DARC: Mitgliedervotum, DV, MV, Imperatives Mandat

  • In Sachen Mitgliedervotum aus dem Distrikt, und der Idee, dass der DV dieses in der MV vertreten sollte, gab es ja schon 2011/2012 eine Debatte um das Imperative Mandat, nachdem der OV E12 einen Antrag an die MV gerichtet hatte, der diesen Eindruck vermittelte (aber nicht so gemeint war).

    Der E12 Antrag 15A wurde seinerzeit (11.2011) abgelehnt, aber in der folgenden MV (04.2012) neu eingebracht (Anträge 9A und 9B). Der Antrag 9A wurde vom DV E zurück gezogen, der Antrag 9B wurde dagegen angenommen:

    "Einholung eines Meinungsbildes zu Anträgen
    Text des Antrages:
    Die Mitgliederversammlung möge beschließen:
    Der Satzungsausschuss wird beauftragt, im Rahmen der Neufassung der DARC-Satzung und der -Vereinsordnungen, dass die auf einer Mitgliederversammlung zur Abstimmung stehenden Anträge -Eilanträge ausgenommen- im Vorfeld einer AR-Versammlung über den jeweiligen Distriktsvorsitzenden den Ortsverbandsvorsitzenden zur Kenntnis gebracht werden. Deren Meinungsbild sowie das Meinungsbild der Ortsverbandsmitglieder soll soweit möglich eingeholt werden.
    Die eingegangenen Antworten aus der Mitgliederschaft sollen dem Distriktsvorsitzenden als Orientierung dienen. Dabei ist es den Mitgliedern des Distriktes freigestellt, inwieweit sie eine Stellungnahme an ihren Distriktsvorsitzenden übermitteln. Der Distriktsvorsitzende soll das Meinungsbild aus seinem Distrikt mit in seine Überlegungen zur Abstimmung einfließen lassen können
    "

    Da es die Neufassung der Satzung m.W. bis heute nicht gab (und wohl auch nicht mehr geben wird), war die Sache wohl für die Katz - oder?

    In der aktuellen Satzung steht nichts davon und in der GO nur:

    Geschäftsordung Punkt 6.4:

    "6.4. Meinungsbild der Mitglieder zu den Anträgen an die Mitgliederversammlung Vor jeder Mitgliederversammlung sollten alle gestellten Anträge in den Ortsverbänden besprochen und ein Meinungsbild erarbeitet werden. Dieses Meinungsbild sollte vom Ortsverbandsvorsitzenden spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung seinem Distriktsvorsitzenden mitgeteilt werden."

    Habe ich etwas übersehen? Was wird nun aus dem Wunsch des AR? Wird man es in die aktuelle Satzung einbauen? Wäre ja schade, wenn angenommene Anträge nicht Realität würden, oder?

    73
    Karsten

    73 Karsten

  • .....
    Deren Meinungsbild sowie das Meinungsbild der Ortsverbandsmitglieder soll soweit möglich eingeholt werden Die eingegangenen Antworten aus der Mitgliederschaft sollen dem Distriktsvorsitzenden als Orientierung dienen. Dabei ist es den Mitgliedern des Distriktes freigestellt, inwieweit sie eine Stellungnahme an ihren Distriktsvorsitzenden übermitteln. Der Distriktsvorsitzende soll das Meinungsbild aus seinem Distrikt mit in seine Überlegungen zur Abstimmung einfließen lassen können[/i]"

    In der aktuellen Satzung steht nichts davon....

    Für mich ist es auch heute immer noch nicht nachvollziehbar!
    EIn DV, der den Antrag aus seinem eigenen Distrikt in der Abstimmung NICHT unterstützt, ist für mich KEIN Vertreter meines Distikts!
    Imperatives Mandat ist für mich PFLICHT eines DV's!
    DA ist Bea ja sehr konsequent! :thumbup:

  • Imperatives Mandat und Meinungsbild sind zweierlei. Zum Meinungsbild: steht doch in der GO und muß (aus Kostengründen Registergericht) nicht in die Satzung. Es gilt dort genau so. Das wurde im Distrikt C einige Jahre durchgezogen, per EMail, mit sehr schlechtem Rücklauf (~10%). Mit den beiden letzten OVVs ist es eingeschlafen, bzw. kommt zumindest bei mir nicht mehr an. Werde den OVV mal ansprechen, was der aktuelle Stand ist.

    Jetzt zum imperativem Mandat: bei dem minimalen Rücklauf kann der DV kein Meinungsbild bekommen, außer daß es der Mehrheit egal ist. Ein sehr altes Lied: Funken, Vergnügen und den Rest sollen die da oben richten. Bei eigenen Distriktanträgen sollte der DV den auch durch ziehen, ausgenommen sinngemäßer Änderungen bei neuen Erkenntnissen auf der MV. Ich bin persönlich gegen eine Knebelung (imperatives Mandat) des DVs. Es bleibt ja immer noch die Abwahl nach Satzung - die die OVVs dann auch nutzen sollten, wenn der DV sie unbegründet nicht vertritt. Da hat es ja bereits genügend Knatsch gegeben, aber mein Mitleid mit OVVs, die ihre Rechte nicht nutzen, hält sich in Grenzen.

    Sorry, Karsten, meine Meinung dazu. -- kennst Du ja schon länger, 73 Peter

  • Imperatives Mandat und Meinungsbild sind zweierlei. Zum Meinungsbild: steht doch in der GO und muß (aus Kostengründen Registergericht) nicht in die Satzung. Es gilt dort genau so. Das wurde im Distrikt C einige Jahre durchgezogen, per EMail, mit sehr schlechtem Rücklauf (~10%). Mit den beiden letzten OVVs ist es eingeschlafen, bzw. kommt zumindest bei mir nicht mehr an. Werde den OVV mal ansprechen, was der aktuelle Stand ist.

    Jetzt zum imperativem Mandat: bei dem minimalen Rücklauf kann der DV kein Meinungsbild bekommen, außer daß es der Mehrheit egal ist. Ein sehr altes Lied: Funken, Vergnügen und den Rest sollen die da oben richten. Bei eigenen Distriktanträgen sollte der DV den auch durch ziehen, ausgenommen sinngemäßer Änderungen bei neuen Erkenntnissen auf der MV. Ich bin persönlich gegen eine Knebelung (imperatives Mandat) des DVs. Es bleibt ja immer noch die Abwahl nach Satzung - die die OVVs dann auch nutzen sollten, wenn der DV sie unbegründet nicht vertritt. Da hat es ja bereits genügend Knatsch gegeben, aber mein Mitleid mit OVVs, die ihre Rechte nicht nutzen, hält sich in Grenzen.

    Sorry, Karsten, meine Meinung dazu. -- kennst Du ja schon länger, 73 Peter


    Würde ich so nicht stehen lassen wollen. 10% sind besser als nichts und vermutlich genau die 10%, die auch aktiv sind - und deren Meinung respektiert und eingebracht werden sollte. Du willst also dem DV einen Persilschein ausstellen, nur weil der Großteil der Mitglieder gleichgültig mit den Schultern zuckt? Oder habe ich Dich da jetzt missverstanden? Ein besseres Meinungsbild oder Mandat wird der DV in der Mehrheit der Fälle nicht bekommen. Daran sollte er sich dann auch halten!

  • 10% sind besser als nichts und vermutlich genau die 10%, die auch aktiv sind - und deren Meinung respektiert und eingebracht werden sollte. ....... Ein besseres Meinungsbild oder Mandat wird der DV in der Mehrheit der Fälle nicht bekommen. Daran sollte er sich dann auch halten!

    Ich bin gegen eine starre Knebelung, d.h. damit auch gegen ein (formal) imperatives Mandat. Ich glaube, Du hast selbst an anderer Stelle gegen zuviel starre Regeln geschrieben. Mit dem zitierten Teil liegst Du voll auf meiner Linie, aber wie zitiert .... Konjunktiv, er sollte. Ein guter DV kennt die Grundstimmung zu den meisten Themen und Anträge kommen nicht aus heiterem Himmel. Es kann sein, daß bei einer formalen Umfrage sich nur die Schreihälse melden, aber nicht die aktiven Betroffenen, bzw. die Umfrage vermittelt ein falsches Bild von dem DV bekannten allgemeinen Tendenzen . Er sollte dann (begründet) auch von der formalen Umfrage zugunsten der Allgemeinheit abweichen dürfen. Das sind sicher seltene Abweichungen, ebenso wie die Rücknahme von Anträgen. Ist mir selbst schon mit einem eigenen Antrag passiert (2008 oder 2009), den der DV (trotz Durchlauf durch die Ochsentour OV- & DV-Vers.) zurück nahm. Allerdings war diese Variante vorher mit mir besprochen worden und ok. Also: er sollte schon Beschlüsse seines Distriktes wie beschlossen vertreten, aber eben nicht auf Biegen und Brechen, egal wie das "Wetter" auf der MV ist.

    73 Peter

  • Ein Imperatives Mandat geht zu weit und von daher war der angenommene Antrag soweit ok. Ob ein DV nun "gehalten" ist gem. Abstimmung im Distrikt auch in der MV abzustimmen (so war der Wortlaut im E12 Antrag) oder ob er sich an das Distriktsvotum halten "sollte" (so wurde es schließlich formuliert), macht für mich keinen Unterschied. Die Frage ist nun, wie kommt das in die aktuelle Satzung (beschlossen wurde es ja schon). Meinetwegen kann man die GO auch entsprechend erweitern, aber in der GO steht eben nicht mehr, als dass die OVs dem DV berichten sollen. Ich finde das ist qualitativ etwas zu wenig.

    Ansonsten: Wenn in DL nur 10% zur Wahl gehen würden, würden diese 10% über die Zusammensetzung der Parlamente entscheiden. Also nur wer seine Stimme abgibt kann gehört werden, aber nur weil nur 10% ihre Stimme abgeben heißt das nicht, dass deren Stimme nichts "wert" ist! Dass die "Schreihälse" (die Interessierten) nun mehr Gehör finden, liegt in der Natur der Sache.

    Die Begründungen bei einer Ablehnung fehlen meist ohnehin. Nicht nur wenn der DV nicht gem. Distriktsvotum abstimmt, sondern auch in den MV Protokollen. Dabei gebietet es der Respekt gegenüber den Antragstellern, die sich die Mühe einer Begründung gemacht haben, die Ablehnung ebenfalls schlüssig und nachvollziehbar zu begründen.

    73 Karsten

    73 Karsten

  • ....ob er sich an das Distriktsvotum halten "sollte" (so wurde es schließlich formuliert), macht für mich keinen Unterschied. Die Frage ist nun, wie kommt das in die aktuelle Satzung (beschlossen wurde es ja schon). Meinetwegen kann man die GO auch entsprechend erweitern, aber in der GO steht eben nicht mehr, als dass die OVs dem DV berichten sollen. Ich finde das ist qualitativ etwas zu wenig.

    Schade, daß wir dazu nicht mehr DH4NAD fragen können, der hat ja alles kreuz und quer geprüft. Ich vermute, daß die Forderung "Der Distriktsvorsitzende soll das Meinungsbild aus seinem Distrikt mit in seine Überlegungen zur Abstimmung einfließen lassen können" im Prinzip unnötig als Satzungs-/GO-Text ist. Den OVVs hat man keinen Zwang zur Weitergabe auferlegen wollen -- hätte aber ruhig können. Wie der DV mit den Informationen umgeht:

    Quote from GO 6.1

    ..Die Mitglieder des Amateurrates vertreten sowohl die Interessen der Mitglieder ihres Distriktes als auch die des Gesamtverbandes. Sie sind in ihren Entscheidungen an keine Weisungen gebunden.

    D.h. er muß den Distrikt-Antrag auch auf DARC-Verträglichkeit abwägen. Es macht m.E. keinen Sinn, dazu weitere Texte ein zu bauen.

    Ein Dauerbrenner ohne alle befriedigende Lösung. Es hängt wieder mal an der gewählten Persönlichkeit. 73 Peter

    Als Nachtrag dazu: DL3MBG hat zu seiner Zeit als DV diese Meinungsbildabfrage konsequent durchgezogen. Unser damalige OVV - eine YL, die Söhne groß gezogen hat und dadurch den Flohzirkus OV super (sozial-)kompetent geführt hatte - hat mitgemacht und alle angeschrieben, bzw. den einzigen Internet-Ignoranten auch noch abgefragt. Daher stammen auch meine ~10%. Was mit DV-Wechsel (Christian mußte als VO das Amt abgeben) und zwei OVV-Wechseln danach passiert ist, muß ich noch abfragen. Die ehemalige OVV-YL habe ich heute in unserer Sonntags-OV-Runde fragen können. Möglicherweise hat man es allgemein fallen lassen, weil der Rücklauf vs. Aufwand einfach zu kläglich war. Mir ist es nicht einmal aufgefallen, weil ich bei den wenigen mir wichtigen Anträgen dem DV immer schon per Mail geschrieben habe. (Wenige deshalb, weil manche Anträge einfach Krampf waren, nur Satzungs-Grammatik betrieben haben und ansonsten vorhersehbar auch ohne meine Meinung beschlossen wurden - wie die jetzigen.)


  • Ein Dauerbrenner ohne alle befriedigende Lösung. Es hängt wieder mal an der gewählten Persönlichkeit. 73 Peter

    Als Nachtrag dazu: DL3MBG hat zu seiner Zeit als DV diese Meinungsbildabfrage konsequent durchgezogen. Unser damalige OVV - eine YL, die Söhne groß gezogen hat und dadurch den Flohzirkus OV super (sozial-)kompetent geführt hatte - hat mitgemacht und alle angeschrieben, bzw. den einzigen Internet-Ignoranten auch noch abgefragt. Daher stammen auch meine ~10%. Was mit DV-Wechsel (Christian mußte als VO das Amt abgeben) und zwei OVV-Wechseln danach passiert ist, muß ich noch abfragen. Die ehemalige OVV-YL habe ich heute in unserer Sonntags-OV-Runde fragen können. Möglicherweise hat man es allgemein fallen lassen, weil der Rücklauf vs. Aufwand einfach zu kläglich war. Mir ist es nicht einmal aufgefallen, weil ich bei den wenigen mir wichtigen Anträgen dem DV immer schon per Mail geschrieben habe. (Wenige deshalb, weil manche Anträge einfach Krampf waren, nur Satzungs-Grammatik betrieben haben und ansonsten vorhersehbar auch ohne meine Meinung beschlossen wurden - wie die jetzigen.)

    Deine 10% werden stimmen (je nach OV).

    ABER:
    DIE 10% sollten wenigsten in die Entscheidung des DV einfließen!
    Ich rede auch nicht über die Satzungsgrammatik.

    Die, die "keine Meinung" haben, es nicht interessiert oder Nichtmitglieder sind, fallen eben unter den Tisch.
    So ist das Leben.

    Die Fraktion der Nichtwähler hätte z.B. nach einer Bundestagswahl schon öfters die stärkste Fraktion gestellt..

  • Wenn nur 10% zur Abstimmung auftauchen nennt man das Minderheitenvotum.
    Wer damit nicht einverstanden ist soll zur Abstimmung kommen.

    Wenn der DV bei 10% sich entgegen gutem Wissen die 10% so vertritt besteht die Gefahr von den andere 90% abgewählt zu werden.

    Anträge zur MV sollten in den OV abgestimmt werden. Das Ergebnis dieser Abstimmung hat der DV dann in der MV zu vertreten.

    So einfach könnte es sein.

    Deine Wahrnehmung, deine Realität bestimmt (Yoda)

  • Wenn der DV bei 10% sich entgegen gutem Wissen die 10% so vertritt besteht die Gefahr von den andere 90% abgewählt zu werden.
    Anträge zur MV sollten in den OV abgestimmt werden. Das Ergebnis dieser Abstimmung hat der DV dann in der MV zu vertreten.

    Nachdem es so schön und einfach in der Theorie ist, nehmen wir mal in der Praxis den DV C von Ende 2009 mit 37 OVs und ~2.300 Mgl, also ~63/OV. Christian hat es damals mit vorgekauter EXCEL Tabelle allen so einfach wie möglich gemacht und auch um Kommentare gebeten. Ich muß die Zahlen jetzt aus der Erinnerung holen, also bitte als Größenordnung betrachten und gleich als schlechtes Beispiel der eigene OV: von ~70 Mgl hat der OVV 3-5 Rückmeldungen bekommen und ein paar mit Gesprächen ergänzt. Nur mal, um die 10% als bereits großzügige Annahme einzuordnen. 1/3 der OVs meldet garnichts zurück (typische Größenordnung), also sind 700 Mgl schon mal weg, Jetzt kommen die 10% der restlichen OVVs, d.h. dem DV werden ~160 Meinungen (von 2.300) mitgeteilt.

    Es ist ja noch nicht mal eine wirksame Abstimmung in den OV-Versammlungen, sondern nur eine Meinungsumfrage. Sicher, ein Hilfe für den DV, aber ......... er soll trotzdem nach Satzung auch zum Wohl aller restlichen 41.800 Mgl (2009) entscheiden. Siehe GO 6.1 - bereits gepostet. Da fängt es wirklich an, Kasperletheater zu werden, wenn man dem DV ein eventuelles Abweichen von dem "Auftrag der 160" vorwerfen würde und Abwahl. Wobei .... dazu sind 2/3 der OVVs nötig - und 1/3 hatte eh keine Meinung, und die 2/3 sollen jetzt jeder wegen 10% ihrer OV Mitglieder den DV "stürzen" ??

    Das wäre etwa das gleiche, als wenn in Dresden wieder mal ein paar tausend "Wir sind das Volk"-Grölende wegen Nicht-Beachtung ihrer Forderung die Neuwahl des Ministerpräsidenten von Sachsen einfordern. Minderheitenrechte ok, aber das heißt noch lange nicht, daß der Rest nach deren Pfeife tanzt.

    73 Peter

  • Quote from DB6ZH


    Nachdem es so schön und einfach in der Theorie ist, nehmen wir mal in der Praxis den DV C von Ende 2009 mit 37 OVs und ~2.300 Mgl, also ~63/OV. Christian hat es damals mit vorgekauter EXCEL Tabelle allen so einfach wie möglich gemacht und auch um Kommentare gebeten. Ich muß die Zahlen jetzt aus der Erinnerung holen, also bitte als Größenordnung betrachten und gleich als schlechtes Beispiel der eigene OV: von ~70 Mgl hat der OVV 3-5 Rückmeldungen bekommen und ein paar mit Gesprächen ergänzt. Nur mal, um die 10% als bereits großzügige Annahme einzuordnen. 1/3 der OVs meldet garnichts zurück (typische Größenordnung), also sind 700 Mgl schon mal weg, Jetzt kommen die 10% der restlichen OVVs, d.h. dem DV werden ~160 Meinungen (von 2.300) mitgeteilt.

    Eben ein klassisches Minderheitenvotum.

    Quote from DB6ZH


    Es ist ja noch nicht mal eine wirksame Abstimmung in den OV-Versammlungen, sondern nur eine Meinungsumfrage. Sicher, ein Hilfe für den DV, aber ......... er soll trotzdem nach Satzung auch zum Wohl aller restlichen 41.800 Mgl (2009) entscheiden. Siehe GO 6.1 - bereits gepostet. Da fängt es wirklich an, Kasperletheater zu werden, wenn man dem DV ein eventuelles Abweichen von dem "Auftrag der 160" vorwerfen würde und Abwahl. Wobei .... dazu sind 2/3 der OVVs nötig - und 1/3 hatte eh keine Meinung, und die 2/3 sollen jetzt jeder wegen 10% ihrer OV Mitglieder den DV "stürzen" ??

    Das wäre etwa das gleiche, als wenn in Dresden wieder mal ein paar tausend "Wir sind das Volk"-Grölende wegen Nicht-Beachtung ihrer Forderung die Neuwahl des Ministerpräsidenten von Sachsen einfordern. Minderheitenrechte ok, aber das heißt noch lange nicht, daß der Rest nach deren Pfeife tanzt.

    Wenn nur die paar tausend in Dresden zur Wahl gehen würden...
    (Wobei ich keinen Schimmer habe ob zu einer Landtag/Bundestagswahl ein min. an Wählerstimmen notwendig ist.)
    Das wäre in etwa das Szenario welches du oben beschrieben hast.

    Die AfD bekäme 99% der Stimmen.
    Danach wäre helle Aufregung der Nichtwähler mit etlichen Versuchen die Wahl anzufechten, was in etwa mit den 2/3 der Mitglieder in dem Beispiel zu vergleichen wäre.

    Es sind erstaunliche Parallelen zu der aktuellen Politik zu beobachten.
    Das Volk stöhnt und schüttelt mit dem Kopf und die Regierung macht was sie will, im Namen des Volkes.
    Man gründet einfach Koallitionen bis man die Mehrheit wieder erreicht und macht heiter weiter.
    Und so geschieht es das manch einer sich Jahre um das Wohl des Volkes kümmern kann der vom Volk selber schon lange davon gejagt sein würde.

    Deine Wahrnehmung, deine Realität bestimmt (Yoda)

  • Der Distriktsvorsitzende soll das Meinungsbild aus seinem Distrikt mit in seine Überlegungen zur Abstimmung einfließen lassen können"

    Das war der eigentlich springende Punkt, der in Satzung/GO nicht so explizit aufgeführt wurde. Ich habe lediglich per Beispiel aufgezeigt, daß ein DV nach GO 6.1 Umfrage ein Meinungsbild von 160 Mgl (aus 2.300) erhält. Das ist nicht einmal ein sinnvolles Minderheitenvotum, daß ist einfach nur ein trauriges Kapitel Vereins-Mitarbeit.

    Es sind erstaunliche Parallelen zu der aktuellen Politik zu beobachten. Das Volk stöhnt und schüttelt mit dem Kopf und die Regierung macht was sie will, im Namen des Volkes.

    Erstaunlich ist aus meiner Sicht nur Dein Weltbild. Wer ist denn jetzt bei Dir "das Volk" ?? Keine Mitarbeit in den Parteien oder anderen politischen Gremien, nicht wählen, auf dem warmen Sofa sich per TV / Radio / Zeitung Bildung vorkauen lassen ??? Ein solches Volk (entsprechend den 2.000+ auf dem Distrikt-Sofa) kann von mir aus den Kopf schütteln, bis er abfällt, und stöhnen was es mag - es hat die Regierung (VO / DV / OVV), die es verdient hat.

    Wenn Du Dir mal die Mühe machst, wieviel Kopfwackler und Stöhner wir überhaupt haben ---- es sind noch weniger als die 10%, die mit arbeiten. Allerdings kennt jeder derjenigen einen, der mal gesagt hat, er habe von einem gehört, der etwas gehört hat, usw. --- so daß eine zig-fache Masse vorgeschoben wird, die nur in der Einbildung existiert. Es sind nämlich immer die gleichen, die sich im Kreis herum (endless loop) vorwackeln und vorstöhnen. Nichts als heiße Luft .....

    73 Peter

  • Quote from DB6ZH

    Erstaunlich ist aus meiner Sicht nur Dein Weltbild. Wer ist denn jetzt bei Dir "das Volk" ?? Keine Mitarbeit in den Parteien oder anderen politischen Gremien, nicht wählen, auf dem warmen Sofa sich per TV / Radio / Zeitung Bildung vorkauen lassen ???

    Was erstaunt dich daran ?
    Auf die Politik bezogen haben wir alle 4 Jahre die Möglichkeit zu entscheiden welche der Wahlversprechen-Lügen wir folgen.
    Ist einmal gewählt hast du hinzunehmen was entschieden wird. Und selbst wenn du Pflastersteine auf den Bundestag wirfst hast du keinerlei Einfluss mehr. Grade bei CETA/TTIP/Wirschaffendas wird der Wille des Volk volkommen ignoriert.

    Auf den DARC bezogen sieht es doch so aus das nach deiner Aussage <10% sich aktiv beteiligen.
    Die Aktivität macht aber Aufgrund des freien Mandat keinerlei Sinn da der DV eh entscheidet wie er will.
    Pflastersteine auf den DV zu werfen hätte hier, anders als bei der Regierung, allerdings eine Wirkung.

    Quote from DB6ZH

    Ein solches Volk (entsprechend den 2.000+ auf dem Distrikt-Sofa) kann von mir aus den Kopf schütteln, bis er abfällt, und stöhnen was es mag - es hat die Regierung (VO / DV / OVV), die es verdient hat.

    Dann spricht ja nichts gegen das Imperative Mandat so das ein VO/DV/OVV den Willen der Abstimmenden vertreten muss.
    Und wenn es eben dur der Wille von <10% ist. Die anderen bekommen ja was sie verdient haben.
    So hast du, wenn du dich unter den <10% befindest, wenigstens die "Möglichkeit mitzugestalten" und nicht nur "Möglichkeiten aufzuzeigen"

    Jetzt haben ca.1000 Mgl. ein begehren auf den Weg gebracht. Ob das Sinn macht oder nicht sei mal dahin gestellt.
    Jedenfalls wird darüber diskutiert als wenn man Majestätsbeleidung begehen würde.
    Nur nicht das Establishment in Frage stellen.
    "Zahl deinen Beitrag und halt das Maul lass und machen, immerhin vermitteln wir deine QSL Karten."
    Eine Mentalität die von vielen "Keine Mitarbeit in den Parteien oder anderen politischen Gremien, nicht wählen, auf dem warmen Sofa sich per TV / Radio / Zeitung Bildung vorkauen lassen"-Fress-OVen noch getragen wird.

    Wer da noch was bewegen will benötigt eben Sprengstoff.

    Deine Wahrnehmung, deine Realität bestimmt (Yoda)

  • Irgendwie wird mir die Verdreherei mit Auszugszitaten zu dumm - ich denke, meine Zielrichtung OV ist doch eindeutig. Ich werde nicht weiter auf dieses Verdreh-Karussell eingehen, nur zwei Kommentare noch dazu:

    Die Aktivität macht aber Aufgrund des freien Mandat keinerlei Sinn da der DV eh entscheidet wie er will.
    Pflastersteine auf den DV zu werfen hätte hier, anders als bei der Regierung, allerdings eine Wirkung.

    Ich lege schon wert darauf, daß der DV bei einem freien Mandat entscheiden kann wie er will. Er entscheidet - entgegen Deiner Behauptung - nicht pauschal und grundsätzlich wie er will. Dazu habe ich das Beispiel unseres Distriktes gebracht.

    Pflastersteine --- tolles Demokratie-Verständnis. Vor Gericht würde es keinen Unterschied machen, auf wen Deine Demokratie geworfen wurde. Ist das auch ein Minderheiten-Recht, bzw. -Votum ??

    Wer da noch was bewegen will benötigt eben Sprengstoff.

    Ganz was Tolles, nur daß es dafür keine Jungfrauen gibt.

    Wenn Du was bewegen willst, bewege Dich erst mal selber und kippe das Sofa samt der Sesselpuper um.


  • Jetzt haben ca.1000 Mgl. ein begehren auf den Weg gebracht. Ob das Sinn macht oder nicht sei mal dahin gestellt.
    Jedenfalls wird darüber diskutiert als wenn man Majestätsbeleidung begehen würde.
    Nur nicht das Establishment in Frage stellen.
    "Zahl deinen Beitrag und halt das Maul lass und machen, immerhin vermitteln wir deine QSL Karten."
    Eine Mentalität die von vielen "Keine Mitarbeit in den Parteien oder anderen politischen Gremien, nicht wählen, auf dem warmen Sofa sich per TV / Radio / Zeitung Bildung vorkauen lassen"-Fress-OVen noch getragen wird.

    Wer da noch was bewegen will benötigt eben Sprengstoff.


    Schöner Beitrag, dem kann ich nur zustimmen! Der beste "Sprengstoff" in diesem Fall ist immer noch die Abstimmung mit den Füßen, denn eine andere Sprache wird in diesen Kreisen ganz offensichtlich nicht verstanden. Gilt natürlich auch für die Politik!

  • Die Aktivität macht aber Aufgrund des freien Mandat keinerlei Sinn da der DV eh entscheidet wie er will.

    Die Lösung des Dilemmas "Imperatives Mandat" liegt im Fraktionszwang. Mitglieder des Bundestags haben formal ein freies Mandat und sind nur ihrem Gewissen verpflichtet. Was passiert wenn das ein MdB ernst nimmt, hat man bei Bosbach und Pofalla gesehen.

    Einen DV tatsächlich durch ein Imperatives Mandat fest zu knebeln hat auch seine Tücken. So müsste wirklich über jeden Pups in den OVs und im Distrikt abgestimmt werden. Auch über "Satzungsgrammatik", die niemanden interessiert und wenn in der MV neue Erkenntnisse gewonnen werden, müsste es zurück in die OVs und es muss eine weitere "Runde" gedreht werden. Wenn ich mich an meine OV-Abende erinnere wenn der OVV den "offiziellen" Teil verlesen hat, war die Hauptforderung meist: "Komm' zum Ende, wir wollen wieder klönen."

    So hatte der Antrag von E12 seinerzeit diesen "Fraktionszwang" zum Ziel. Wenn sich also genug Interesse rührt und dem DV Abstimmungsergebnisse aus den OVs vorgelegt werden, bzw. in der DV entsprechend abgestimmt wurde, dann "sollte" sich der DV (wie selbstverständlich und ungeachtet seiner eigenen Meinung) an dieses Votum halten, außer, er hat sehr gute Gründe warum er dies nicht machen konnte. Diese Gründe sind dann im Nachgang entsprechend zu kommunizieren und sollten dann auch entsprechend nachvollziehbar von den OVVs / OVs anerkannt werden.

    Tatsächlich agieren die (meisten) DVs im luftleeren Raum und werden von einem Klüngel im AR dominiert. Statt sich vom eigenen Klientel "beraten" zu lassen, werden sie von anderen DVs "beraten". Dass die DVs dabei tatsächlich frei entscheiden, wage ich grundsätzlich zu bezweifeln. Also das ach so freie Mandat ist m.E. in Wahrheit nicht so frei, sondern unterliegt eher einem gewissen Kadergehorsam. Für mich war diesbzgl. ein Schlüsselerlebnis, dass "unser" DV mit uns im OV einer Meinung war und diese Meinung in der MV vertreten wollte. In der MV hat er das Gegenteil davon abgestimmt und wirkte wie nach einer Gehirnwäsche. Die Frage nach den Gründen wurde mit einer schlichten Meinungsänderung vom Tisch gefegt.

    Wenn man sich die Rücktritte von DL2FI als DV und DL8LE als Vorstand durchliest, wird dieser Eindruck nur bestätigt und ich vermute, Bea wird davon ein Lied singen können. Ganz gleich und ungeachtet der gegenwärtigen Querelen von und mit DB2TU.

    Dabei gilt: "Der Distriktsvorsitzende vertritt den Distrikt in der Mitgliederversammlung (Amateurrat)." (und nicht den Klüngel)
    Quelle: DARC Satzung §12 Absatz 1. Letzter Satz.

    73
    Karsten

    73 Karsten

  • Quote from GeschäftsOrdnung 6.1

    ....Die Mitglieder des Amateurrates vertreten sowohl die Interessen der Mitglieder ihres Distriktes als auch die des Gesamtverbandes. Sie sind in ihren Entscheidungen an keine Weisungen gebunden.

    @Karsten: Sorry, aber dann sind wir wohl beide "vorgeschädigt": Tatsächlich agieren die (meisten) DVs im luftleeren Raum und werden von einem Klüngel im AR dominiert. Statt sich vom eigenen Klientel "beraten" zu lassen, werden sie von anderen DVs "beraten". Dass die DVs dabei tatsächlich frei entscheiden, wage ich grundsätzlich zu bezweifeln.Ich kenne das anders, oder meine bisherigen DVs gehören eben zum (positiven) Klüngel. Dein bewußter DV ist zur Genüge bekannt, mir allerdings nur durch Hören/Sagen. Ich sehe "die meisten" - zumindest nach Stimmen - eher "auf meiner Seite".
    73 Peter

    Edited 2 times, last by DB6ZH (November 1, 2016 at 6:07 PM).

  • Hallo Peter,

    dann doch noch mal als Zitat von einem anderen Peter ist dem Zusammenhang:

    "Natürlich sind diese Mitglieder inzwischen so sehr Profis in der Vereinsarbeit, dass es ihnen immer wieder gelingt bei Amateurratsabstimmungen Mehrheiten zu organisieren. Häufig ist ihre Vorgehensweise vereinstechnisch brillant, gleichzeitig aber geeignet, dem Amateurfunk insgesamt zu schaden.

    Diejenige Amateurräte, die gutwillig, ehrlich und mit ganzem Einsatz für den Amateurfunk arbeiten, werden leider von den Vereinsprofis völlig überrannt."
    Quelle: http://www.dl0bn.de/archiv/2004/d4504.htm

    ... passt zu meiner Aussage und meinem "Schlüsselerlebnis" und steht auch nicht unbedingt im Einklang mit GO 6.1.

    Es ist müssig jetzt zu ermitteln wo nun die "Wahrheit" liegt. Sicher gibt es auch positive "Ausnahmen".

    Egal. Es ging hier ja auch mehr um das Imperative Mandat, welches eben auch seine Schattenseiten hat. Deshalb sehe ich das auch differenziert, das wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen.

    73
    Karsten

    73 Karsten

  • Der Verein ist einfach nach so langer Zeit der Gründung und der antiquierten Organisationsform am Ende.

    Wie lange soll er noch am Tropf hängen und am Leben erhalten werden ?

    Ist wie bei allen Süchtigen. Erst wenn man in der Gosse liegt lässt man sich helfen. Der DARC ist noch nicht kaputt genug, bis die daran Beteiligten ihre Flossen raus lassen und man den Verein vernünftig wieder aufbauen kann....