Man kann auch nach dem 30.September 2016 im DARC bleiben oder eintreten

  • Tach Alfred,


    Im Übrigen: Zu Tode gefürchtet (Stichwort Selbstbaurecht, Selbsterklärung, Schutz vor Störungen...) ist auch gestorben! ;)


    sagst Du in Deinem jugendlichen Leichtsinn :) Die Begehrlichkeiten aus Industrie und Politik sowie der daraus resultierende Filz sind zwischenzeitlich so stark angewachsen, dass man tatsächlich um jedes Privileg kämpfen muss, denn schlechter wird´s von ganz alleine, wie man gerade am Beispiel EMVG eindrucksvoll sehen kann! Die ARRL hat es da einfacher. Deren bezahlte Lobbyisten sitzen in den politischen Gremien und steuern vehement gegen alle Gefahren. Mit genügend Kapitaleinsatz könnte man da auch bei uns gewiss viel erreichen, aber im DARC ticken die Uhren bekanntlich anders. Ich pflichte Karsten bei, die K-Klasse wird dem DARC kein Glück bescheren, auszubaden werden es indes alle Funkamateure haben.

  • Zurück zur Klasse K (Foundation Lis).

    Mein Vorschlag für so eine Klasse ist ein ganz anderer - und weitaus radikaler:

    Es ist heute möglich, am Amateurfunkdienst teilzunehmen, ohne überhaupt "eigene HF" auszustrahlen. Ich kann z. B. via PC und Internet mit EchoLink weltweit über Repeater QRV werden, ohne überhaupt eine Funkstation errichten und betreiben zu müssen. Ähnliches ist auch digital möglich (Stichwort DV Dongle).

    Für diese Art der Teilnahme am Amateurfunkdienst brauche ich eine vernünftige Betriebstechnik, aber ganz sicher kein "Selbstbaurecht". - Vom Kursbeginn zur Lis-Aushändigung in 1 Woche? Müsste machbar sein!

    Wem das genügt, der bleibt dabei. Wer aber Blut geleckt hat...

    73, Alfred, OE5AKM

  • @Alfred: bitte fang nicht wieder mit Deinem alten Lieblingsthema an. Es sickert (leider) auch schon ohne Dich durch :) .

    Zum Thema Einsteigerlizenz und DARC-Eintritte:
    Jetzt schreibe ich mal ganz pragmatisch meine Meinung, resultierend aus den Untersuchungen zur Demographie und per Modell durchgespielt und auch weitergereicht:
    1. Der DARC muß sich darüber klar werden, oder er Mitglieder generieren (oder zumindest behalten) will, oder nur Funk-Lizenzen, die dem Verein selbst nichts nutzen, wenn er pleite geht.
    2. Gesteht mir bitte zu, daß ich als zahlendes Mitglied die "Mitglieder-(Er)zeugung :) " präferiere. Dann ist aus meiner Sicht die Förderung des Ausbildungsbetriebes per DN-Call (an Clubstationen, soweit möglich) die erste Wahl. Die Leute lernen die "äußere Umgebung" einer Funkstation kennen, d.h. den Verein und seine Mitglieder vis-a-vis.
    3. Spielen wir die bisherigen "Gewinne" der Länder durch, die die "CE-Geräte-Liz" eingeführt haben, dann würde, als Beispiel ein K-Liz Schub von zusätzlich 3.000 neuen Lizenzen in DL pa über 3 Jahre etwa wie folgt aussehen: Von den 9.000 Newbees werden 4.000 garnicht erst in den DARC eintreten (derzeitiger Organisationsgrad). Von den restlichen (zusätzlichen) Mitgliedern werden nach 5 Jahren etwa noch 500 Mitglieder im DARC sein (Obergrenze geschätzt 1.000). Ich habe etwas ähnliches 2009 schon per Simulation durchgespielt (@Herbert, mach eine Strich auf meiner (Un)tatenliste, hi). Jedenfalls sieht man bei der derzeitigen Weglaufquote nach 10 Jahren nichts mehr von einem Eintrittsboom, wenn sich das Vereinsklima nicht ändert.

    Aus meiner Sicht, damals wie heute, Karsten hat es bereits kürzer geschrieben, es bringt nur Nachteile für den Verein. Und ........ egal wie alle über den DARC denken, ohne eine Verbandsvertretung gegenüber der Politik, hätten wir heute schon längst keine Frequenzen mehr, bzw. wir hätten sie evtl. nach dem Krieg garnicht mehr bekommen. Ich möchte mal DB6EUs Kommentar etwas abwandeln (Rainer, Nachsicht ....): wenn beim DARC das Licht ausgeht, wird der Amateurfunk wieder das, was er mal war ---- 1933, aber unter der Ägide des THWs als dessen Hilfstruppe.

    Etwas böse, aber .......... ????????????? 73 Peter

    (Also bitte: nach dem 30.9.2016 alle wieder eintreten :) )


  • Für diese Art der Teilnahme am Amateurfunkdienst brauche ich eine vernünftige Betriebstechnik, aber ganz sicher kein "Selbstbaurecht". - Vom Kursbeginn zur Lis-Aushändigung in 1 Woche? Müsste machbar sein!


    Alfred, mit Verlaub, für diese Art der Betätigung brauche ich nicht am Amateurfunkdienst teilzunehmen. Es genügen entweder

    • Ein PC mit Headset und ICQ oder
    • Ein Handy (muss nichtmal ein Smartphone sein) sowie eine prepaid SIM-Karte

    hw?

  • Für eine Teilnahme am Amateurfunkdienst in der von mir beschriebenen Art brauchst du sogar eine Lis! Dafür ist es dann eben eine Teilnahme am Amateurfunkdienst; ICQ oder Handy ermöglichen das nicht.

    Aber das haben wir vor langer Zeit alles schon einmal diskutiert und ich verspüre wenig Lust, hier eine Neuauflage zu starten. Für mich ist die Richtung klar und ich bin mit der Entwicklung zufrieden. (Jüngstes Beispiel: Icom ID-51e Plus 2)

    73, Alfred, OE5AKM

  • Für eine Teilnahme am Amateurfunkdienst in der von mir beschriebenen Art brauchst du sogar eine Lis! Dafür ist es dann eben eine Teilnahme am Amateurfunkdienst; ICQ oder Handy ermöglichen das nicht.

    Aber das haben wir vor langer Zeit alles schon einmal diskutiert und ich verspüre wenig Lust, hier eine Neuauflage zu starten. Für mich ist die Richtung klar und ich bin mit der Entwicklung zufrieden. (Jüngstes Beispiel: Icom ID-51e Plus 2)

    73, Alfred, OE5AKM


    Ja, Deine Ansichten sind hinIänglich bekannt! Ich habe allerdings eine völlig andere Vorstellung von der Teilnahme am Amateurfunkdienst. In der von Dir angestrebten Trivialform, ohne Selbstbau, eigene Antennen, Erkenntnisgewinne zu Physik und Technik sowie einer guten Morsetaste (ja, auch die gehört bei mir selbstverständlich dazu) fände ich keine Befriedigung, sie wäre für mich völlig wertlos.

  • Na ja.
    Ohne Nachgewiesene Kentnisse im OSI Modell, Switching und Routingprotkollen sollte niemand am Digitalfunk teilnehmen dürfen.
    Wo kommen wir da hin wenn man ohne Ahnung und nachgewiesener Fähigkeiten ein Digitalgerät in Betrieb nimmt.

    Ne ne.
    Klopfen zu können reicht dazu nicht aus. Man muss min. BGP konfigurieren und das OSI erklären können.

    Deine Wahrnehmung, deine Realität bestimmt (Yoda)

  • Bitte bitte nicht diesen Zyklus neu auflegen. Den hatten wir 2008/9 schon durch.

    Es ist vieler heißer derzeit mit dem EMVG. Gleichzeitig ein Paradebeispiel, wo wir ohne Verband in die Sch........ rauschen. Ob wir es mit Verband schaffen (gegen die Industrie), ist eine andere Sache. Auf jeden Fall sind unsere DARC-Leute aktiv, müssen nach Berlin etc. ------ und sich als Dank dafür der Frage stellen, wieso für einen Gesetzesentwurf Kosten zurück gestellt werden.

    Ich lasse es mal dabei, weil ich gerne "meinen" MdB zu dem Thema anschreiben möchte. Gestern kann die Frequenznutzungs-Rechnung und mit dem geplanten EMVG nutzen mir die Frequenzen nichts mehr. Also irgendwo ..........

    73 Peter (ich lese im EMVG Thread schon mit, aber hier mal als Klassiker, für was wir organisiert sein müssen.)

  • Tach,

    Na ja.
    Ohne Nachgewiesene Kentnisse im OSI Modell, Switching und Routingprotkollen sollte niemand am Digitalfunk teilnehmen dürfen.
    Wo kommen wir da hin wenn man ohne Ahnung und nachgewiesener Fähigkeiten ein Digitalgerät in Betrieb nimmt.

    Ne ne.
    Klopfen zu können reicht dazu nicht aus. Man muss min. BGP konfigurieren und das OSI erklären können.


    Deswegen schrieb ich ja auch, dass das für mich dazugehört, so selbstverständlich wie Du Deine Router handhabst. Ich schrieb nicht, dass ich die Taste mit ins Bett nehme. :)

    Aber denk Dir nichts, ich hab vor 25 Jahren schon UUCP über X.25 auf einer SUN Workstation eingerichtet, um damit Usenet-News und email in der Firma bereitstellen zu können, in der ich damals gearbeitet habe. Die Kollegen durften dann darauf mit Terminals zugreifen. Hei, das waren noch Zeiten! Ähh.... warst Du da überhaupt schon auf der Welt? 8o Dennoch ist der digitale Amateurfunk nicht meine Sache und das wird wohl so bleiben.

    So, damit will ich die Exkursion des Können wollens und - müssens aber nun endgültig beenden.

    @Peter SCNR....

  • @ pfiffikus:

    So hat tatsächlich jeder von uns seine eigenen Vorstellungen von Amateur Radio. Mir ist es kein Anliegen, die meinen als allein "richtig" durchzusetzen - ich bin und war für Vielfalt: Wer morsen will, soll es tun (und halbwegs können); wen mehr die Möglichkeiten einer Koppelung von Amateurfunk und Internet interessieren, soll dorthin seinen Schwerpunkt legen...

    Das Ganze möglichst ohne gegenseitiges Niedermachen oder mehr oder weniger versteckte Seitenhiebe!

    73, Alfred, OE5AKM

  • Dazu dann eine (Ankreuz-)Prüfungsfrage:
    - Wie viele Schichten hat das ISO/OSI 7-Schichten Modell?
    1) 6
    2) 7
    3) 8
    4) keine

    ;)


    Dazu die Eselsbrücke
    von 7 nach 1:
    An Darmausgängen sichtete Travis verschiedene sichelförmige Birnen
    oder auch:
    An dem Samstag trug Verena nen String in Blau
    :D

  • Im Moment laufen einige Proteste inkl. Petition gegen das EMVG. Mittwoch soll der Ausschuß empfehlen und Donnerstag der Bundestag es durchnicken. Wenn es so wie derzeit durchgeht, haben wir alle ein Problem, auch die OMs ohne Verbandsvertretung.

    Man sollte sich schon überlegen, "wo das kleinere Übel sitzt" ----- wenn man schon nichts positives erkennen will. Alleine erreicht man ziemlich sicher Null, außer man löst den BMWi Minister persönlich ab ........

    73 Peter

  • Laut Terminplan soll heute der Ausschuß abschließend über das EMVG beraten und morgen der Bundestag es (vermutlich zu gunsten der Industrie) durchwinken. Die Petition als .pdf habe ich zusammen mit zwei Doc's aus dem DARC-Bereich an "meinen" MdB geschickt. Eines davon ist eine Pressenotiz des Clubs, unter 160922_Pressemitteilung_EMVG_RTA.doc auch für Nichtmitglieder lesbar. Die Petition von Karl habe ich im ePetitionenverzeichnis des Bundestages nicht gefunden, d.h. mit allgemeinem Unterzeichnen wird wohl nichts.

    Meinen Brief (Mail) habe ich damit eingeleitet, daß mir zwar eine Rechnung zur genehmigten Frequenznutzung in's Haus geflattert ist (3 Jahre rund 88 Euro), aber Minister Gabriel mir ungestörten Funkdienst trotz EU-Richtlinie nicht zugesteht. (so in etwa, etwas formeller). Vielleicht kann sich der eine oder andere dazu entschließen, ebenfalls zu schreiben.

    Es ist übrigens nur ein Gerücht, das die BNetzA nur bei DARC-Mitgliedern zugunsten defektem Elektroschrott der Industrie entscheidet, weil sie den DARC nicht leiden kann. Das BMWi als Dienstherr kann alle Funkamateure nicht leiden, auch Nicht-DARC-Mitglieder NICHT.

    73 Peter

    ps ......... und wenn noch so oft getrommelt wird, niemand MUSS aus dem DARC austreten, es nutzt herzlich wenig gegenüber den Problemen, die wir alle haben.

  • Ich habe keine Ahnung, ob das nicht nur ein Gerücht ist. Nils ist bekannt wie ein buntes Huhn und Alzheimer ist ja nun noch nicht im Vorstand :) . Wenn der DARC von jedem Austritt einen Datenbankrecord anlegt ....... die müßte ja schon so dick wie Mitgliederdatenbank sein, hi. Wir haben schon einige Re-Entries im Verein, bei uns im OV eine komplette Familie, leider der OM inzwischen SK, aber der Enkel trainiert schon länger. @Rainer: ich bin jetzt mal etwas boshaft ...... wenn Du Dich denn traust, versuchs's mal ..... (aber ohne Gewehr, sorry Verzeihung: Gewähr) .....
    73 Peter

  • Es soll eine schwarze Liste geben mit Leuten die der DARC nicht haben will....

    Nils Schiffhauer und wahrscheinlich ich auch....


    Ob die Liste existiert oder nicht:

    Vermutlich habt Ihr euch dort durch euer Verhalten als Erste eingetragen?!?!?!?

  • Ich weiß nicht .................. ob ich das glauben muß. Wir hatten Leute, die per Austrittsverfahren, oder wir immer das satzungsgerecht heißt, "hinauskomplimentiert" wurden. Dann gibt es Leute, die dem Vorstand persönlich bekannt sind und mit etwas Pech zu dessen Freude selber ausgetreten sind --- da wird es dann schon schwierig, ein Re-Willkommens-Ok zu ergattern. Ich kenne die Prozedere bei dem Rest der Re-Entries nicht, aber wenn jemand noch keinen ausgesprochenen Ärger provoziert hat und wieder zurück will, würde es mich schon wundern, wenn er nicht wieder ein OK zum Eintritt kriegt.

    Das ist übrigens in etlichen Vereinen so, oft schon auf Ortsgruppen-Ebene, d.h. alles andere als DARC-spezifisch. Niemand holt sich gerne einen "Brandstifter" in den Verein. Allerdings wird auch niemand sofort bei Kritik oder auch mal "auf dem Tisch" hauen raus befördert. In manchen Vereinen geht es nur via Fürsprecher oder einer satten Probezeit als Gast überhaupt in den Verein --- hat mich z.Bspl. beim Schäferhundeverein gewundert. Die schauen sehr genau hin, wie jemand auftritt und wie jemand mit seinem Hund umgeht, bevor genickt wird. Nur hingehen, Antrag stellen und so funktioniert nicht.

    Zu dem Thema muß ich beim DARC an sich passen und habe jetzt nur meinen unbedarften Senf dazu gegeben. Ich habe keine Ahnung mehr, wie mein Eintritt damals gelaufen ist. Einzelne Ablehnungen kenne ich nur vom Hören/Sagen und habe mangels Kenntnis der Leute auch nie nachgefragt.

    73 Peter