Wer willens und in der Lage ist eine vernünftige Antenne aufzubauen, wird sehr viel länger seinen Spaß haben. Ich stelle mit meinen Antennen und 100W an der US-Ostküste ein S9+ Signal hin, sofern die condx mitspielen. Notfalls lege ich noch ein paar dB drauf :-).
Mit anderen, geeigneten Antennen kann ich an jedem X-beliebigen Punkt in Europa ein noch stärkeres Signal erzeugen. Da müsste der Störpegel bei der Gegenstation schon auf S-Meter Anschlag steigen, um kein QSO mehr zustandezubringen. In diesem Fall würde ich mir dann eher Gedanken um die Gesundheit meines QSO-Partners und die Betriebssicherheit seiner Haushaltsgeräte machen ;-). Habe ich bei mir vor Ort aber keine Störungen, so kann ich die Gegenstelle perfekt aufnehmen, selbst wenn sie nur marginal hier ankommt. Deswegen hätte der Funkschutz in Deutschland eigentlich absolute Priorität zu genießen, vor allem anderen!
Die Leute mit Behelfs- oder Spielzeugantennen (13m Draht mit 1:9 UNUN z.B.) werden der Sache vermutlich als erste zum Opfer fallen. Die sind aber jetzt schon angenehm leise auf den Bändern. Natürlich ist der Aufbau richtiger Antennen nicht jedermann möglich, ich kenne aber nicht wenige Leute, die, weil sie von Zuhause aus nicht arbeiten können, Funkbetrieb von einem Gartengrundstück aus machen oder gar extra wegen der Funkerei in die Einöde gezogen sind. Alfred, Du könntest das auch, das Waldviertel oder das Burgenland bieten sich da beispielsweise an. Alles eine Frage der persönlichen Wertschätzung des Hobbys und des Nachdruckes, mit dem es ausgeübt wird!
Zudem wird es weltweit immer genügend Stationen geben, die von wenig oder keinerlei Störungen geplagt werden.
Mit Verlaub, ich glaube nicht, dass wir beide das Ende des klassischen Amateurfunks noch erleben werden, insofern ist dies eine Diskussion um des Kaisers Bart.