Warum es den Amateurfunk (noch) gibt

  • @Karsten: Mit der Demographie ist es eine verrückte Sache. Ich war erstaunt, wieviel Eintritte wir 2004-8 mit Rentenalter noch hatten und heute noch haben. Unten hat sich nicht soviel geändert gegenüber früher, auch wenn die Geburtenrate zurück geht. Dafür sind bei den Oldies viele dabei, die es immer schon wollten und sich jetzt die Zeit nehmen. Wenn ich die Gesamtzahlen im Detail nehme (NICHT in zu großen Blöcken), sieht einiges anders aus, als es in Medien, Foren und QSOs vermittelt wird. Wir haben sehr starke Unterschiede in den Distrikten und OVs und die lauten Auftritte vermitteln ein schiefes Bild. Es gibt viele OVs, die Jugendarbeit machen und kaum darüber reden. Das ändert sich in letzter Zeit und auch die leisen tauchen in der cqDL auf. Anscheinend achten wir zu viel auf das Geschrei von wenigen. Sorry, ich weiß nicht, wie ich es anders formulieren soll. Wir kommunizieren alles andere als gut, leider auch zu wenig von unten nach oben, wenn es gut läuft und dann entsteht oben ein falsches Bild. Manchmal .......... ich habe ab und an gefragt, warum schreibt ihr keinen Bericht für's cqDL, Antwort: das ist doch unsere Sache vom Förderverein, das geht den DARC nix an. Oder drei OVs haben etwas gemeinsam gemacht, einen Bericht schreibt keiner, weil dann ist nachher der andere OV beleidigt ..... Es läuft oft mehr , als es nach außen aussieht. Komischerweise haben diese OVs keine Austritte, ein paar Eintritte und "schnurren".

    Zu den %en: Die Klasse E läuft im Bereich von 12% ±ein bißchen der Gesamtlizenzen. Wenn man jetzt davon wieder %-Mitglieder rechnet ..... dann sind 40% eine Riesenzahl, aber gerade mal 3.000 vom Gesamtbestand. Zu den Zeiten von A/B und C waren die Zahlen fast gleichwertig, obwohl C die volle Prüfung machen mußte (außer CW) und nur UKW durfte. Diese Gewichtung haben spätere leichter Prüfungen für die "kleinere" Klasse nie wieder erreicht. Die DH-Lizenzen sind unter 5% geblieben. Klasse 3 muß ich mal raussuchen, weiß ich im Moment nicht. Jedenfalls haben nach 1980 die Prüfungserleichtungen für den Einstieg nie einen satten Durchbruch erzielt. (Aus meiner Sicht) Ich finde, daß eine Einstieg derzeit via DN-Ausbildung und Klasse E reicht, DN soll ja möglichst bald mindestens per E-Liz abgelöst werden. D.h. das Funken unter Aufsicht soll ja kein Lizenzersatz werden. Damit hätte wir an sich drei Stufen .......

    Imübrigen, von übergestern: Eine Aktion ähnlich 10 Jahre Beitrag zum Preis für 9 hatten wir schon. Die genauen Konditionen weiß ich nicht mehr. Für den Aufbau von Baunatal konnte man Bausteine erwerben, die nach einer Staffel auf x Jahresbeiträge umgerechnet wurden. Muß mal in den alten cqDLs nachgraben.

    Reicht für heute, 73 GN Peter

  • Quelle: https://forum.funk-telegramm.de/www.qslonline.…/darc_wende.htm

    Quote

    11.04.2017 Lizenzprüfung durch Verein statt Behörde?
    Wir bekommen zunehmend Informationen, dass "Klasse K" Vorantreiber im DARC e.V. mit Hilfe ihres RTA vor allem die Möglichkeit einer eigenen Prüfungsabnahme zur Priorität erheben und den Gesetzgeber, im Zusammenhang mit der Novellierung des AfuG, dazu drängen. Man orientiert sich dabei am Funkzeugnis für die Binnen-und Seeschiffahrt, das von Vereinen und Seefunkschulen ausgegeben wird. Die Erträge aus Schulung und Prüfungsabnahme, durch den DARC e.V., sollen ihm selbst als zusätzliche Einnahmen Zugute kommen. Die Einnahmen, glaubt man, würden den Ausfall von Mitgliedsbeiträgen ("DARC-Flüchtlinge" und "Silent Key´s") auf Jahre kompensieren. Egal, ob der Prüfling nun DARC-Mitglied ist, wird oder auch nicht! Das Geld hat man sicher und kann ohne Einsparungen weiter wursteln. Eine Niveauabsenkung und, besonders schä(n)dlich, der Verlust des staatlichen Behördenhandelns würde damit sogar in Kauf genommen. Das könnte dann der erste Schritt, bis zur Abschaffung einer eigenen Amateurfunkgesetzgebung (AFuG, AFuV) in Deutschland bedeuten. Unser Lobby-Verein als Totengräber oder Wegbereiter zur Abschaffung des FUNKDIENSTES Amateurfunk? Kann man sich das vorstellen?

    In diesem Zusammenhang: Ein Zeichen der Vernunft
    Die schwedische Fernmeldebehörde PTS hat im Februar 2017 den Vorschlag des schwedischen Amateurfunkverbandes SSA zur Einführung einer neuen Einsteigerlizenz abgelehnt. Quelle: FUNKTELEGRAMM 5/2017

    73 und frohe Ostern allerseits
    DH1TS

  • an der stillen Post und jeder erfindet noch etwas dazu. Dabei ist es ganz einfach nachzulesen, ein uralter Hut seit-zig Jahren und immer wieder kontrovers diskutiert. Es gab Zeiten, da bot es die Behörde an und der DARC wollte nicht so recht, dann wollte der DARC und die Behörde nicht so recht.

    Den fast noch aktuellen Stand habe wir ganz einfach gegoogelt und nachgelesen, https://www.darc.de/fileadmin/_mig…g_DARC_2025.pdf -- vom Vorstand 2014 ganz offen auf der vorletzten Seite eine Option für die Zukunft. Kann geändert werden, oder auch nicht, aber wird als mögliches Ziel offen auf den Tisch gelegt.

    Was läuft jetzt ?? Man wirft es mit der K-Liz und Segelbooten in einen Topf , behauptet zur Gewinnerzielung, obwohl der Verein immer wieder gegen die Gebühren kämpft, und beschwört den Weltuntergang. Dazu kann man auch nicht rechnen: bei 1.000 Prüfungen im Jahr je 50 Euro, wenn man denn auch mit besseren Gebühren werben will, hat man gerade die verlorenen Beiträge der SK wieder im Geldbeutel. Wer immer dieses Gerücht erfunden hat, mit dieser Argumentation, .... es ist ein selten dämliches Mobbing.

    Ich bin für Behördenprüfung, andere sehen es anders, aber zu dieser Fake-News fallen mir nur noch zwei Bilder ein:
    http://www.weber-museum.de/werk/geskrt/images/geruecht.jpg
    http://debeste.de/2895/Egal-wo-Du-bist,-es-gibt-immer-ein
    Frohe Ostern, 73 Peter

    Edited once, last by DB6ZH (April 16, 2017 at 12:15 AM).

  • Warten wir mal ab bis das novellierte AFuG verabschiedet ist und was es den Funkamateuren in DL dann bringt, welche positiven und welche negativen Überraschungen. Der DARC als selbsternanntes demokratisches Sprachrohr der Funkamateure in Deutschland (RTA)wird uns dafür schon eine plausible Erklärung liefern.
    Ob die Novelle noch vor der Bundestagswahl kommt? Vermutlich gibt es vor der Wahl Wichtigeres in Berlin zu entscheiden.

    73 de Thomas, DH1TS

  • Der DARC als selbsternanntes demokratisches Sprachrohr der Funkamateure in Deutschland (RTA)wird uns dafür schon eine plausible Erklärung liefern.

    Nur als kleine Gedächtnisstütze: Der RTA wurde auf Wunsch der Behörde gegründet, um sich nicht mit Hans und Franz zu verzetteln. Innerhalb des RTA ist der DARC der größte Verband, nach Satzung wird demokratisch abgestimmt, ...... und fertig. Es gibt zwar selbsternannte Besserwisser, aber meines Wissens kam der RTA demokratisch zustande. Man kann noch so viel an Mehrheiten herum mäkeln (wer wo und wieviel %) --- wer in keinem Verband ist, hat auch keine Vertretung gegenüber den Behörden und damit der Politik. Auch egal, ob diese Vertretung gut oder schlecht ist, wer nirgends Mitglied ist, muß erst recht "essen was auf den Tisch kommt".

    73 Peter

  • Auch egal, ob diese Vertretung gut oder schlecht ist, wer nirgends Mitglied ist, muß erst recht "essen was auf den Tisch kommt".

    Nur gut, dass gelegentlich das besser schmeckt, was von der Behörde serviert wird. Da einer der DARC Köche nun bei der Behörde kocht, wird die Qualität vielleicht ja auch noch besser. Gegenüber der Industrielobby, die der Regierung die Gesetzesvorlagen schreibt, bleibt es beim DARC/RTA eh nur bei Wassersuppe. 8)

    BTW: Gibt es Neuigkeiten/Gerüchte in Sache Klageerhebung gegen das EMVG?

    73 Karsten

  • Hallo Karsten, mein letzter (alter) Stand ist, daß eine Klage gegen ein Gesetz nicht ganz einfach ist. Ich habe es nicht mehr komplett in Erinnerung, aber m.W. kann der DARC selbst nicht klagen (??). Es können nur entweder 2 Parteien oder eine bestimmte Anzahl von Abgeordneten juristisch gegen ein Gesetz vorgehen. Aber wie gesagt .... da bin ich etwas unsicher. Wir können m.E. nur über die Öffentlichkeit Druck aus üben, daß etwas geändert wird. Dazu gehört halt auch, daß Störungen gemeldet werden müssen (von Betroffenen, nicht vom DARC in Vertretung möglich) und daß diese ganzen neuen Schrottprodukte medienwirksam angeprangert werden.

    Z.Zt. ist ja mit "Smart Home" eine Welle los getreten worden, die von jeder Industrie als Goldesel angesehen wird. Da wird mit harten Bandagen gekämpft und selbst mit 100pro OP-Liz im DARC hätte der vermutlich ohne viele harte Fakten keine Chance. 80.000 Quertreiber gehen der Industrielobby irgendwo voll vorbei, auch wenn der Druck doch etwas besser wäre.

    Mich hat es ziemlich nachdenklich gemacht, daß alle Störprobleme neuer Technik in den Medien wachsweich gehandhabt werden. Letzens ein Beitrag im Netz, daß die Smart-Meter bei LED und einigen anderen elektronischen Mitteln falsche Daten abliefern -- bisher ohne Reaktion der EVUs (jedenfalls nix derartiges bisher gelesen).

    Mit unseren kleinkarierten Spitzfindigkeiten innerhalb und um den DARC machen wir uns nur noch mehr kaputt. Wir haben es schon fast geschafft, daß uns kaum noch jemand zuhört. Wir sollte uns eine andere Zielgruppe zum Verprügeln suchen, als ausgerechnet den eigenen Verein und Leute, die letztlich für uns was tun.

    73 Peter

  • Wir sollte uns eine andere Zielgruppe zum Verprügeln suchen, als ausgerechnet den eigenen Verein und Leute, die letztlich für uns was tun.

    Vor allem sollten wir nach Lösungen suchen, die wir auch umsetzen können! Das wird zwar das Hobby verändern, aber ist Veränderung nicht ohnehin unausweichlich?

    73, Alfred, OE5AKM

    PS: Manche merken das früher, manche später, manche zu spät!

  • Quote

    Da einer der DARC Köche nun bei der Behörde kocht, wird die Qualität vielleicht ja auch noch besser.

    Wer weiß, ob DL9KCE bei der BNetzA überhaupt für Belange des Amateurfunks zuständig ist? Schließlich kann ein Physiker fast alles, sogar Bundeskanzler ...

    Quote

    Mit unseren kleinkarierten Spitzfindigkeiten innerhalb und um den DARC machen wir uns nur noch mehr kaputt. Wir haben es schon fast geschafft, daß uns kaum noch jemand zuhört. Wir sollte uns eine andere Zielgruppe zum Verprügeln suchen, als ausgerechnet den eigenen Verein und Leute, die letztlich für uns was tun.

    An der Diskussion im DARC beteiligt sich öffentlich nicht mal 1% der Mitglieder, dem Rest ist es vermutlich egal. Eventuell altersbedingt? Nach dem Motto, für meine Restlebenszeit wird es schon noch reichen. ~ 25% der Mitglieder sind älter als 71 Jahre, ~50% älter als 61 Jahre, ~75% älter als 51 Jahre. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gab es ~200 Neumitglieder, dem stehen ~325 Abgänge durch SK oder Kündigung zum 31.12.2017 gegenüber.

    73 Thomas, DH1TS

  • An der Diskussion im DARC beteiligt sich öffentlich nicht mal 1% der Mitglieder, dem Rest ist es vermutlich egal.

    Nein, der Rest ist loyal zu seinem Verein und diskutiert nicht öffentlich Vereinsprobleme. Zu Deinen Altersansichten: Was willst Du damit denn ausdrücken ?? >51 hat es im Kreuz, >61 läuft an Krücken, >71 schiebt Rollator und sabbert ?? Außerdem weitere Korrektur: in Deiner vorigen Reihenfolge 22.4%, 47,0% und 71,6% ..... und ?? Sagt das irgend etwas ?? Mit wieviel Jahren willst Du denn das Denken aufgeben oder den Löffel abgeben ?? Brauchst Du nur Minderjährige um Dich oder was sollen solche Aussagen ??

    Im übrigen ist das Durchschnittsalter der OP-Lizenz-Inhaber lt. BNetzA (per 31.12.16 veröffentlicht) ziemlich gleich mit dem der DARC-Mitglieder (< 1 Jahr Differenz). D.h. Deine Umwelt im Amateurfunk ist innerhalb und außerhalb des DARC in DL überall gleich. Die Alten haben Dich umzingelt, ob es Dir paßt oder nicht.

    73 Peter

  • Amateurfunk ist unzweifelhaft und nach wie vor auch für mich eine interessante und vielfältige Freizeitbeschäftigung. Gepflegt wird dieses Hobby aber überwiegend von Männern, mehr oder minder fortgeschrittenen Alters. Wer das partout nicht wahrhaben will, schaue sich mal die Filmberichte zum Funktag in Kassel , zum Flohmarkt in Bergheim oder zur Hamradio an. (https://www.koeln-aachen-rundspruch.de) Das dort gefilmte Publikum ist „erschreckend“ repräsentativ für den Amateurfunk. Die auf dem Funktag bastelnden Jugendlichen werden auf Dauer weder den Amateurfunk noch den DARC retten.

    Sind DARC-Mitglieder, die eine vom DARC-Mainstream abweichende Meinung öffentlich äußern nicht nur illoyal, sondern schaden dem Amateurfunk?

    Die von mir genannten Prozentzahlen basieren auf dem Stand vom 1.3.2017.

    DARC-Mitglieder unter 18 ~1,8%
    DARC-Mitglieder unter 30 ~5%
    DARC-Mitglieder unter 40 ~12%

    73 Thomas, DH1TS

  • Moin Thomas,
    was willst Du mir damit sagen ?

    Wer einmal in der Tante Google:

    Überalterung Vereine

    eingibt, stellt fest, daß es NICHT NUR ein Problem im DARC ist, sondern deutschlandweit im gesamten Vereinswesen!
    Frag mal nach der Quote der <18 Jahrigen in einem Karnickelzuchtverein
    :thumbup:

  • Amateurfunk ist unzweifelhaft und nach wie vor auch für mich eine interessante und vielfältige Freizeitbeschäftigung. Gepflegt wird dieses Hobby aber überwiegend von Männern, mehr oder minder fortgeschrittenen Alters. Wer das partout nicht wahrhaben will, schaue sich mal die Filmberichte zum Funktag in Kassel , zum Flohmarkt in Bergheim oder zur Hamradio an. (koeln-aachen-rundspruch.de) Das dort gefilmte Publikum ist „erschreckend“ repräsentativ für den Amateurfunk. Die auf dem Funktag bastelnden Jugendlichen werden auf Dauer weder den Amateurfunk noch den DARC retten.

    Sind DARC-Mitglieder, die eine vom DARC-Mainstream abweichende Meinung öffentlich äußern nicht nur illoyal, sondern schaden dem Amateurfunk?

    @Herbert: Ich schreibe nur das, was ich auch glaube oder weiss (beim 'glauben' schreibe ich das auch noch dazu). Ich nehme mir zu den 99% Nicht-Diskutanten nur die Freiheit, die 95% völlig Uninteressierten (an Vereinsspolitik), die nicht öffentlich auftreten, den loyalen Mitgliedern zuzuschlagen. Immerhin zahlen sie brav ihre Beiträge und stören (außer beim Funken eventuell :) ) niemanden. (5% sind interessiert, 1% macht öffentlich in's eigene Nest, persönliche unmaßgebliche Schätzung,hi).

    @Thomas: Ich habe wenig Verständnis für Deine 'erschreckende' Betrachtungsweise. Ich bin seit 1959 Mitglied, Afu etwa seit 1955, und kenne die Altersverhältnisse nicht anders. 2008/2009 habe ich sehr intensiv "rückwärts" recherchiert, soweit die Daten noch auffindbar waren, um ein Demographiemodell zu erstellen.

    Ich muß einfach mal etwas ausholen und als Beispiel unsere Tochter im 3. Schuljahr: 'Wir haben eine neue Klassenlehrerin bekommen'. Frage: 'Und ....wie ist die denn so ??'. Tochter 'Oooch, so'ne alte Frau'. Frage 'Ja wie alt ist die denn ??' Tochter 'Hm... so 24 Jahre, so ungefähr'. Leises Schmunzeln, wir waren zu dem Zeitpunkt ca.39 Jahre alt, und haben den Punkt unter 'Einsteins spezielle Relativitätstheorie' verbucht.

    Du kommst mir mit Deinen Argumenten vor, wie unser Tocher mit 9 Jahren. Der DARC hat noch nie über 10% unter 28/30jährige gehabt, ebenso pendelt der XYL Anteil um 8% (überwiegend Familienmitglieder und eine Minderheit von Technik-Freakinnen). Dazu kommt, daß mit Berufeintritt und Familiengründung die Mehrheit andere Sorgen hat, als Amateurfunk. D.h. daß das Haupteintrittsalter früher bei 30-40jährigen lag und heute auf 40-50jährige hochgerutscht ist (längere Ausbildungszeit, spätere Familiengründung). Vorzeitiger (im Sinne der gerade beschrieben Zeitachse) Amateurfunk wird entweder von Selbstbau-Freaks betrieben, oder von Youngstern aus gut gepolsterten Familien mit Kaufgeräten --- in beiden Fällen eine Minderheit.

    Jetzt rechne einfach mal mit 90% Funkamateuren, die mit 30-40 Jahren anfangen und eine Lebenserwartung von 75-85 Jahre haben. Dann hast Du bereits einen Schnitt von 57,5 Jahren für diese 90% (der mit den früheren Daten auch nicht unter 50 Jahre kommt). Was ist denn bitte daran erschreckend ?? Zu meinen Anfangszeiten waren die Funkamateure aus meiner Eltern- bis Großeltern-Generation, sofern der Krieg sie verschont hatte. Also im Sinne unserer Tochter und eines Vorstandsmitgliedes (2008) 'alles alte Säcke'. Daran hat sich früher niemand gestoßen.

    Es ist eine Modeerscheinung geworden, an 'alten' Leute ab 50+ herum zu mäkeln. In der Pubertät haben wir das früher auch gemacht. Irgendwann sollte man allerdings erwachsen werden. Ausnahme des Meckerns: einige Geschäftsleute haben erkannt, daß dort mehr zu holen ist als bei den Kids und schwenken langsam um. Bist Du Dir eigentlich im Klaren darüber, wie haarscharf Du mit Deinem Argument bereits an 'Altersdiskriminierung' herankommst ?? Warum solche Redewendungen '....das dort gefilmte Publikum ist 'erschreckend' repräsentativ für den Amateurfunk'

    Etwas OT: Ich habe kein Interesse an einem (öffentlichen) P...-Wettbewerb zu den %-Zahlen. Du solltest beachten, daß bei 'über 71' das Alter ab 72 zählt, bei 'unter 18' nur bis 17, nur als Beispiel -- also wenn schon Mathe, dann bitte richtig. Außerdem, wie hier ausgeführt, sind diese Zahlen völlig irrelevant für eine Aussage, die irgend etwas ändern könnte. Wir werden immer zwischen 50-60 im Alters-Mittel pendeln, weil unser Hobby Freizeit und Geld kostet, von dem i.d.R. in jungen Jahren immer eines der beiden knapp ist (Wissen und Können mal vorausgesetzt).

    Zu Deiner letzten Frage nach Loyalität: das hängt schon sehr von der Meinung ab. Nicht jede eigene Meinung muß öffentlich breit getreten werden -- und Deine Einstellung zum Alter kannst Du ruhigen Gewissens für Dich behalten ---- und erst recht nicht damit den eigenen Verein plus Amateurfunk abwerten.

    73 Peter

    ps bitte typos ingnorieren, Garten und Hund ruft :) .

  • Vor allem sollten wir nach Lösungen suchen, die wir auch umsetzen können! Das wird zwar das Hobby verändern, aber ist Veränderung nicht ohnehin unausweichlich?

    73, Alfred, OE5AKM

    PS: Manche merken das früher, manche später, manche zu spät!

    Keine Angst, Obigem ist ohnehin nichts hinzuzufügen, hi...

    73, Alfred, OE5AKM

    Vergiss deinen Versuch des unterirdischen erneuten Versuches deine abstrusen Gedanken deines AROIP erneut in die Diskussion einzubinden. Aber wenn Du Dich schon selbst zitierst....DA bin ich guter Hoffnung!

  • Was hat es mit Altersdiskriminierung zu tun, wenn man die Realitäten anspricht? Und Teil der Realität im Amateurfunk in Deutschland ist nun mal die von mir geschilderte Altersstruktur.

    Eigentlich gehören die Funkamateure in Deutschland längst auf die Rote Liste der in ihrem Fortbestand bedrohten Arten. Nur hat, nicht nur auf der Ebene der Entscheidungsträger, niemand ein wirklich ernsthaftes Interesse besondere Schutzmaßnahmen zum Erhalt dieser seltenen und irgendwie auch seltsamen Spezies auf den Weg zu bringen. Da haben es Schmetterlinge und Singvögel leichter.

    Die eigene Nachwuchsgewinnung reicht zur dauerhaften Erhaltung der Spezies Funkamateur jedenfalls nicht aus.

    Was für ein Publikum sieht denn ein Außenstehender in den Berichten zur Hamradio, zum Flohmarkt und zum Funktag? Als Teil der Amateurfunkgemeinde muss ich bestätigen, dass das gezeigte Publikum repräsentativ für unsere Freizeitbeschäftigung ist. Ein Hobby, das überwiegend von Männern mehr oder minder fortgeschrittenen Alters ausgeübt wird.

    Wer daraus bereits eine Abwertung der Funkamateure bzw. eine Bewertung des Amateurfunks meinerseits herausliest, hat ein Problem. Das Problem muss er aber selbst lösen, gegebenenfalls unter Inanspruchnahme professioneller Hilfe.

    Ich bin Jahrgang 1957 und erstmalig Ende der 60er Jahre mit dem Amateurfunk in Berührung gekommen. Die Prüfung habe ich 1989 abgelegt, nach Geburt der Kinder. Meine Frau sagt noch heute, dass ich ihr dieses merkwürdige Hobby vor der Eheschließung bewusst verheimlicht habe.

    Ich betreue seit 4 Jahren ehrenamtlich im Auftrag des Amtsgerichtes eine demente 91-jährige ehemalige Nachbarin. Ich bin daher mehrfach in der Woche im Altersheim und in Kontakt zu alten Menschen. Ich profitiere von diesen Kontakten ungemein. Nicht finanziell, für die ehrenamtliche Betreuung gibt es 450 Euro im Jahr, sondern anders. Ich habe in dieser Zeit viel von den alten Menscheng gelernt: Gelassenheit, Zufriedenheit mit dem was man (noch) hat, Dankbarkeit für das was man hatte.

    Amateurfunk ist eine Freizeitbeschäftigung. Es gibt aber Wichtigeres, zumindest in meinem Leben.

    73 Thomas, DH1TS

  • Ich bin Jahrgang 1957 und erstmalig Ende der 60er Jahre mit dem Amateurfunk in Berührung gekommen. Die Prüfung habe ich 1989 abgelegt, nach Geburt der Kinder. Meine Frau sagt noch heute, dass ich ihr dieses merkwürdige Hobby vor der Eheschließung bewusst verheimlicht habe.

    Ich betreue seit 4 Jahren ehrenamtlich im Auftrag des Amtsgerichtes eine demente 91-jährige ehemalige Nachbarin. Ich bin daher mehrfach in der Woche im Altersheim und in Kontakt zu alten Menschen. Ich profitiere von diesen Kontakten ungemein. Nicht finanziell, für die ehrenamtliche Betreuung gibt es 450 Euro im Jahr, sondern anders. Ich habe in dieser Zeit viel von den alten Menscheng gelernt: Gelassenheit, Zufriedenheit mit dem was man (noch) hat, Dankbarkeit für das was man hatte.

    Amateurfunk ist eine Freizeitbeschäftigung. Es gibt aber Wichtigeres, zumindest in meinem Leben.

    Hallo Thomas,

    nach Deiner Vita und Ehrenamt verstehe ich erst recht nicht, warum Du so auf dem 'alternden Verein' herum reitest. Du bist im Prinzip der Klassiker im DARC und Amateurfunk, wie ich es bereits geschrieben habe. Die wenigsten fangen <30jährig an, aktiv zu werden -- wie bei Dir, wenn Beruf und Familie 'gesettelt' ist. Mit der XYL - auch ein Klassiker: ich war zwar als Schüler/Lehrling aktiv und auch in den DARC eingetreten, aber richtig los ging es dann auch erst gute 30 Jahre später, inklusive des gelegentlichen Spruchs der XYL, heute noch nach 50+ Jahren 'auch in dem Verein' :) ---- 'ja wenn ich das vorher gewußt hätte' :) .

    Ich habe mit etwa 40 noch die komplette Rettungsdienstausbildung durchgezogen und bin ehrenamtlich hauptsächlich an den Wochenenden auf dem NAW gefahren. Ich kenne durchaus den Unterschied zwischen jung und alt und sehe seitdem auch einiges anders. Deshalb verstehe ich Deine Post erst recht nicht.

    Mich stört der Tenor Deiner Posts, nicht die zugrunde liegende Tatsache, daß im Amateurfunk überwiegend 'alte Leute' aktiv sind. Ich habe es bereits vorgerechnet und nehmen wir doch direkt unser beiden aktiven Beginn mit 30+ . Wenn alles gut geht, haben wir danach noch 50 Jahre Amateurfunk, bis zum SK (±. hoffentlich etwas mehr +). Das ergibt einen Altersdurchschnitt von 55. Das war immer so, und das wird auch meiner Einschätzung nach immer so bleiben. Es wird auch selten jemand mit 30 Flugzeugkapitän oder ähnliches. Es gibt nun mal Berufe und Hobbies, die einfach im Lebenslauf von uns allen etwas später beginnen. Im Amateurfunk mangels Zeit und/oder Geld. Auch wenn es viele anders meinen, aber Amateurfunk ist im Prinzip zumindest kein Handy-Funk ab Kindergarten, sondern etwas anspruchsvoller. Auch wenn viele sich die Mühe machen, das zu ändern.

    Laß doch einfach mal die kritischen Nebensätze zum Alter. Was willst Du denn daran ändern ?? Alle Alten raus ?? Du kriegst keine 20.000 mit <28 in den Verein. Dazu müßten die 'Mid-ager' den Nachwuchs erst einmal biologisch her bringen, dann kann man auch mehr ausbilden. Wer als Erwachsener mit einer relativ normalen Mischung aus jung und alt nicht umgehen kann, ist im Amateurfunk fehl am Platz und sollte sich ein anderes Hobby suchen oder Kindergärtner werden.

    73 Peter