Funkamateur / Amateurfunker

  • Funkamateur / Amateurfunker

    Der Unterschied - zwischen einem "Amateurfunker" und einem "Funkamateur", ist nicht jedem klar!


    Amateurfunker: (Laien-Funker, genehmigungsfrei, bis 10Watt Sendeleistung, keine Zuweisung eines Namens)

    Ein Amateurfunker ist Funkanwender, der ein Laie ist auf funktechnischem Gebiet, der als Gerätenutzer (Bediener), keinerlei Kenntnisse nachweisen muss. Als Amateurfunker (Hobby-Funker) darf ein Anwender an seinen fertiggekauften, konfektionierten Funkgeräten, keinerlei Veränderungen (Basteleien) vornehmen. Wenn er als Hobby-Funker tätigwerden möchte, kauft er sich einfach so ein fertiges, konfektioniertes Funkgerät mit einer allgemeinen Zulassung für Jedermann, für den CB, PRM, LPD-Funk, in den für diese Anwendungen vorgesehenen Freenetfrequenz-Bereichen, mit einer Sendeleistung von unter 10 Watt und einer entspechenden Antenne. Er sucht sich irgendeinen Namen für sich und kann sofort losfunken. Das darf er dann ohne Genehmigung einer Behörde und ohne das Ablegen einer behördlichen Prüfung. Als Amateurfunker (Jedermann-Funker und Hobby-Funker), hat er keine Pflichten, aber auch keine Rechte.


    Funkamateur: (Lizenz-Inhaber, staatlich geprüft, bis 750Watt Sendeleistung, mit Zuweisung eines Rufzeichens)

    Ein Funkamateur ist Teilnehmer am internationalen Amateurfunkdienst nach §2 des Amateurfunkgesetzes. Die gesetzliche Grundlage für den Amateurfunkdienst ist das Amateurfunkgesetz (AFuG) und die Amateurfunk-Verordnung (AFuV). Der Begriff Funkamateur entspringt einer klaren Definition im deutschen Amateurfunkgesetz, der daher auch im Gesetzestext durchgehend so verwendet wird. Auch im englischen (so auch der "RadioRegulation" der ITU für Funkdienste) ist der Begriff "Radioamateur" definiert. Im französischen Sprachraum wird die Definition ebenso verwendet. Funkamateur ist der Inhaber eines behördlichen Amateurfunkzeugnisses, das er nach einer bestandenen, staatlichen Prüfung erhalten hat und ihm ein weltweit einmaliges Rufzeichen mit einer Buchstaben-Zahlen-Kombination zugeteilt wurde. Ein Funkamateur ist immer lizenziert, denn unlizenzierte Funkamateure gibt es nicht. Funkamateur ist wer sich mit dem Amateurfunkdienst, lediglich aus persönlicher Neigung und nicht mit politischen oder auch finanziellen Interessen befasst. Der gesetzliche Amateurfunkdienst ist ein Funkdienst, der von den Funkamateuren untereinander zu experimentellen, technisch-physikalischen und auch zu wissenschaftlichen Studien, zur eigenen Weiterbildung, zur Völkerverständigung und zur Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenfällen wahrgenommen wird. Funkamateure dürfen ihre Funkgeräte, Antennenanlagen und anderes Zubehör, aufgrund der technischen Kenntnisse und der gesetzlichen Bestimmungen des Amateurfunkdienstes, selbst bauen und natürlich auch betreiben. Funkamateure haben Pflichten und auch Rechte.

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    Quelle: Auszugsweise Passagen von Horst - DM2FDO


    vy 73 Georg DD6NT

  • Wenn man soviel Wert auf präzise Begrifflichkeiten legt, sollte einem dieser Satz "Ein Funkamateur ist immer lizenziert, denn unlizenzierte Funkamateure gibt es nicht. " nicht passieren. Ich habe ein Amateurfunkzeugnis, eine Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung, eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst und ein personengebundenes Rufzeichen. Lizenziert ist vielleicht James Bond, aber ich nicht.

  • Ich habe länger überlegt, aber ..... einfach als Grundlage dazu, galt bereits zwei Monate vor dem Grundgesetz der BRD in Westdeutschland, "Gesetz über den Amateurfunk vom 14. 3. 1949" für Westdeutschland:

    Es gab damals schon heftige Diskussionen, ob ein SWL/DE Funkamateur sei oder nicht. Im DARC wurde der Präsident (heute VOV) damals von "Genehmigungsinhabern" und DE-geprüften Mitgliedern gewählt. Eine Mitgliedschaft in irgendwelchen "Wehrsportvereinen", Parteien oder ähnlichem war für die Genehmigung nicht erforderlich. Ein Führungszeugnis entfiel erst später.

    Mangels CB-Funk gab es keine großartigen Diskussionen zu Amateurfunker vs. Funkamateur. Zum Funkamateur ist §1 (2) eindeutig, d.h. auch ohne Genehmigung durfte der nicht gesetzlich geschützte Titel "Funkamateur" verwendet werden. Ich hatte als Schüler und in der Ausbildung (Lehre vor Studium war nach dem Krieg mehrheitlich üblich) zwei Mentoren, die sehr verschieden waren, aber ohne ernsthaften Meinungskrieg mir beibrachten: der Mensch fängt erst bei 150BpM an, und alles unterhalb 2m ist Gleichstromfunk. :) . Ob jemand "lizenziert" war oder nicht, hat beide überhaupt nicht interessiert. Es gab Frozzeleien, aber nie so ein Theater wie es heute immer wieder angezettelt wurde. Im Sprachgebrauch (des Westens) waren alle am Amateurfunk interessierten und Beteiligten Funkamateur oder Amateurfunker. (....... bis der CB Funk kam, der selber mit beiden nie etwas zu tun haben wollte).

    73 Peter DB6ZH

  • Wenn man soviel Wert auf präzise Begrifflichkeiten legt, sollte einem dieser Satz "Ein Funkamateur ist immer lizenziert, denn unlizenzierte Funkamateure gibt es nicht. " nicht passieren. Ich habe ein Amateurfunkzeugnis, eine Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung, eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst und ein personengebundenes Rufzeichen. Lizenziert ist vielleicht James Bond, aber ich nicht.

    Deutsche CEPT-Lizenz - oder nur Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst

    In gewisser Weise haben jetzt natürlich alle Funkamateure recht, die mir sagen wollen, dass für Funkamateure in Deutschland aus vielerlei Gründen (Patentgesetz usw.) keine Lizenzen ausgegeben werden. Im Gegensatz werden oft aber nur für gewerbliche oder wirtschaftliche Zwecke Lizenzen erteilt und ich weis wohl, dass es hier in Deutschland keine gewerblichen und wirtschaftlichen Aspekte beim Amateurfunkdienst und auch dem Gesetz nach, daher keine Lizenz gibt, denn in Deutschland ist ja meist auch alles was z.B. eine Namensnennung bestimmter Dinge angeht, anders als im Rest der Welt und davon ist unser Hobby auch nicht ausgeschlossen.

    Zu allem Überfluß kommen dann auch noch Pedanten daher, die nun auch noch jedes Wort, selbst Begriffe, die sich schon Jahrzehnte und länger eingebürgert haben, um diese Wörter auch noch mit einzudeutschen.

    Wenn man aber in einer Situation ist, in der man einem Laien, der vom Amateurfunk schon mal so gar keine Ahnung hat und dann auch noch wie überall in den Medien auch meist den Funkamateur mit einem Amateurfunker auf eine Stufe stellt, kann man auch gleich aufhören mit einer Diskussion über dieses Thema. Als Beispiel wird er einem dann anführen, dass Äpfel und Birnen auch das Gleiche sind, denn Beides ist ja Obst.

    Nach diesem Grundsatz oder deutscher Gleichgültigkeit, arbeitet m.E. wohl auch einer der bekanntesten Deutschen Nachschlagewerke- und Wörterbuch-Verlage, "Der Duden". Die Redakteure des Duden, kennen den Unterschied zwischen einem Funkamateur und einem Amateurfunker auch nicht und haben auf meine mehrfachen Briefzuschriften nicht einmal geantwortet. Ich gehe daher von der Überzeugung aus, dass die hierfür zuständigen Mitarbeiter dieses Verlages m.E. nach dem Grundsatz arbeiten, ob ich hier etwas tue oder ob ich hier den ganzen, lieben, langen Tag nichts tue, ist das Gleiche, denn am Monatsende bekomme ich so wie so mein Gehalt.

    In einem solchen Fall kann man einem Mitmenschen mit dieser Frage, dann nur noch seine "Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst" zur Besichtigung vor die Nase halten, mit den Worten, dass der Amateurfunk ein internationales Hobby ist und alle Begriffe, Abkürzungen wie z.B. auch der Q-Schlüssel und vor allem auch die für CW gebräuchlichen Abkürzungen alle einen internationalen Charakter haben und aus dem engl. Sprachgebrauch abgeleitet wurden und daher auch auf der ganzen Welt gleich sind, wie auch die Lizenz.

    Aus diesem Grund steht ja auch in der "Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst", hier in der deutschen "Lizenz", auf der ersten Innenseite, unten, rechts der Zusatz:

    CEPT-Amateurfunkgenehmigung

    CEPT radio amateur "licence"

    Licence CEPT de radioamateur

    Gemäß/pursuant to/selon CEPT T/R 61-01

    Ich glaube wenn man das diesem Mitmenschen zeigt, immer natürlich mit dem Gedanken, dass er auch engl. und/oder französisch spricht und es auch selbst versteht was er da gerade liest, dann wird er auch unser Hobby besser verstehen lernen.

    Aber man kann das auch mit den Worten abkürzen: "Lizenz sagen wir deshalb, weil es im Amateurfunk, international gebräuchlich ist alles aus dem engl. abzuleiten und man wird wohl dem Amateurfunk hier in Deutschland auch nicht seine Internationalität absprechen wollen.

    Alle sagen auch Baltic-Sea, nur in Deutschland heißt das "Wasser" - Ostsee.

    Ein Auto gibt es dann bald auch nicht mehr, weil es ein motorisch angetriebener Kraft-Wagen zur Beförderung ist und zu einem Smartphone oder Handy, sagt man bald nur noch: Der für unterwegs zu gebrauchende tragbare, kabellose und drahtlosfunktionierende Fernsprechapparat.

    Bei Mc-Donalds bestellt man dann keinen Burger mehr, sondern eine Frikadelle (Boulette) mit Käse und Salat im Brötchen.

    Selbstverständlich muss dann meiner Meinung nach auch der DARC seinen Namen ändern, in DLRV - Deutscher Laien Rundfunk Verein.

    Zu gutem Schluss wird dann auch noch das Wort "Schwarzfunker" aus dem deutschen Sprachgebrauch gänzlich gestrichen, weil ja hier ein rassistischer Hintergrund besteht, genau wie das Wort "Dunkelziffer".

    Nun soll es aber genug sein, denn ich habe jetzt die Nase voll und wir gehen, meine Frau und ich, am heutigen Abend in die Oper, zur Operette zum "Zigeunerbaron".

    vy 73 Georg DD6NT

    Edited 2 times, last by DD6NT (October 23, 2020 at 10:59 AM).