiert, dies bedingt Freiwilligkeit bei den Zahlungen, es gelten die DARC-Regelungen, auch zur Abrechnung.
    Es erfolgt zunächst keine weitere Vereinsgründung.
    Verbindlichkeit Mitglied/OV ist mittels einer Verbindlichkeitserklärung zu schaffen.
    Die eigentliche Suche nach Räumen startet mit dem Feststehen, dass unsere Räume verloren sind
    bzw. sich die kostenfreien Konditionen ändern; "Augen und Ohren" sollen trotzdem bereits ab sofort
    von allen Mitgliedern "aufgehalten" werden. Ergänzende Ideen werden weiterhin in der Mindmap
    gesammelt.
    Alle Unterlagen zum Plan B werden transparent auf der Website bereitgestellt. Hierdurch wird
    jedem Mitglied die Möglichkeit eröffnet, Anregungen und Änderungswünsche an den Vorstand zu
    richten.
    Interessierte Mitglieder können zu jeder Zeit mitarbeiten.

    3. Plan B – der Ablauf Der Plan B gliedert sich in 3 aufeinander aufbauende Phasen, die auch in der Checkliste dargestellt sind:
    gelb
    rot
    grün

    Gelb ist die Vorbereitungsphase, rot die Initiierungsphase und grün die Abschlussphase. 4.

    Die Phasen im Detail 4.1.
    Die Phase gelb In dieser Phase werden alle vorbereitenden Maßnahmen identifiziert und fixiert.Teams bildenEs werden Teams für Ausräumen, Suche, Aushang und Lagerung gebildet. Dies wird über das Buchungstool unserer Website intern abgefragt.Eine ergänzende E-Mail wird durch den stellv. OVV an alle Mitglieder versandt.Verbindlichkeitserklärung: Es wird von den Mitgliedern eine verbindliche Erklärung per Briefpost bzw. auf elektronischem Wege via Website im internen Bereich eingeholt, dieden Betrag avisiert, die die Mitglieder bereit sind für neue Clubräume zu zahlen, vgl. Verbindlichkeitserklärung Typ Vorabfrage-.Sie ist die Vorabfrage, auf die die Planungen zur Suche in der Phase rot basiert. Der Vorstand wertet nach Ablauf der Frist die eingegangenenErklärungen aus.Die Mitglieder, die sich bereit erklärt haben, werden an einer „Fördertafel“ ohne Angabe des Betrages intern via Website veröffentlicht.Weitere Mitglieder können sich jederzeit als „Förderer“ erklären.Einladungen Mitgliederversammlungen vorbereitenFür die in der Phase rot notwendigen Mitgliederversammlungen werden die Einladungen vorbereitet.

    4.2. Die Phase rot Die Phase rot startet mit dem Verlust der aktuellen Konditionen für unsere Clubräume. Dies wird umgehend kommuniziert.Der OVV wird im ersten Schritt auf die Stadt zugehen um nach Ausweichlösungenzu suchen. Die Teams werden zeitgleich aktiviert.Der stellv. OVV wird sich zwischenzeitlich über das Team Suche um einen Ersatztreffpunkt für die regelmäßigen Treffen kümmern und festlegen.Er wird dazu Mitglieder um Unterstützung (z. B. wegen Ortskenntnisse) bitten.Die über das Team Suche eingehenden Optionen werden im Vorstand gesammelt und ausgewertet. Erste Gespräche werden vom OVV undOrtsverbandsvorstand geführt. Die Koordination erfolgt durch den OVV.In entsprechenden Vorstandssitzungen werden die Optionen bewertet und ein Favorit ausgewählt. Zum Entscheid über die Räume und der Finanzierung wird eine erste Mitgliederversammlung einberufen. Auf dieser MGV wird ausschließlichder Tagesordnungspunkt "OV-Räume" neben der allgemeinen Aussprache behandelt. Auf die Möglichkeit zum Erhalt einer Spendenbescheinigungist hinzuweisen.Die Verbindlichkeitserklärung vom Typ –Start- wird eingeholt und ausgewertet. Die Förderer werden wieder intern veröffentlicht.Der geförderte Betrag wird nicht genannt.Aus den Verbindlichkeitserklärungen -Start- ergibt sich das Finanzierungskonzept. Dieses wird vom Ortsverbandsvorstand erstellt und mitder Geschäftsstelle in Baunatal abgestimmt. Die danach einberufene Mitgliederversammlung entscheidet über die weitere Vorgehensweise.

    4.3. Die Phase grün Die Phase grün startet mit dem „Go“ durch den OVV. Die neuen Räume werden eingerichtet und bezogen bzw. die neuen Konditionen werden umgesetzt.Eine monatliche Überprüfung der Mitgliederzahlungen erfolgt durch den Kassierer. Der monatliche Status wird stets veröffentlicht.Ergänzend werden all diejenigen, die bisher noch keinen Beitrag leisten um ihre Unterstützung gebeten. Dazu dient Verbindlichkeitserklärung -Unterstützung-Im Negativfall bei fehlender Mehrheit in der Mitgliederversammlung erfolgt der „Stopp“ durch den OVV. Clubräume sind dann nicht zu (unter-)halten.

    Edited 2 times, last by DL3BAA (October 3, 2016 at 7:29 PM).

  • Ich finde es wirklich interessant, dass ganz offenbar die Einnahmen eines OVs nur solange für Clubräume reichen, wie diese kostenlos oder zu einer symbolischen Miete überlassen werden.
    Beim Schmökern auf Peters OV Seite findet man ja unter http://c22.db0xf.de/home-%C3%BCber-uns/club-station/ die gleiche Thematik wieder, die offenbar so traumatisierend ist, dass sie es sogar in die Chronik einer sehr sehenswerten Clubstation geschafft hat.

    Obwohl viele Funkfreunde vor Ort durchaus beachtliche Summe als Clubbeitrag bereit sind zu zahlen, langt das Geld nicht, um sich genau von diesen Clubbeiträgen einen Ort zu schaffen, an dem die Gruppe als Gruppe regalmässig dem Hobby nachgehen kann... AUTSCH! Da passt doch einfach was nicht... vor allem dann, wenn man der festen Ansicht ist, dass Amateurfunk von den lokalen Aktivitäten der OVs lebt und hier die wichtigen Weichen für Nachwuchs und Image gestellt werden.

    Aus meiner Sicht wäre es viel einfacher, einen eigenen Verein mit Zielsetzung: Betrieb einer Clubstation vor Ort zu gründen, in den Verein können dann alle eintreten, die sich für dieses Ziel begeistern können und gut isses.

    Dann ist es auch jedem frei gestellt, ob er auf die gleichzeitige Mitgliedschaft im DARC verzichten möchte und lieber sein knappes Geld in die lokale Vereinsarbeit investiert. Und wem der DARC wichtig ist, der macht eben beides.. aber das man beides machen MUSS finde ich nicht sinnig.

    Es gibt eben auch viele, die sehen keinen Nutzen in gemeinsamen Räumen und Stationen.. daheim hat man ja alles und dazu noch besseres. Für andere (dazu gehöre ich) ist eine Clubstation und die damit verbunden Aktivitäten der Grund, warum man in einen Funkverein eintritt... beide Gruppen in eine Solidaritäsgemeinschaft fest miteinander zu verketten geht auf Dauer gnadenlos schief.. denn was beim Geld noch mit Mühe klappen mag, scheitert spätestens beim Arbeitseinsatz.. vor allem dann, wenn nach getaner Arbeit dann die 'nur Zahler' überraschend aktiv werden.

    Drücke die Daumen, dass es entweder nie 'ROT' wird oder doch irgendwann wieder 'GRÜN' .. denn es ist schade um jeden Clubraum, der verloren geht.

    73 de Olaf

  • Im Moment haben wir mindestens 2 weitere Jahre "gewonnen".
    Außerdem leisten wir uns den Luxus eines zusätzlichen freiwilligen Beitrages von den Mitgliedern, seit der Gründung vor 25 Jahren, um die OV-Räume zu unterhalten und um Reserven zu haben.
    Wir sind aber KEIN SPARKASTEN-OV.
    Sind wir über ein bestimmtes Limit, kaufen wir uns auch mal "etwas" für unsere CLubstationen :)
    So wären wir in der Lage 150€ ohne Aufwand und ohne Probleme monatlich dafür zu bezahlen

    ABER:
    Wir gehen seit unserer Gründung IMMER vom GAU aus.
    Bezahlen können wir auf jeden Fall die gegebenfalls neuen notwendigen Räume .
    Aber wer stellt heute noch Vereinen bezahlbare Räume zur Verfügung?

    Mit meinem Betrag wollte ich nur mal ein Beispiel geben, daß man sich, wie auch immer, Gedanken machen muß.
    Nach dem Motto: Das Kind ist in den Brunnen gefallen....Was nun?

    Die Version: Förderverein haben wir erst einmal zurückgestellt, aber nicht ausgeschlossen. Die Trennung DARC und Förderverein schließen wir aber im OV AUS

    Zum Thema Arbeitseinsatz:
    In der Tat gibt es Einsätze, die machen weniger Spass. Aber z.B. haben wir uns einen gespendeten Wohnwagen (via Spendenquittung Baunatal) renoviert und als Contest-Shack umgebaut.
    Mit 8 Mann wurde der Wagen letzten Monat auf Hochglanz poliert und sieht aus, wie neu!
    Zugelassen ist er natürlich auch mit derZulassung endend auf VY 73

    Edited once, last by DL3BAA (October 5, 2016 at 10:19 PM).

  • Jetzt muß ich schon etwas "Chronik" gerade rücken. Es ist ja aus OV- und Relais-Chronik herauslesbar, daß der OV einige Ausgaben schon immer stemmen mußte. Das wird seit Bestehen (Gründung) immer wieder mit internen Versteigerungen von "Flohmarkt"-Artikeln (für den Ausdruck "HAM-Schrott" habe ich fast schon mal eine Aufstand angezettelt :) ), und manchmal nervt es mich etwas, weil Gespräche dann kaum möglich sind. Inzwischen ..... methodisch verbessert, wird vorher besichtigt und nur die Edelteile per Auktion, der Rest ...... wird leise eingekauft. Manchmal habe ich den Verdacht, daß einige Teile "zirkulieren" ... hi. Da das Relais bis 2003 (? genauer steht es in der Chronik) getrennt vom OV gepflegt wurde, ging es nur durch Spenden bzw. die genannten Auktionen.

    Etwa zu der Zeit der FAPAF Gründung dachte die Stadt sehr laut über Vermietung und Kostendeckung der relativ großen Anlage (mehrere Vereine) nach. D.h. die Zeit von 2000 bis 2008/2009 (2009 30jähriges OV-Jubiläum) war ein ziemlicher Umbruch im OV. Mit der offiziellen Eingliederung der Relaisgruppe in den OV plus OV-Heim (Clubraum, der ja auch Inventar und Außenanlagen einschließt) wurde der Förderverein überfällig. Der Text

    Quote

    Später stellte man sich in der Vorstandschaft sogar die Frage, falls Mietabgaben an die Stadt Pfaffenhofen zu entrichten wären, ob man sich die "Surf-Station" mit Funkausstattung noch leisten wolle. Zum Glück wurde die Frage der Miete damals nicht aktuell.

    hat einen anderen Hintergrund:
    Der Clubraum mutierte mehr zum Internetcafe, und dafür wäre keiner bereit gewesen, per Umlage zu spenden (für Afu schon). In der Zeit gab es ausreichend Reibungspunkte, die mich fast zur Rückkehr in den alten "Mutter"- OV C04 gebracht hätten. Das ist natürlich nichts für eine Chronik. Auch wir hatten unsere "schlechten Zeiten" -- die ich nicht weiter ausbreite und in der hintersten Schublade versenkt halte. Heute ist alles Schnee von gestern und ziemlich gut in Schuß.

    @DL5BAA: Der Förderverein besteht fast ausschließlich aus DARC-Mitgliedern des OVs und ist im Grunde nichts anderes als ein "Umlagen-Einzugsverein mit eigener Satzung" und mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Arbeit für seinen eigenen Vorstand.

    Im Mainzer Fasching hatte der Bote des Bundestages zu allen Vorkommnissen einen Spruch, den ich sinngemäß zu "blinden Flecken" in der Chronik nutze:
    "Über alles wächst mal Gras. Und das Gras frißt eine Schaf --- und das war's".

    In dem Sinne (auch in Chroniken steht nicht alles), 73 und GN Peter

    Edited 2 times, last by DB6ZH (October 5, 2016 at 11:53 PM).

  • @DL3BAA: Der Förderverein besteht fast ausschließlich aus DARC-Mitgliedern des OVs und ist im Grunde nichts anderes als ein "Umlagen-Einzugsverein mit eigener Satzung" und mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Arbeit für seinen eigenen Vorstand.

    73 und GN Peter

    Wir haben einen (freiwilligen) Umlagen-Einzugsverein innerhalb des OV's
    :thumbup: