Fragen und Antworten

  • In einem Forum habe ich folgende Frage eines (ehemaligen) DARC-Mitglieds entdeckt:

    Kannst Du mal bitte übersetzen: ?

    Der Widerruf und die damit beabsichtigte Fortführung Ihrer Mitgliedschaft im DARC e.V. stellt
    einen erneuten Antrag auf die Mitgliedschaft dar, diesem wird jedoch durch den Vorstand des Vereins nicht entsprochen.

    Hier meine Antwort , da die Frage nicht in dem Forum beantwortet wurde und der User nicht mehr Zugriff auf das Forum hat:

    Erklärt ein Vertragspartner, dass er seine Kündigung zurück nimmt, meint er damit, dass er das Vertragsverhältnis fortsetzen will. Da das Vertragsverhältnis aber durch die Kündigung (wenn Sie denn wirksam war) beendet ist, hilft nur noch eins weiter - ein neuer Vertrag. Der kommt gerade dann zustande, wenn der gekündigte Vertragspartner mit der "Rücknahme der Kündigung" einverstanden ist. Beide sind sich hier einig, den Vertrag fortsetzen zu wollen. Hier wäre die an sich unmögliche Rücknahme der Kündigung also ausnahmsweise einmal erfolgreich, weil Sie in Wirklichkeit ein neuer Vertrag ist.

    Im Grundsatz bleibt es jedoch dabei: die einseitige Rücknahme der Kündigung gibt es nicht.
    Überlegen Sie sich rechtzeitig, ob Sie Ihre Kündigungen ernst meinen.


    Gucks Du hier:
    http://www.lichtenberg-rechtsanwalt.de/Urteile/Legenden/Ruecknahme.html

  • Rechtlich stimmt dies.
    Ich würde das allerdings so übersetzen:

    “Gut das du weg bist, dich wollen wir nicht mehr.“

    Ich würde mir einen solchen Schritt auch reiflich überlegen und wenn ich mich dann entschieden habe, mir nicht auch noch die Blöße geben und wieder angekrochen kommen.

    Deine Übersetzung dürfte 100%ig zutreffen und aus Sicht des DARC durchaus nachvollziehbar. Deshalb hätte "man" schon damit rechnen können, dass die Rücknahme der Kündigung erfolglos sein wird.

    73, Karsten

    73 Karsten

  • Ich würde mir einen solchen Schritt auch reiflich überlegen und wenn ich mich dann entschieden habe, mir nicht auch noch die Blöße geben und wieder angekrochen kommen.

    Im Prinzip richtig.. allerdings sollte man auch nicht ganz vergessen, dass die Grundlage einer reiflichen Überlegung z.B. der Ausgang einer herbstlichen Mitgliederversammlung sein kann.. und die liegt ja all zu oft hinter dem letztmöglichen Kündigungstermin für das betreffende Jahr.

    Das es sich formal dabei um einen neuen Aufnahmeantrag handelt, ist natürlich klar und natürlich schätzt der Vorstand die sich daraus ergebene Möglichkeit, jemanden ohne Nennung von Gründen los werden zu können, statt ein Ausschlußverfahren anstoßen zu müssen.. (was natürlich eine entsprechende Begründung nebst Verfahren erfordert).

    Es ist also auch durchaus denkbar, dass ein OV lokal erfolgreich Nachwuchsarbeit leistet und dann die so gewonnen potentiellen Mitglieder vom Vorstand geblockt werden.

    Das der DARC nicht aufnehmen muss, liegt schlicht daran, dass man dem Funksport problemlos ohne Mitgliedschaft nachgehen kann und auch ansonsten keinerlei gravierende Nachteile als Nichtmitglied hat.

    73 de Olaf


  • Ich würde mir einen solchen Schritt auch reiflich überlegen und wenn ich mich dann entschieden habe, mir nicht auch noch die Blöße geben und wieder angekrochen kommen.

    Deine Übersetzung dürfte 100%ig zutreffen und aus Sicht des DARC durchaus nachvollziehbar. Deshalb hätte "man" schon damit rechnen können, dass die Rücknahme der Kündigung erfolglos sein wird.

    73, Karsten


    Karsten, ich kenne einige "hitzköpfige" Leute, die sich in der Eile des Gefechtes zu etwas hinreißen lassen, das sie anschließend - nach einer überschlafenen Nacht - schnell bereut haben. Auch bei uns im OV gab es einen solchen Hitzkopp, der am Ende einer fruchtlosen Diskussion mit dem Austritt drohte. Der OVV war dann allerdings massiv verärgert und warf ihm, anstatt die Sache weiter zu diskutieren, nur ein "dann verschwinde doch" an den Kopf. So kam eines zum anderen und der OM kündigte. Das war insofern bedauerlich, als dieser als Gerätewart viel für den OV getan hatte. Ich habe irgendwann erfahren, dass der OM wieder zurück im Verein war. In seinem Fall hat das also geklappt, wenn auch nicht mehr zurück in unseren OV. Ich bin mir nicht sicher ob es vorteilhaft ist, "reumütigen" Wiederkehrern in Anbetracht der angespannten Mitgliedersituation endgültig die Türe vor der Nase zuzuschlagen. Da müsste das Verhältnis schon arg zerrüttet und z.B. zuvor ein Vereinsausschluss ausgesprochen worden sein.

    Edited once, last by pfiffikus (November 24, 2016 at 9:23 AM).


  • Im Prinzip richtig.. allerdings sollte man auch nicht ganz vergessen, dass die Grundlage einer reiflichen Überlegung z.B. der Ausgang einer herbstlichen Mitgliederversammlung sein kann.. und die liegt ja all zu oft hinter dem letztmöglichen Kündigungstermin für das betreffende Jahr.

    Naja, das ist eben geschicktes Timing :P

    @pfiffikus: Ich denke in diesem speziellen Fall war es eine Ausnahme. In den meisten anderen Fällen wäre vom VO vermutlich nicht widersprochen worden. Vielleicht bewertet das in Zukunft ein anderer VO auch wieder anders, aber in dem Fall war das ein Elfmeter mit Ansage und den "Ball" hätte ich dem VO nicht auch noch auf den Punkt gelegt.

    73 Karsten

    73 Karsten

  • Ein Austritt aus dem DARC will gut überlegt sein. Wenn ich mich dazu mal entscheide, dann sicher auch mit aller Konsequenz. Ich habe vor etlichen Jahren meinen Heimat-OV verlassen, wegen unüberbrückbarere Differenzen mit dem OVV. Mir käme nicht in den Sinn diesen Schritt rückgängig zu machen und um Wiederaufnahme zu bitten, weil sich an den Gründen für den OV-Wechsel nichts geändert hat.
    Ich denke, ich werde es zukünftig wie die meisten meiner Funkfreunde im DARC halten. Zitat: "Ich habe schon vor Jahren beschlossen mich nicht mehr mit den Vorgängen im DARC zu beschäftigen. Beitrag zahlen - und Ende."
    Andererseits profitiert man auch als Nichtmitglied von den "Erfolgen" des DARC als Interessenvertretung. Von daher könnte man sich die zukünftig 99 Euro eigentlich sparen und den Beitrag als Gast dem ehemaligen eigenen OV spenden. So handhabt das ein ehemaliges Mitglied und der OM kommt regelmäßiger zum OV-Abend als die meisten anderen OV-Mitglieder.

    73 de Thomas, DH1TS

  • Von daher könnte man sich die zukünftig 99 Euro eigentlich sparen und den Beitrag als Gast dem ehemaligen eigenen OV spenden. So handhabt das ein ehemaliges Mitglied und der OM kommt regelmäßiger zum OV-Abend als die meisten anderen OV-Mitglieder.


    Genau so wollte ich das künftig handhaben. Man hat im OV bereits durchblicken lassen, dass ich auf den Versammlungsabenden weiterhin gerne gesehener Gast bleiben werde und meine Ankündigung, den Jahresbeitrag stattdessen dem OV zu spenden wurde freudig begrüßt. Auf dieser Ebene passt ja auch alles!